Das DarkNet und seine Preise: spottbillige Cyberattacken-on-demand

DarkNet

Wussten Sie, dass das DarkNet seinen eigenen Preisindex hat? Das Unternehmen “Privacy Affairs” tauchte kürzlich ein in die Tiefen der “anderen Seite des Internets”. Sie fanden erschreckende Angebote – zu mitunter ebenso erschreckenden Spottpreisen. Nachfolgend fassen wir einige der Ergebnisse für Sie zusammen. Und betonen wie schon oft in der Vergangenheit den Wert von professioneller IT-Security.

Die Tiefen des Dark Webs

Das DarkNet, auch bekannt unter dem Synonym “Dark Web”, bildet das Gegenteil des kommerziellen Internets. In der Informationstechnik beschreibt es die Art der Verbindung. Bei der herkömmlichen Variante findet die Verbindung zwischen Client und User automatisch und willkürlich statt. Beim DarkNet hingegen erfolgt diese Verbindung manuell.

Das DarkNet ist ein in sich geschlossenes Netzwerk. Damit folgt der Umstand, dass Webseiten nur über einen vorbestimmten Browser aufgefunden und aufgerufen werden können. Darüber hinaus sind DarkNet-Webseiten nicht in Suchmaschinen indexiert.

In seiner ursprünglichen Definition steht das DarkNet für Sicherheit und Anonymität im Internet. In der Regel besteht nämlich eine verschlüsselte Datenübertragung.

Diese Definition bestand solange, bis das “dunkle Netzwerk” nahezu nur noch negative Schlagzeilen machte und dadurch immer mehr an Bekanntheit auf der illegalen Seite des Gesetzes gewann. Entgegen der weit verbreiteten Annahme ist die Nutzung des DarkNet allerdings nicht gesetzeswidrig. Ein bestimmter Browser ermöglicht dem User, sich vollkommen anonym und ohne jegliches Tracking der verwendeten IP-Adresse im Internet zu bewegen.

Cyberkriminalität im DarkNet

Wo Nutzer weder erkannt noch anhand einer IP-Adresse verfolgt werden können, gedeiht leider die Kriminalität. Diese Tatsache führte dazu, dass nunmehr nur noch selten “freundlich gesinnte” Nutzer auf der dunklen Seite des Webs unterwegs sind. So kam es dazu, dass mittlerweile unzählige illegale Aktivitäten im DarkNet stattfinden – beziehungsweise von dort offeriert werden.

Auf passenden Börsen, die nur für den gewieften DarkNet-Surfer aufzufinden sind, kursieren unzählige Angebote für kriminelle Machenschaften, wie etwa:

  • DDoS-Attacken
  • Hacks von Social Media Accounts
  • Verbreitung von Malware und/oder Fake News
  • Dokumentenfälschung
  • gezielter Datendiebstahl

Die Preise im DarkNet

Wer annimmt, die Preise für “Cybercrime-Söldner” wären horrend, irrt sich leider. Vielleicht erinnern Sie sich noch an unseren kürzlichen Bericht über die wahre Beschaffenheit zur Preisgestaltung von Hackern und Co. Die Marktwirtschaft macht sich auch im DarkNet bemerkbar: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Und da die Nachfrage offensichtlich immer grösser wird, winken plötzlich unzählige Angebote zu Spottpreisen.

  • Diebstahl von Kreditkartendaten? Kein Problem im DarkNet – hier geht es mit einem Preis ab 10 Dollar los.
  • Einen PayPal Account zu stehlen, kommt da schon etwas teurer. Als Minimalpreis gelten hier 1oo Dollar.
    • aber auch anschliessende Geld-Transfers wollen extra bezahlt werden. Die im Preisindex ermittelten Werte stellen einen ungefähren Durchschnitt von 10 % auf das transferierte Guthaben dar.
  • Bei der Dokumentenfälschung kommt es ganz auf die Art der zu fälschenden Papiere an. Ein Führerschein kostet beispielsweise um die 70 Dollar, während ein europäischer Pass bereits 1.500 US-Dollar wert ist.
  • Das Hacken von Social Media Accounts ist beinahe schon uninteressant. Die günstigste Variante ist überraschenderweise Twitter.
    • Bei der künstlichen Generierung von Followern wird es schon etwas spannender. TikTok, LinkedIn, Pinterest und Instagram, es ist alles dabei. Zwischen 3 und 15 Dollar kosten falsche Fans.
  • Malware ist im DarkNet sehr gefragt, was sich in den Preisen bemerkbar macht. Für sogenannte “Premium Qualität” darf es dann schon mal ganze 6.000 Dollar kosten.
  • Die Preise für DDoS-Attacken richten sich nach der Sicherheit der angegriffenen Website. Da ist es kaum verwunderlich, dass als unsicher deklarierte Webseiten gerade mal 10 Dollar wert sind.

Unser Appell: IT-Security!

Gerade der letzte Stichpunkt aus dem DarkNet Preisindex macht deutlich, dass sich Investitionen in die Cyber-Sicherheit nur lohnen können. Eine DDoS-Attacke richtet nahezu immer verheerenden Schaden an.

Wer in die eigene Sicherheit investiert, beeinflusst nicht zuletzt ausserdem das Prinzip von Angebot und Nachfrage – und das gilt gleichermassen für illegale Dienste im DarkNet. Wer gut geschützt ist, macht es den Angreifern nicht nur extrem schwer, sondern treibt auch die Preise innerhalb der Cybercrime-Branche entsprechend in die Höhe. Irgendwann sind die illegalen Dienste dann hoffentlich so teuer, dass wir gar nicht mehr davon sprechen müssen. Und dann heisst es vielleicht: aus dem Auge, aus dem Sinn und “Goodbye, Cybercrime”!

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