Darf es heute mal etwas klassisch sein? Fernab von Digitalisierung und Co. stehen Marketern unterschiedliche Werbemittel zur Verfügung. Da wären beispielsweise Briefe inklusive Umschlag, die nette Postkarte oder der sogenannte Selfmailer. Wenn diese drei Print-Mailings miteinander um den Sieg ringen, wer gewinnt dann? Oder vielmehr: Welches dieser Werbemittel überzeugt die meisten Kunden zum Kauf?
Werbemittel im Test: Die CMC-Dialogpost-Studie 2020
In der CMC-Dialogpost Studie geht es besonders darum, wie gut Print-Mailings heutzutage noch funktionieren. Online-Marketer setzen schliesslich vorrangig auf die rein elektronische Verteilung ihrer Werbung, beispielsweise durch Ads oder Newsletter via Email. Stattdessen – oder besser noch, zusätzlich beziehungsweise nebenbei – gibt es da aber noch die Werbung in “Papierform”.
Die Deutsche Post führte die Studie dieses Jahr bereits zum dritten Mal durch. In Zusammenarbeit mit CMC, dem Collaborative Marketing Club, nahmen insgesamt 41 Webshops daran teil. Im Fokus standen drei Formen von Werbemitteln:
- Werbebrief (ein mit Umschlag frankierter Brief)
- Postkarte (im Maxi-Format)
- Selfmailer (ein gefaltetes Papier mit eigenem Verschluss ohne Briefhülle/Umschlag)
Webshops erproben Papierformat
Um zielgerichtete Erkenntnisse zu gewinnen, unterteilten die teilnehmenden Webshops ihren Kundenstamm in drei etwa gleich grosse Gruppen. Eine Gruppe erhielt die Werbung im Briefformat, die anderen als Postkarte und Selfmailer. Der Inhalt des jeweiligen Werbemittels blieb dabei identisch.
Die Highlights der Studie stellen wir Ihnen nachfolgend zusammengefasst vor.
- die durchschnittliche Conversion Rate (CVR) liegt bei 4,9 Prozent
- der Bestellwert der teilnehmenden Webshops stieg in der Testzeit um 8 Prozent
- der ROAS-Wert (Return on Advertising Spend) liegt bei 990 Prozent
Brief schlägt andere Werbemittel um Längen
Überraschendstes Ergebnis der Studie war die Tatsache, dass klassische Werbebriefe die anderen beiden Werbemittel um eine satte 25 Prozent höhere CVR schlagen. Das verwunderte selbst die Deutsche Post. Dirk Görtz, Vizepräsident im Dialogmarketing der Deutschen Post, äusserte dazu die Vermutung, dass das Ergebnis vielleicht im seriöseren Erscheinungsbild des Briefes begründet liegt.
Dieses Ergebnis war übrigens bei fast allen teilnehmenden Webshops gleich, obwohl diese aus verschiedenen Branchen stammen.
Bei einem ROAS-Wert von fast 1.000 Prozent lohnt es sich, noch einmal über die Wahl des nächsten Werbemittels nachzudenken. Vereinfacht beschrieben bedeutet das, dass pro Werbeausgaben von 10 Franken Gewinne von 100 Franken auf Sie warten – sofern Sie auf den seriösen Werbebrief setzen.