Schweiz QR Rechnung: Worauf müssen wir uns vorbereiten?

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Im Juni 2020 wird sie bei uns eingeführt: Die neue Schweiz QR Rechnung soll die bisherigen Einzahlungsscheine künftig vollständig ersetzen. Doch welche Folgen hat die Umstellung für den Einzelnen – und welche Risiken ergeben sich daraus? Wir stellen Ihnen alles Wissenswerte zum Thema vor.

Die neue Schweiz QR Rechnung – was ist dabei neu?

Das Ziel der neuen Rechnung per QR-Code soll vor allem sein, die altbekannten orangen und roten Einzahlungsscheine komplett zu ersetzen. Nicht nur soll dadurch die Handhabung im digitalen Bereich deutlich vereinfacht werden, auch verschiedene Umstellungen der Schweizer Zahlungssysteme gehen damit einher. Banken und die Post wünschen sich für die Zukunft einen gemeinsamen Standard, um interne Prozesse zu verkürzen. Das Schweizer Zahlungssystem soll künftig auch so ausgerichtet sein, um mit internationalen Standards eine Einheit bilden zu können. Die neue QR-Rechnung ersetzt nicht nur die beiden Inlandscheine, sondern auch die IPI (International Payment Instruction), welche bislang für Zahlungen ins Ausland zum Tragen kamen.

Dennoch: Mit der neuen Technologie gehen auch einige Risiken einher, über die man sich im Klaren sein sollte. Welche dies sind, stellen wir Ihnen in den folgenden Absätzen vor.

Der Inhalt des QR-Codes

Es kann durchaus vorkommen, dass der Inhalt eines QR-Codes nicht derselbe ist wie in einer Rechnung. Das klingt erst einmal wenig dramatisch, kann aber gravierende Folgen haben, wenn der Rechnungsbetrag oder der Zahlungsempfänger nicht stimmen. Auch wenn die Währung eine andere ist, könnte es zu Komplikationen kommen. Grundsätzlich ist die QR-Rechnung für Transaktionen in Schweizer Franken und Euro zulässig. Sollte der Betrag in Euro anstelle von Schweizer Franken überwiesen werden, könnte dies zu Verlusten auf einer Seite und somit zu langwierigen Korrekturprozessen führen.

Dennoch bringt ebenso der bewährte orange Einzahlungsschein Gefahren mit sich, denn natürlich können auch hier fehlerhafte Beträge oder andere falsche Informationen eingetragen werden. Allerdings lassen sich Fehler noch gut per Hand korrigieren, was bei der QR-Rechnung nicht so einfach ist.

Die Sicherheit hat höchste Priorität

Banken achten natürlich in erster Linie auf Sicherheit, wenn es um die QR-Rechnung geht. Damit Betrüger keine Chance haben, soll der QR-Code aus zwei Teilen bestehen.

Und zwar einem Zahlteil für den Versender und einem Empfangsteil für den, der das Geld erhält. Auf diese Weise sollen Anwender maximale Transparenz erhalten, um Inhalte und mögliche Fehler sofort zu erkennen. Weiterhin gibt es künftig noch die Möglichkeit, QR-Rechnungen als Dokumente zur Hausbank zu senden, damit diese dort weiterverarbeitet werden. Hier gibt es den Vorteil, dass die Bank alle Informationen der Rechnung scannt und die Angaben auf ihre Richtigkeit abgleicht.

Schadcodes und Viren – mögliche Risiken bei der QR-Rechnung

Schadcodes und Viren lassen sich im digitalen Zahlungsverkehr leider nie ganz ausschliessen. So könnte es bei einem QR-Code beispielsweise dazu kommen, dass anstelle der korrekten Zahlungsinformationen ein Weblink zu einer Internetseite mit einem Schadcode übermittelt werden.

Das Anklicken eines solchen Links könnte sogar einen Virus auf den PC übertragen – die Risiken sind in dieser Hinsicht nur schwer abschätzbar. Eine weitere Gefahr stellt in diesem Zusammenhang auch klassisches Phishing dar. Links, die im QR-Code missbraucht werden, könnten User zu einer entsprechend schädlichen Webseite lotsen, deren Oberfläche jener der Hausbank ähnelt, aber sensible Bankdaten einfach mitliest.

Risiken der Schweiz QR Rechnung umgehen – so gehen Sie am besten vor

Bis in der Schweiz Routine in der neuen Zahlungsmöglichkeit per QR-Rechnung einkehrt, könnte es noch einige Jahre dauern. Zwar gilt das neue Verfahren schon jetzt als relativ sicher, Risiken gibt es aber dennoch – und dieser sollte sich jeder bewusst sein. Denn schon mit wenig Aufwand könnten erfahrene Online-Betrüger sich ganz leicht Zugang zu fremden Geldsummen verschaffen.

Hier stellt sich die Frage, wie man sich als User davor schützen kann. Es gibt durchaus einige Hinweise, an denen man sich orientieren kann. So ist es beispielsweise wichtig, sich QR-Rechnungen ganz genau anzusehen. Ist das Layout korrekt oder könnte es gefälscht sein? Gibt es je einen Zahl- und einen Empfängerteil? Profis gehen leider mittlerweile so exakt vor, dass viele User Unterschiede kaum bemerken und somit allzu schnell den Betrügern auf den Leim gehen können. Weiterhin sollte der Nutzer stets die Informationen, welche von der App ausgelesen werden, sorgfältig mit den Daten auf dem Zahlteil bzw. auf der QR-Rechnung abgleichen.

Wichtig: Sofern die eingescannte QR-Rechnung einen direkt auf eine Internetseite weiterleitet, sollte man besonders vorsichtig sein. Im QR-Code sollten korrekterweise nichts anderes als Zahlungsinformationen enthalten sein – eine Weiterleitung auf eine Internetadresse ist in den meisten Fällen ein klares Alarmsignal!

Somit zeigt sich: Die neue Schweiz QR-Rechnung beschert uns eine Menge Potenziale für die Zukunft und könnte auch den internationalen Zahlungsverkehr in den kommenden Jahren positiv beeinflussen. Interne Prozesse werden verkürzt, Transaktionen leichter und schneller ausgeführt. Trotz aller Vorteile ist es dennoch wichtig, die Einführung der neuen Technologie mit Vorsicht zu geniessen – denn schliesslich geht es um die eigenen Bankdaten, die nie in unbefugte Hände gelangen dürfen.

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