Das Online-Medium wird stärker und stärker. Es ist ohnehin schon nicht leicht, mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Wollen Sie ganzheitliches Marketing auch online angehen, müssen erprobte Strategien teilweise neu durchdacht werden.
Was ist ganzheitliches Marketing?
Beginnen wir mit dem Begriff “ganzheitlich”. Es ist das Adjektiv des Wortes Ganzheit und bezeichnet die Vollständigkeit einer Sache. Bei Betrachtung der Ganzheit spielen alle einzelnen Teile sowie deren Verknüpfungen und Beziehungen untereinander eine wesentliche Rolle.
Verbinden wir die Ganzheit mit Marketing, gelangen wir zum ganzheitlichen Marketing. Wir fokussieren uns demnach auf den Vertrieb bzw. die Vermarktung und berücksichtigen dabei alle darin enthaltenen Faktoren.
Externe Parteien im ganzheitlichen Marketing
Beim Online-Marketing spielen externe – also unternehmensunabhängige – Parteien eine ebenso wichtige Rolle wie offline. Dazu zählen, dem ganzheitlichen Ansatz folgend, alle Kontaktpunkte des Unternehmens nach aussen. Zuallererst sind das natürlich die Kunden. Ganzheitliches Marketing bezieht jedoch genauso alle weiteren Geschäftsbeziehungen innerhalb des Leistungsprozesses mit ein. Dazu zählen unter anderem Finanz- und/oder Versanddienstleister, Lieferanten und sonstige Stakeholder.
Ganzheitliches Marketing zielt darauf ab, alle bestehenden Geschäftsbeziehungen auszubauen und zu stärken. Dies erfolgt durch einen stets positive Darstellung des eigenen Unternehmens nach aussen hin. Auch die Kontaktpflege gehört dazu. Oft unterscheiden sich Werbebotschaften beim ganzheitlichen Marketing online und offline kaum voneinander – das führt dazu, dass die Wahrnehmung sowohl auf Kunden- als auch aufseiten aller anderen Geschäftsbeziehungen einheitlich ist.
Employee Advocacy und Mitarbeiter-Marketing
Genauso wichtig wie externe Parteien sind die unternehmenseigenen Mitarbeiter. Mit ihnen kann die unternehmerische Selbstdarstellung stehen und fallen. Die sogenannte Employee Advocacy ist eine Marketing-Strategie, die für das Online-Medium wie geschaffen ist. Voraussetzung für funktionierendes ganzheitliches Marketing unter Einbeziehung der Mitarbeiter ist deren Zufriedenheit, die sie dann nach aussen wiedergeben.
Erneut besteht ein klarer Verbindungspunkt zu allen anderen bestehenden Marketing-Strategien. Die Werbebotschaft des Unternehmens bleibt intern und extern meist identisch. Das Werbeversprechen wird gegenüber den Mitarbeitern genauso eingehalten wie gegenüber Kunden. Bei Mitarbeitern kommt besagtes Werbeversprechen vor allem im Bewerbungs- und Einstellungsprozess zu tragen. Wer Personal mit dem Versprechen anwirbt, dass das Unternehmen beispielsweise flache Hierarchen aufweist und dies nicht der Wahrheit entspricht, schadet damit der eigenen Reputation.
Der soziale Aspekt im ganzheitlichen Marketing
Eine weitere Komponente des ganzheitlichen Marketings ist die soziale Verantwortung. Paradebeispiele für eine solche soziale Markenbotschaft wären Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Produktion. Die Unterstützung von Vereinen, kleinen lokalen Anbietern oder das Eingehen von Partner- und Patenschaften wertet das Unternehmensprofil deutlich auf. Noch dazu ergeben sich dadurch oft neue Geschäftskontakte. Diese soziale Komponente ist auch unter dem Begriff Corporate Social Responsibility bekannt (zu deutsch: unternehmerische Gesellschaftsverantwortung).