§01 Was Auffindbarkeit 2026 bedeutet
Drei Disziplinen unter einem Dach.
Auffindbarkeit war bis etwa 2023 ein Synonym für klassisches SEO — wer in Google
ranke, sei auffindbar, fertig. 2026 reicht das nicht mehr. Wer sichtbar sein will,
muss heute in drei Welten gleichzeitig präsent sein:
-
Klassisches SEO — Google-Ranking auf der ersten Suchergebnis-Seite.
Bleibt das Fundament. Ohne sauberes On-Page, technisches SEO und Schema-Markup
passiert nichts.
-
GEO/LLMO — Sichtbarkeit in den Antworten von ChatGPT, Claude,
Perplexity, Google AI Overviews und Bing Copilot. Wer dort nicht zitiert wird,
verliert eine wachsende Hälfte des Such-Traffics.
-
SEA — bezahlte Anzeigen auf Google und Bing. Nicht für jedes
Geschäft sinnvoll, aber als laufende Optimierungs-Disziplin oft der schnellste
Hebel für planbare Konversionen.
Diese drei Disziplinen sind nicht unabhängig — sie nähren sich gegenseitig.
Eine Pillar-Page mit sauberem Schema rankt sowohl in Google als auch in KI-Antworten.
Eine SEA-Kampagne mit guter Landingpage liefert Klickdaten, die das organische
Ranking stärken. Wir behandeln Auffindbarkeit deshalb als eine Disziplin
mit drei Sub-Aufgaben, nicht als drei getrennte Mandate.
| Hauptkanäle 2026 |
Google · Bing · ChatGPT · Claude · Perplexity · Google AI Overviews · Bing Copilot |
| Pflegezyklus |
Monatliche Optimierung · quartalsweiser Content-Audit · halbjährliche Wettbewerbs-Analyse |
| Tools |
Sistrix · Xovi · Google Search Console · Google Analytics 4 · Google Ads · Bing Webmaster · Looker Studio |
§02 Klassisches SEO bleibt das Fundament
Sauber gebaut schlägt klug optimiert.
Wer in Google rangieren will, braucht zuerst eine Webseite, die Google ohne Mühe
lesen kann. Das klingt banal, ist es aber nicht — viele Sites verlieren Sichtbarkeit
schon beim Crawl, ohne dass Inhalt oder Strategie überhaupt zur Sprache kommen.
On-Page
Klare Title-Tags und Meta-Descriptions, semantische Heading-Struktur (eine H1 pro
Seite, sinnvolle H2/H3-Hierarchie), Inhalt mit Substanz statt Keyword-Auffüllung.
Wir setzen RankMath als Konfigurations-Layer ein — nicht weil das Plugin Magie
macht, sondern weil es die richtigen Dinge richtig macht.
Technisches SEO
Crawl-Budget, Indexability, saubere Sitemap-Logik, kein Duplicate-Content durch
Tag-Archive, Permalinks ohne Weiterleitungs-Hagel, Core Web Vitals im grünen
Bereich (LCP unter 2,5 s, CLS unter 0,1, INP unter 200 ms).
Bei Relaunches richten wir einen Daily-404-Rebuild ein, der jede Nacht echte
404er-Fehler in 301-Redirects oder 410-Gone-Antworten umwandelt — analog zu unserem
Vorgehen auf rundum.dog.
Schema-Markup
Pro Content-Klasse das passende Schema: Article für Blog-Beiträge,
FAQ für Frage-Antwort-Blöcke, HowTo für Anleitungen,
LocalBusiness für Standort-Pages, Organization auf der
Startseite, BreadcrumbList für die Navigation. Wir konfigurieren
nicht eine Schema-Struktur für alles — sondern jede Page-Type bekommt, was sie braucht.
Internal Linking
Aus der Inhalts-Hierarchie heraus — Pillar-Pages zu Sub-Themen, Sub-Themen zurück
zur Pillar, themen-verwandte Beiträge untereinander. Keine Auto-Plugin-Spam-Links
(wer Linkwhisperer-Klassen im HTML sieht, weiss, was wir meinen).
§03 GEO/LLMO — der neue Layer
Wer in KI-Antworten zitiert wird, gewinnt Sichtbarkeit unabhängig vom Ranking.
Generative Engine Optimization (GEO) und Large Language Model Optimization (LLMO)
sind die neuen Begriffe für eine alte Disziplin: Inhalte so strukturieren,
dass Maschinen sie sicher zitieren können. Bei Suchmaschinen war das
Schema-Markup. Bei LLMs sind es klar definierte Inhalte, sauberes E-E-A-T und
eine llms.txt, die nicht versucht, Crawler auszutricksen.
Was wir auf rundum.dog beobachten und in Kundenprojekte tragen:
-
Pillar-Cluster-Struktur — eine Hauptseite zu einem Thema, mit
Sub-Beiträgen, die zueinander verlinken. Maschinen verstehen Hierarchie.
-
FAQ-Blöcke mit Schema — direkte Fragen mit direkten Antworten,
als
FAQPage ausgezeichnet. Genau das zitieren KI-Antworten gerne.
-
Definitionen am Anfang einer Sektion — wenn Maschinen wissen,
was ein Begriff bei dir bedeutet, können sie deine Definition zitieren.
-
Autorenschaft sichtbar —
Person-Schema mit
jobTitle, memberOf, sameAs-Links zu
externen Profilen (LinkedIn, Fachverbände). E-E-A-T zählt.
-
llms.txt aktiv — eine kuratierte Liste der Pfade, die KI-Crawler
lesen sollen. Wir setzen
llms.txt ein, weil wir kontrollieren wollen,
welche unserer Inhalte als Kontext genutzt werden, und welche nicht.
Was nicht funktioniert: Tricks, die für Suchmaschinen-SEO 2010 gut waren —
Keyword-Stuffing, versteckter Text, manipulierte Schema-Markups. LLMs lesen
Kontext, nicht Tags. Sie zitieren Inhalte, die sie verstehen,
nicht Seiten, die sie überlisten.
§04 SEA als laufende Disziplin
Bezahlte Sichtbarkeit ist Optimierung, kein Knopfdruck.
Search Engine Advertising — Google Ads und Bing Ads — funktioniert nicht nach
dem Prinzip „einmal aufsetzen, dann läuft’s“. Eine SEA-Kampagne braucht wöchentliche
Aufmerksamkeit. Suchanfragen ändern sich, Konkurrenten verändern Gebote, Anzeigentexte
brennen aus, Landingpages müssen mit der Kampagne zusammenpassen.
Was wir bei SEA-Mandaten konkret tun
- Konto-Setup mit konsistenter UTM-Logik gegen Google Analytics 4 und Looker Studio
- Konversion-Tracking sauber gegen die richtigen Events — nicht jeder Klick ist eine Konversion
- Keyword-Strategie aus Sistrix- und Xovi-Daten plus Search-Console-Realität (was wirklich gesucht wird, nicht was Tools schätzen)
- Anzeigen-Tests — Headline-Varianten, Description-Varianten, Asset-Tests in Performance Max
- Bidding-Anpassungen wöchentlich, gegen Konversionsziel
- Reporting via Looker Studio — eine Sicht für Roger und das Kund:innen-Team, monatlich aktualisiert
Bing nicht ignorieren
Bing macht in der Schweiz rund 6–10 % der Suchanfragen aus, je nach Branche
mehr. Bing Ads sind oft günstiger als Google Ads (weniger Konkurrenz), die
Zielgruppe ist tendenziell älter und kaufkräftiger. Wer ein KMU-Mandat führt,
sollte Bing immer mitprüfen — wir tun es standardmässig im Audit.
§05 Local SEO im Schweizer Markt
Drei Plattformen, NAP-Konsistenz, kein Bewertungsdruck.
Local SEO ist 2026 eine eigene Disziplin — und im Schweizer Markt oft der
grösste schnelle Hebel, weil regional die Konkurrenz schmaler ist als national.
Was wir bei lokalen Mandaten standardmässig einrichten:
- Google Business Profile aufgesetzt, mit Posts, FAQ, Fotos. Aktiv gepflegt, nicht „einmal angelegt und vergessen“.
- Bing Places identisch befüllt — wird oft übersehen, kostet nichts, schadet nicht.
- NAP-Konsistenz — Name, Adresse, Telefon einheitlich über alle Plattformen (Webseite, GBP, Bing Places, Branchenverzeichnisse, rundum.dog falls Hundebranche).
- Schema
LocalBusiness mit areaServed, openingHoursSpecification, geo-Koordinaten, contactPoint.
- Bewertungs-Strategie ohne Druck — wir empfehlen, Kund:innen aktiv zu fragen, aber nie mit Anreizen oder Vorlagen.
Beispiel aus der Region: auf «seo agentur frauenfeld» rangiert
dataloft.ch heute auf Position 75. Das ist trivial verbesserbar — die direkten
regionalen Konkurrenten haben weder ein KI-Profil noch saubere Local-SEO-Pflege.
Mit der neuen Site und der Auffindbarkeits-Disziplin gehen wir davon aus, dass
die Top 5 in der Region in 6–9 Monaten realistisch ist.
§06 E-E-A-T und Autorenschaft
Wer du bist, wird wichtiger als wie oft du publizierst.
Google’s Core-Update vom März 2026 hat die Schraube weiter angezogen: Sites mit
nachvollziehbarer Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness
(E-E-A-T) gewinnen, generischer Content verliert. KI-Antworten verstärken den
Effekt — sie zitieren bevorzugt Quellen mit klarer Autorenschaft.
Was das im Bau bedeutet
Person-Schema für jede Autor:in mit jobTitle, memberOf (Fachverband, Unternehmen), sameAs (LinkedIn, Twitter, Wikipedia falls vorhanden)
- Author-Bio direkt unter jedem Beitrag — nicht nur ein Kürzel, sondern 2–3 Sätze plus Verlinkung auf eine ausgebaute Profil-Seite
- Konsistente Themen-Spur — eine Person, die zu einem Themengebiet schreibt, gewinnt Autorität schneller als ein Generalist:innen-Pool
- Quellen-Transparenz in den Beiträgen — wer behauptet, was, mit welcher Datengrundlage
- Ehrliche Eigen-Einordnung — wir sagen, wenn etwas Meinung ist, nicht Fakt
Eigen-Beleg: auf rundum.dog verantwortet
Mattes als Redaktionsleiter die inhaltliche Linie, Roger die strategische,
Elena die Technik. Diese Verteilung ist auf der Plattform sichtbar und in
Schema-Markups dokumentiert. Sites, die ihre Autor:innen verstecken, verlieren
2026 Sichtbarkeit.
§07 Tools, die wir verwenden
Sistrix-Partner, Xovi-Partner, das volle Google-Set, Bing.
| Sistrix |
Visibility-Index, Konkurrenz-Monitoring, Keyword-Recherche, OnPage-Audits. Wir sind seit Jahren Sistrix-Partner — volle Toolset-Lizenz, eigene Reportings, monatliche Sichtbarkeits-Trends. |
| Xovi |
Backlink-Analyse, Domain-Monitoring, Content-Analyse, lokale Rankings. Xovi-Partner, wir nutzen das volle Toolset im Tagesgeschäft. |
| Google Search Console |
Quelle der Wahrheit für Google-Suchanfragen, Klick-Daten, Indexierungs-Probleme. Pflicht-Tool in jedem Mandat. |
| Google Analytics 4 |
Konversions-Tracking, Channel-Analyse, Verhalten auf der Site. Konfiguriert mit Roger-Grundsatz: anonymisiert, keine Profilbildung der Besucher:innen. |
| Google Ads + Bing Ads |
SEA-Kampagnen-Verwaltung, Keyword-Recherche, Anzeigen-Tests. Bing wird in vielen Schweizer Mandaten unterschätzt — wir prüfen es immer mit. |
| Looker Studio |
Reporting-Plattform, in der wir alle Datenquellen (Search Console, Analytics, Ads, Sistrix-Export) zusammenführen. Eine Sicht für Roger, eine für Kund:innen. |
| Eigenes KI-Plugin |
Auf Anthropic-API-Basis. Wir nutzen es u.a. für Content-Audits — welche Pillar-Pages haben Schema-Drift, welche Beiträge brauchen E-E-A-T-Aufwertung. Live im Einsatz auf rundum.dog. |
§08 Häufige Fragen
Was wir oft gefragt werden — und ehrlich beantworten.
Wie lange dauert es, bis ein Ranking sich zeigt?
Realistisch sechs bis zwölf Monate für nachhaltige organische Verbesserungen.
SEA-Resultate sieht man in zwei bis vier Wochen, sobald die Kampagne sauber
eingerichtet ist. Wer in drei Monaten Top 1 organisch verspricht, übertreibt
oder trickst — beides endet schlecht.
Was ist GEO/LLMO genau?
Optimierung dafür, dass deine Inhalte in den Antworten von KI-Suchmaschinen
(ChatGPT, Claude, Perplexity, Google AI Overviews) zitiert werden. Konkret:
klare Definitionen, FAQ-Schema, Pillar-Cluster-Struktur, sichtbare Autor:innenschaft,
llms.txt aktiv. Kein Trick, sondern handwerkliche Strukturierung.
Funktioniert SEO 2026 noch?
Ja — als Fundament. Was sich verändert: KI-Antworten ersetzen einen wachsenden
Teil der klassischen Klicks. Aber organische Sichtbarkeit in Google bleibt für
viele Branchen die Hauptverkehrsquelle. SEO ist nicht tot, es wird breiter.
Sollen wir auf Bing schalten?
In den meisten Schweizer KMU-Fällen ja — Bing Ads sind oft günstiger als Google
Ads bei vergleichbarem Volumen, vor allem in B2B-Mandaten und im
Mittelstands-Geschäft. Wir prüfen Bing in jedem Audit. Pure-B2C-Konsumgüter sind
eine Ausnahme.
Brauchen wir RankMath oder Yoast?
Wir setzen RankMath ein — wegen besserer Schema-Konfiguration,
eigenständigem llms.txt-Modul, sauberer Redirections-Funktion. Yoast funktioniert
auch, ist aber bei komplexen Schema-Anforderungen weniger flexibel. Wer eine
bestehende Yoast-Installation hat, muss nicht umstellen — wir migrieren bei
Relaunches.
Was kostet ein Audit-Erstgespräch?
Nichts. Das Erstgespräch ist unverbindlich, wir bringen einen Vorab-Blick auf
Sistrix-Daten und Google Search Console mit. Dauer 60 Minuten. Danach wisst ihr,
ob Auffindbarkeit als Mandat bei uns sinnvoll ist — oder ob wir euch zu jemandem
schicken.
§09 Was wir konkret bauen
Diese Pillar-Page ist die Übersicht. Wer wissen will, wie wir
Auffindbarkeit als laufendes Mandat führen — Setup-Schritte,
Pflegerhythmus, monatliches Reporting, was wir bewusst nicht tun — findet das
im Werkstatt-Eintrag.
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