Das Erstellen einer Webseite – und die Frage, in welcher Form – beschäftigt Unternehmen, sobald sie sich professionell im Internet präsentieren möchten. Eine Homepage gehört zum Business dazu, unabhängig davon, ob man aktiv im Onlinegeschäft tätig ist. Zwei Situationen machen die Wahl eines CMS (Content Management System) besonders dringlich.
Das Bedürfnis nach dem passenden CMS
Entweder du richtest deinen ersten Webauftritt ein – oder du bist mit dem bisherigen unzufrieden und suchst eine individuellere Lösung.
Der Markt an Möglichkeiten ist gross. Die folgenden Vergleiche einzelner Systeme sollen dir helfen, dich darin zu orientieren. Die Systeme sind unterschiedlich aufgebaut und decken verschiedene Einsatzgebiete und Interessenlagen ab.
Fünf Unterschiedliche CMS für verschiedene Bedarfe
Das sind die fünf CMS, die derzeit am weitesten verbreitet sind – jedes hat sich in seinem Bereich etabliert:
- TYPO3
- WordPress
- Pimcore
- Joomla
- Drupal
TYPO3
TYPO3 gehört zu den bekanntesten CMS – umfangreich, skalierbar und für fast jeden Anspruch geeignet. Du kannst mehrsprachige Versionen und komplexe Seitenstrukturen einrichten, ERP- und CRM-Systeme anbinden und Nutzungsrechte granular verteilen. Mehrere Domains lassen sich über ein gemeinsames Backend verwalten – interessant für mittelständische und grössere Unternehmen.
Die Komplexität hat ihren Preis: Die Einarbeitung dauert, Konfiguration und Wartung sind aufwändig. Auch die Hosting-Anforderungen sind höher als bei schlanken Alternativen. TYPO3 macht Sinn für grosse Unternehmensportale und E-Commerce-Plattformen, die auf eine langfristige Strategie setzen.
WordPress
WordPress dominiert den CMS-Markt – weltweit läuft rund die Hälfte aller Websites auf diesem System, unter den CMS-Installationen macht es etwa ein Drittel aus. Als Open-Source-Anwendung profitiert es von einer aktiven Community und einem riesigen Plugin-Ökosystem. Webseiten lassen sich damit sehr individuell gestalten und jederzeit erweitern. Rechteverwaltung ist unkompliziert.
Für kleine bis mittelständische Unternehmen ist WordPress eine solide Wahl. Zwei Einschränkungen: Jede Domain braucht eine eigene Installation, und viele Plugins bremsen die Schnelligkeit.
Primcore
Pimcore ist eine Open-Source-Alternative mit einer übersichtlichen Oberfläche – was die Bedienung erleichtert. Das CMS ist modular aufgebaut: Du kannst alle vier Module nutzen oder nur die, die du brauchst. Zur Auswahl stehen Product Information Management, Digital Asset Management, Web Content Management und Omni-Channel-E-Commerce.
Weil Pimcore noch weniger verbreitet ist als die grossen Platzhirsche, ist es für Angreifer weniger interessant – ein Sicherheitsvorteil. Die Kehrseite: Die Community ist kleiner, Hilfe bei Problemen schwerer zu finden. Du solltest entweder technisch versiert sein oder einen Dienstleister einplanen. Für Onlineshop-Betreiber mit vielen Produkten und Wachstumsplänen ist Pimcore besonders interessant.
Joomla
Joomla ist aus Mambo hervorgegangen und liegt mit dem Fokus auf dynamischen Inhalten. Mehrere tausend Plugins und Templates sind verfügbar – die Auswahl wächst laufend, die Community gleich mit. Das sichert guten Support.
Was gegen Joomla spricht: Es ist komplex, die Einarbeitung dauert entsprechend länger. Die Rechteverwaltung ist umständlich, und Updates brauchen vergleichsweise viel Zeit. Wer mittelgrosse Webseiten mit moderatem Individualisierungsbedarf betreibt, ist mit Joomla gut bedient.
Drupal
Drupal ist eine schlanke CMS-Lösung – strukturell klar, einfach zu bedienen und für Community-Webseiten gut geeignet. Für Einsteiger ist das ein echter Vorteil. Mit zusätzlichen Modulen lässt sich das System erweitern.
Der Nachteil liegt in der Kompatibilität: Die internen Module stehen in komplexen Abhängigkeiten zueinander, was Drupal fehleranfälliger macht und die Fehlersuche erschwert. Kleine bis mittelgrosse Community-Webseiten sind hier in ihrem Element.
Welches CMS passt zu dir?
Die Wahl ist weniger trivial, als es auf den ersten Blick wirkt. Drei Faktoren machen sie schwierig:
- der eigene individuelle Anspruch passt (noch) nicht zum jeweiligen CMS – oder umgekehrt
- eigene Anpassungen sind ohne externe Hilfe nicht umsetzbar
- die Ansprüche ändern sich mit der Zeit und erfordern einen CMS-Wechsel
Trifft einer dieser drei Punkte auf dich zu? Wir helfen dir gerne weiter.
Mit unserer Beratung unterstützen wir dich bei der Wahl des passenden CMS und beim vollständigen Aufbau deiner Website – sowie bei allen künftigen Anpassungen.