§01 Was wir mit KI-Integration meinen
Sprachmodelle als Werkzeug. Mit Schema, Cost-Cap und Live-Beweis.
KI-Integration bedeutet bei uns nicht «irgendein Plugin auf deine Site
drauf», nicht «ein Chat-Widget unten rechts», nicht «ChatGPT in WordPress».
Es bedeutet: eigene WordPress-Plugins, die ein Sprachmodell per API ansprechen —
mit klaren Aufgaben, kontrollierbaren Outputs und Kosten, die du im Griff hast.
Wir bauen seit 2024 an unseren eigenen KI-Tools-Plugins für rundum.dog.
Architektur, Lehren und Pattern fliessen direkt in Kundenprojekte:
| Hermes | Unser lokales Multiagenten-System. Es verteilt Aufgaben an verschiedene Modelle. Bei unserer eigenen Arbeit sehen vertrauliche Daten nur lokale Modelle auf unseren Rechnern. Live geht nur, was ein Mensch freigibt. |
| API | Sprachmodell per API — Tool-Use für strukturierte Outputs, Streaming für sichtbares Feedback. |
| Pattern | REST-Endpunkt → Action-Scheduler-Queue → Tool-Use → Server-Sent Events → Live-Stream im Admin. |
| Cost-Cap | Harte Kosten-Obergrenze pro Lauf. Pricing-Snapshot mit Modell-Resolution für saubere Abrechnung. |
| DSGVO | Nur Daten, die explizit zur Verarbeitung freigegeben sind. Kein automatisches «alles an den KI-Anbieter». Welcher Anbieter welche Daten erhält, halten wir pro Projekt fest und dokumentieren es in der Datenschutzerklärung. |
| Live-Beweis | rundum.dog — eine Hunde-Wissensplattform. KI-Tools-Plugins im täglichen Produktivbetrieb. |
§02 Was wir konkret bauen
Drei Use-Case-Klassen, jeweils mit klaren Schemas.
1 · Triage und Klassifizierung
Eingehende Anfragen oder Inhalte werden vor-sortiert. Auf rundum.dog sortiert das
Plugin u.a. User-Beiträge nach Themen und meldet inhaltliche Auffälligkeiten.
Bei Tierarzt-Praxen: Notfall-Triage als Vorab-Bot, der Halterinnen und Halter zur richtigen
Aktion führt — Anruf, Termin, Selbsthilfe — ohne Diagnose.
2 · Content-Pipelines
Mehrstufige Generierung von strukturierten Inhalten: Pillar-Page-Generator,
Übersetzungs-Pipeline mit Locale-Awareness, Zusammenfassungen, FAQ-Extrahierung
aus bestehenden Texten. Immer mit:
- Tool-Use mit Schema — kein «JSON aus Prosa parsen», sondern explizite Output-Felder
- Action-Scheduler-Queue — Massenverarbeitung ohne WP-Cron-Concurrency-Aussperren
- Cost-Cap pro Lauf — vorher definiert, harter Stop wenn erreicht
- Pricing-Snapshot — Modell-Versionen mit
canonical-YYYYMMDD-Resolution, damit Kosten-Berichte sauber bleiben
- Pre-Call-Validator — PII-Filter, der erkennt und blockt, was nicht an die API geht
3 · Assistierte Redaktion
Im WP-Admin: Vorschläge, Strukturierung, Faktencheck-Hinweise. Kein Autopilot,
sondern Werkzeug. Beispiel rundum.dog: Redaktion erhält bei einem neuen Artikel
automatisch einen Strukturvorschlag, eine SEO-Beurteilung und Hinweise auf
mögliche Quellen — die Entscheidung trifft ein Mensch.
Architektur — wie das Plugin tickt
REST-Endpunkt
↓
Pre-Call-Validator (PII, Cost-Cap, Rate-Limit)
↓
Action-Scheduler-Queue (entkoppelt vom Request)
↓
Modell-Aufruf mit Tool-Use (definiertes Schema)
↓
Server-Sent Events (Live-Stream im Admin)
↓
Persistenz im WP-DB + Audit-Log
§05 Angebot: KI-Check deiner Website
KI-Website-Check: Weisst du, wohin die Daten deines Chatbots gehen?
Ein Chatbot, der Fragen beantwortet. Ein Plugin, das Produkttexte vorschlägt. Ein Übersetzungsdienst
im Hintergrund. KI lässt sich heute mit wenigen Klicks in eine Website einbauen. Was mit den Eingaben
deiner Besucherinnen und Besucher passiert, bleibt dabei schnell unklar.
Wir schauen nach: welche KI-Dienste deine Website lädt, wohin Daten fliessen, ob der Hinweis auf die KI
stimmt und ob deine Datenschutzerklärung das alles abdeckt. Was nicht passt, setzen wir um.
Dazu messen wir, ob KI-Dienste deine Website lesen und nennen.
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Warum das Thema gerade jetzt auf dem Tisch liegt
In der Schweiz gibt es noch kein eigenes KI-Gesetz. Das heisst nicht, dass KI auf der Website ungeregelt
wäre. Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte (EDÖB) hält fest, dass das Datenschutzgesetz direkt auf
KI anwendbar ist. Wer mit einem Sprachmodell chattet, hat demnach ein Recht zu erfahren, dass er mit einer
Maschine spricht und ob seine Eingaben weiterverwendet werden.
Beantwortet dein Chatbot auch Anfragen aus Deutschland oder Österreich, kann die KI-Verordnung der EU
dazukommen. Ihre Transparenzpflichten gelten seit dem 2. August 2026 und erfassen auch Unternehmen
ausserhalb der EU, sobald die Ausgabe eines KI-Systems in der EU verwendet wird. Was das für Chatbot,
Bilder und Texte heisst, steht in unserem Beitrag
Muss ich KI-Inhalte kennzeichnen?.
Der dritte Punkt hat mit Recht wenig zu tun: Ein schlecht eingestellter Chatbot lässt sich zu Rabatten
überreden, erfindet Öffnungszeiten oder gibt preis, wie er intern instruiert wurde. Das kostet im besten
Fall nur Nerven.
Was wir prüfen
Der Befund hat drei Teile, jeder mit eigener Ampel. Eine Gesamtnote gibt es nicht: Eine fehlende
Datenschutzangabe lässt sich nicht mit einer schnellen Ladezeit verrechnen.
Recht
- Datenflüsse: welche KI-Anbieter deine Website anspricht, in welchen Ländern die Daten landen und ob dafür ein Auftragsbearbeitungsvertrag besteht.
- KI-Hinweis: ob Besucher beim ersten Kontakt erkennen, dass sie mit einer KI sprechen.
- Datenschutzerklärung: ob Anbieter, Zweck, Empfänger und Empfängerländer mit den nötigen Garantien genannt sind. Datenarten und Speicherdauer empfehlen wir zusätzlich.
- KI-Bilder und KI-Texte: ob täuschend echt wirkende KI-Bilder gekennzeichnet sind und ob du bei Texten zu Themen von öffentlichem Interesse belegen kannst, dass jemand sie vor der Veröffentlichung geprüft hat.
- Technik: ob API-Schlüssel im Quelltext sichtbar sind, welche Rechte KI-Plugins in WordPress haben und wo Chatverläufe gespeichert werden.
- Verhalten des Chatbots: Testgespräche mit typischen Fallen: Rabattfragen, Fragen nach internen Anweisungen, Eingabe von Personendaten. Nur mit deiner Freigabe.
Zugang
- robots.txt und Firewall: ob du Suche, Abrufe im Auftrag von Nutzern und Training getrennt regelst und ob Firewall oder CDN KI-Dienste aussperren, die die robots.txt eigentlich zulässt.
- Inhalt ohne JavaScript: ob der Text im HTML steht oder erst im Browser entsteht.
- Indexierbarkeit: Meta-Angaben, Canonical, Sitemap.
- Statuscodes: echte Fehlerseiten statt «leerer» Seiten mit Code 200.
- Aufbau: eine Hauptüberschrift, saubere Gliederung, Alt-Texte, Formulare mit Beschriftung.
- Identität: Sprache, Firmenname, Adresse und Telefon überall gleich.
- Strukturierte Daten: ob sie zum sichtbaren Inhalt passen.
Sichtbarkeit
Ob KI-Dienste deine Website nennen, wenn jemand in der Schweiz nach deinem Thema fragt, und ob stimmt, was
sie über dich sagen. In der Regel ChatGPT, Gemini, Perplexity und Claude; welche Dienste wir messen, steht
im Angebot.
Wie wir messen
Wir stellen 10 bis 20 Fragen auf Deutsch, so wie deine Kundschaft sie stellt, dazu zwei oder drei Fragen
zu deiner Firma. Jeder gemessene Dienst bekommt jede Frage mindestens dreimal, mit Websuche und Standort
Schweiz. Die Antworten schwanken stark: Wer dieselbe Frage mehrmals stellt, bekommt häufig nicht zweimal
dieselbe Liste. Deshalb berichten wir eine Quote, keinen Rang.
Gezählt wird dreierlei: genannt (dein Name steht in der Antwort), zitiert
(deine Seite ist als Quelle verlinkt) und gefunden (die Suche hat deine Seite geholt, die
Antwort nutzt sie nicht). Bei den Fragen zu deiner Firma prüfen wir jede Aussage: stimmt, veraltet, falsch
oder erfunden.
Am Ende steht eine Liste für WordPress. Zu jeder Massnahme steht, was sie bringt, was sie kostet und
worauf sie sich stützt: Gesetz, Google-Dokumentation oder eigene Messung. Was nur in Blogbeiträgen
behauptet wird, kennzeichnen wir als unbelegt.
Was niemand messen kann: wie oft eine KI dich nennt, wenn wir nicht fragen. Für ChatGPT
gibt es keine Search Console, und welche Fragen wie oft gestellt werden, wissen nur die Anbieter. Wir
messen eine Stichprobe. Einen Platz in den Antworten versprechen wir nicht.
Beispiel: rundum.dog
rundum.dog ist unser Eigenprojekt, deshalb können wir den Befund zeigen. Vier Gratis-Checks im Netz
gaben der Website 75, 82, 90 und 99 von 100 Punkten. Unsere Messung im Oktober 2026, 15 Fragen mit je
drei Läufen bei Claude:
- Recht: in Ordnung. Kein Chatbot, KI-Bilder gekennzeichnet, redaktionelle Standards öffentlich.
- Zugang: offen. Zu verbessern: Die Firmenangaben in den strukturierten Daten sind lückenhaft, und die robots.txt trennt Suche und Training nicht.
- Sichtbarkeit: Bei zwölf allgemeinen Hundefragen nannte Claude rundum.dog in 2 von 36 Antworten. Bei Fragen nach rundum.dog selbst in 9 von 9, mit zwei Fehlern, die aus widersprüchlichen Angaben auf der Website selbst stammen.
Die Punktzahlen zwischen 75 und 99 zeigen weder, dass eine Hundewebsite bei Hundefragen kaum genannt
wird, noch dass Claude zwei Fehler der Website übernimmt. Beides steht erst in der Messung.
Was wir bewusst nicht empfehlen
Gratis-Checks schlagen oft Massnahmen vor, die nach heutigem Wissen wenig bringen:
- llms.txt: In einer Auswertung von Server-Logs wurden 97 Prozent dieser Dateien nie abgerufen (Ahrefs, Juni 2026). Die Datei schadet nicht, bringt aber bisher keine Zitate.
- Schema-Markup für KI-Zitate: kein messbarer Effekt (Ahrefs, Mai 2026). Für Google bleibt es sinnvoll, wenn es zum sichtbaren Inhalt passt.
- Spezialdateien für Googles KI-Übersichten: braucht es laut Google nicht, weder neue Dateien noch besonderes Markup.
- Markdown-Fassungen jeder Seite und neue Agenten-Protokolle: Vorschläge, keine Standards. Für KMU-Websites ist heute kein Nutzen belegt.
- KI-Detektoren: zu unzuverlässig, um damit etwas zu belegen. Was zählt, ist eine dokumentierte redaktionelle Prüfung.
- Auf einen hohen Score hinarbeiten: Er misst Technik. Ob eine KI dich nennt, zeigt er nicht. Das Beispiel oben belegt es.
So läuft der Check ab
- Kurzprüfung (kostenlos): Du nennst uns die Adresse deiner Website. Innert zwei Arbeitstagen bekommst du eine Einschätzung per E-Mail: welche KI-Dienste wir gefunden haben und ob Hinweis und Datenschutzerklärung auf den ersten Blick passen.
- Gespräch (15 Minuten, nur wenn du willst): Wir gehen die Kurzprüfung am Telefon durch. Danach entscheidest du, ob du mehr willst.
- KI-Website-Check: vollständige Prüfung in drei Teilen (Recht, Zugang, Sichtbarkeit) mit schriftlichem Befund und einer Liste, was zu tun ist: jede Massnahme mit Nutzen, Aufwand und Beleg.
- Absicherung: Auf Wunsch setzen wir die Massnahmen um. Danach testen wir nach.
Was es kostet
- Kurzprüfung: kostenlos.
- KI-Website-Check: CHF 1’200 fix, exkl. MWST. Gibst du die Umsetzung innert drei Monaten nach dem Befund bei uns in Auftrag, ziehen wir die CHF 1’200 für den Check vollständig vom Preis der Umsetzung ab.
- Umsetzung: ab CHF 2’400, exkl. MWST.
- Betreuung: ab CHF 190 im Monat, exkl. MWST.
- Für Umsetzung und Betreuung bekommst du eine Offerte, sobald der Befund steht. Alle Stufen im Überblick: KI-Website-Check.
Warum dataloft
Wir bauen WordPress-Websites seit 2012 und betreiben KI selbst im Alltag. Mit rundum.dog betreiben wir eine
Wissensplattform rund um den Hund; dort laufen Texte durch eine KI-gestützte Redaktion mit menschlicher
Freigabe. Hermes, unser lokales Multiagenten-System, verteilt die Arbeit an verschiedene Modelle. Bei unserer
eigenen Arbeit verarbeiten vertrauliche Daten nur lokale Modelle auf unseren Rechnern. Die Technik, die wir bei dir prüfen, setzen wir
selbst ein.
Was wir nicht übernehmen
Wir sind Webentwickler und keine Anwaltskanzlei. Wir prüfen die Technik und liefern Formulierungsentwürfe,
zum Beispiel für den KI-Abschnitt deiner Datenschutzerklärung. Die verbindliche rechtliche Beurteilung bleibt
bei deiner Rechtsberatung. Unser Befund ist so aufgebaut, dass sie direkt damit weiterarbeiten kann.
Häufige Fragen
Wir haben keinen Chatbot. Lohnt sich der Check trotzdem?
Möglich. KI steckt auch in Übersetzungs-Plugins, Formular-Assistenten, Bildgeneratoren im Backend oder in eingebundenen Widgets von Drittanbietern. Die Kurzprüfung zeigt innert zwei Arbeitstagen, ob bei dir etwas läuft.
Müssen wir unseren Chatbot als KI kennzeichnen?
Besucher sollten beim ersten Kontakt erkennen, dass sie mit einer KI sprechen. Das leitet der EDÖB aus dem Datenschutzgesetz ab, und wo die EU-KI-Verordnung greift, verlangt es Art. 50 ausdrücklich. Ein klarer Satz in der Begrüssung des Chatbots reicht meist schon.
Gilt der EU AI Act für eine Schweizer Firma?
Er kann gelten, wenn die Ausgabe deines KI-Systems in der EU verwendet wird, etwa weil dein Chatbot Anfragen von Kundinnen aus Deutschland beantwortet. Ob das bei dir zutrifft, klären wir im Check und markieren es im Befund.
Braucht ihr Zugang zu unserem WordPress?
Für die Kurzprüfung nicht, dafür reicht die öffentliche Website. Für den vollständigen Check brauchen wir einen Lesezugang zum Backend, um Plugins und Einstellungen zu sehen.
Unsere Website ist nicht von dataloft. Geht der Check trotzdem?
Ja. Der Check funktioniert für jede WordPress-Website, egal wer sie gebaut hat. Die Umsetzung kannst du auch deiner bisherigen Agentur übergeben.
Nenn uns die Adresse deiner Website. Du hörst innert zwei Arbeitstagen von uns, per E-Mail. Ein Gespräch
gibt es nur, wenn du es willst.
Lieber direkt? info@dataloft.ch oder 052 511 05 05.
Stand: 25. Oktober 2026. Grundlagen: EDÖB, Mitteilung vom 8. Mai 2025; Datenschutzgesetz (DSG, SR 235.1), Art. 19; KI-Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 2 und 50, konsolidiert per 27. Juli 2026. Keine Rechtsberatung.