Erstmals erschienen im Mai 2019, im Oktober 2026 neu geschrieben.
Ein CMS, kurz für Content Management System, ist die Software, mit der du die Inhalte deiner Website pflegst, ohne programmieren zu müssen. Du meldest dich an, änderst einen Text, lädst ein Bild hoch und speicherst.
Jede Agentur hat ihr bevorzugtes System. Es ist das, mit dem sie Erfahrung hat. Ob es auch für dich das richtige ist, hängt davon ab, was du mit deiner Website vorhast.
WordPress ist das CMS unserer Wahl
Kein CMS wird weltweit so häufig eingesetzt wie WordPress. Laut W3Techs laufen rund vier von zehn Websites damit, und unter den Websites mit einem CMS sind es knapp sechs von zehn.
Für dich heisst das: Es gibt für fast jede Aufgabe eine fertige Erweiterung. Du findest überall Leute, die sich damit auskennen. Und wenn du mit deiner Agentur nicht mehr zufrieden bist, kann eine andere übernehmen. Achte darauf, dass du alle Zugänge und Rechte am System hast.
Der Preis der Verbreitung: WordPress ist ein beliebtes Ziel für Angriffe, und fast immer führt der Weg über veraltete Erweiterungen. Eine WordPress-Website braucht deshalb regelmässig Updates. Wer sie nach dem Aufschalten sich selbst überlässt, bekommt früher oder später ein Problem.
dataloft als CMS für deine Sicherheit
Unser zweites System ist eine Eigenentwicklung. Es baut auf dem Framework Vintario auf, das wir seit über zwanzig Jahren weiterentwickeln. Es ist mehr als ein CMS: Wir schneiden es auf deine Prozesse und Abläufe zu. Wenn du hohe Anforderungen an die Sicherheit hast oder eigene Schnittstellen und Funktionen brauchst, die es nicht von der Stange gibt, ist das die passende Lösung.
Baukästen: Wix, Squarespace, Shopify
Seit 2019 sind die Baukästen deutlich besser geworden. Du mietest Software, Hosting und Vorlagen aus einer Hand und musst dich um Updates nicht kümmern. Für eine kleine Website oder einen einfachen Shop ist das ein vernünftiger Weg.
Die Kehrseite: Deine Website lebt beim Anbieter. Ziehst du um, nimmst du Texte und Bilder mit, Gestaltung und Funktionen aber nicht. Und was der Baukasten nicht kann, kann auch niemand für dich dazubauen.
Was ist mit den anderen CMS?
TYPO3, Joomla, Drupal und viele andere haben ihre Stärken. TYPO3 ist bei grossen Organisationen mit vielen Redaktoren verbreitet. Mich hat bisher keines so überzeugt wie WordPress.
Wir sprechen viel mit anderen Entwicklern und Agenturen. Manchmal hat die Diskussion fast religiöse Züge: Jeder ist von seiner Lösung überzeugt, weil er damit gross geworden ist. Wir bauen deshalb alle paar Jahre selbst etwas mit den anderen Systemen, um zu sehen, wie sie sich entwickelt haben. Vielleicht müssen wir unsere Überzeugung einmal anpassen. Bisher nicht.
Wie du dein CMS wählst
Leg zuerst fest, was du mit deiner Website erreichen willst. Such dir dann eine Agentur, der du vertraust, und lass dir ihre Lösung erklären. Diese Fragen helfen:
- Warum dieses System und nicht ein anderes? Lass dir Vor- und Nachteile zeigen.
- Welche Websites habt ihr damit gebaut? Schau sie dir an.
- Kann ich Texte und Bilder selbst ändern?
- Wer macht die Updates, und was kostet das?
- Bekomme ich alle Zugänge?
Dann kommt die wichtigste Frage: Wie abhängig machst du dich?
Viele Agenturen bieten Eigenentwicklungen an, wir auch. Frag, was mit deiner Website passiert, wenn es die Agentur nicht mehr gibt. Von Konkurs bis Pensionierung ist alles möglich. Eine gute Antwort nennt dir, wer übernehmen kann und wie du an deine Daten kommst. Diese Frage darfst du auch uns stellen.