Bürohygiene ist ein Thema, das in den meisten Betrieben unter dem Radar bleibt. Es gibt Regeln – aber kaum jemand hält sich daran, und noch seltener fragt jemand sich selbst: «Ist meine Bürohygiene eigentlich in Ordnung?» Dabei sind Büros ohne gelebte Hygienekultur ein Paradies für Bakterien und Krankheitserreger (Quelle). Die ACROM hat sich angeschaut, was das konkret für Produktivität und Arbeitsklima bedeutet.
Beeinträchtigungen durch Unhygienische Büros
Fehlende Hygiene im Büro schlägt sich in drei Bereichen nieder: Effizienz, Wohlbefinden und Arbeitsklima. Alle drei hängen zusammen – und alle drei leiden, wenn niemand das Thema anspricht.
Bürohygiene verändert das Wohlbefinden
Wohlbefinden ist einer der stärksten Hebel für Leistung am Arbeitsplatz. Bürohygiene steht dabei an zweiter Stelle – gleich nach dem sozialen Miteinander. Wer sich vor dem Arbeitsplatz eines Kollegen ekelt, arbeitet weniger gerne mit dieser Person zusammen. Das ist kein Charakterproblem, das ist eine normale Reaktion.
Hinzu kommen die individuellen Wahrnehmungen: Was für eine Person noch ordentlich wirkt, ist für eine andere bereits grenzwertig. Interessant dabei – wer grundsätzlich weniger Wert auf Sauberkeit legt, fühlt sich trotzdem in einer sauberen Umgebung wohl. Umgekehrt gilt das nicht. Eine gewisse Grundsauberkeit, mit der sich alle arrangieren können, ist deshalb keine Frage des Komforts, sondern der Zusammenarbeit.
Bürohygiene und Auswirkung auf die Effizienz
Zeit ist in der Geschäftswelt knapp. Wer morgens erst den Arbeitsplatz freiräumen oder eine Kaffeetasse abwaschen muss, bevor er mit der Arbeit beginnen kann, verliert diese Zeit. Nicht dramatisch – aber täglich.
Nur den eigenen Tisch in Ordnung zu halten reicht nicht, wenn das Umfeld aus dem Rhythmus bringt. Druckerpapier, das niemand nachgefüllt hat. Ein Sitzungszimmer, das nach dem letzten Meeting noch voller Tassen steht. Solche Unterbrechungen stören nicht einmal, sondern immer wieder – und das zermürbt.
Streit unter Kollegen
Eine Kaffeetasse, die auf dem Tisch eines Kollegen vergessen wurde. Plötzlich gehört sie niemandem mehr. Dasselbe gilt für abgelaufene Artikel im Kühlschrank – mit dem Ablaufdatum ist auch der Besitzer weg. Jeder kennt diese Situationen.
Das Unangenehme daran: Es direkt ansprechen fühlt sich ruppig an, also sagt man lieber nichts. Genau das schädigt das Klima langfristig mehr als der ursprüngliche Vorfall.
Massnahmen
In kleinen Betrieben reicht meist eine klare Grundregel: Jeder räumt den eigenen Abfall weg und putzt am Freitagabend den Arbeitsplatz oberflächlich. Gemeinschaftsräume putzt, wer das Chaos verursacht hat. Geschirr kommt direkt in die Maschine – und wer sieht, dass sie voll ist, schaltet sie ein. Keine Diskussion, kein Putzplan notwendig.
Ab rund zehn Mitarbeitenden lohnt es sich, entweder eine Reinigungskraft einzusetzen oder einen internen Putzplan zu erstellen. So hat das Team den Kopf frei für die Arbeit – und Hygienefragen erledigen sich von selbst.
Bürohygiene bei der ACROM
Bei der ACROM gibt es glücklicherweise keine grossen Hygiene-Probleme. Freitags reinigt jede Person den eigenen Tisch, die Tastatur, die Maus und die Bildschirme. Tassen und Gläser sind Eigenverantwortung, den Geschirrspüler räumt aus, wer es sieht. Der Kühlschrank wird selten genutzt – und muss entsprechend selten geputzt werden. Streit über Sauberkeit? Bisher keiner.