Google Features 2026: Was sich bei Suche, Chrome, Maps & Fotos verändert

Geschrieben von
Miriam Schäfer
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Google verändert seine Produkte derzeit schneller denn je. Neue KI-Funktionen werden direkt in bekannte Dienste wie die Google-Suche, den Chrome-Browser, Google Maps und Google Fotos integriert. Rund um das KI-System Gemini wird deutlich, wohin sich Google entwickeln möchte: weg von der klassischen Suchmaschine, hin zu einem KI-gestützten Assistenten. Wir werfen einen Blick auf die neuesten Google Features, die seit Beginn des Jahres ausgerollt, getestet oder erweitert werden.

Nutzungslimits in Gemini sollen kommen

Funktionen rund um Bild-, Audio- und Videoerstellung benötigen enorme Rechenleistung – und genau das wirkt sich zukünftig offenbar stärker auf die Nutzung aus.

Der GoogleWatchBlog berichtete, dass bei ersten Nutzern Hinweise auf neue „Usage Limits“ aufgetaucht seien. (Link zum Originalartikel: GoogleWatchBlog: Google will Nutzung der KI-Generatoren wohl einschränken, Limits zeigen sich) In den dortigen Screenshots ist gut zu sehen, dass ein neuer Menübereich den aktuellen Verbrauch des verfügbaren Kontingents anzeigt.

Die Limits scheinen vor allem rechenintensive KI-Funktionen (wie etwa die Videoerstellung mit Gemini Omni) zu betreffen. Welche konkreten Grenzen künftig gelten oder ob so etwas auch für normale Chat-Anfragen kommt, ist aktuell noch nicht bekannt.

Trotzdem zeigt sich ein Trend, der die gesamte KI-Branche betrifft: Die modernen Systeme werden leistungsfähiger, gleichzeitig steigen aber die technischen Anforderungen und Betriebskosten. Deshalb setzen immer mehr Anbieter auf Limits, Priorisierung oder gestaffelte Nutzungsmodelle.

Prompts in Chrome speichern: Neue „Skills“ für wiederkehrende Workflows

Zu den neuen Google Features gehört ein Konzept, das den Umgang mit KI-Prompts vereinfachen soll: „Skills“. Hiermit kannst du Eingaben/Anfragen an die KI speichern, um sie später mit einem Klick wiederzuverwenden.

Skills lassen sich direkt aus dem Chatverlauf heraus erstellen. Ist ein Prompt etwa besonders hilfreich, kannst du ihn speichern und später erneut nutzen, ohne ihn neu eingeben zu müssen.

Auf dem offiziellen Blog findest du mehr Informationen über das Google Feature „Skills“: https://blog.google/products-and-platforms/products/chrome/skills-in-chrome/

Der Unterschied zu normalen KI-Anfragen? Skills sind nicht einfach nur gespeicherte Texte. Da sie kontextbezogen im Browser funktionieren und sogar mehrere Tabs gleichzeitig auswerten können, kannst du mit ihnen komplette wiederverwendbare Workflows erstellen, Produkte über mehrere Shops hinweg vergleichen oder ganze Webseiten analysieren, strukturieren und zusammenfassen lassen.

Skill manuell über das Menü erstellen

Es gibt zwei Möglichkeiten, Skills zu speichern, abzurufen und zu verwalten. Eine davon ist das manuelle Speichern übers Menü.

  1. Öffne die Gemini-Seitenleiste in Chrome
  2. Klicke ins Eingabefeld
  3. Tippe ein „/“ (Slash)
  4. Wähle die Option „Skill hinzufügen“
  5. Es öffnet sich ein Fenster, in dem du:
    1. einen Namen vergibst (z. B. „Zusammenfassung“ oder „Preisvergleich“)
    2. den Prompt einfügst oder formulierst
  6. Danach speicherst du den Skill

Skill aus einem bestehenden Chatverlauf erstellen

Oft entsteht ein guter Skill erst im laufenden Gespräch mit Gemini. Das ist die zweite Möglichkeit, einen Skill zu erstellen und zu speichern:

  1. Du nutzt Gemini ganz normal im Browser
  2. Wenn ein Prompt gut funktioniert hat, gehst du im Chatverlauf darauf zurück
  3. Direkt unter deiner Eingabe erscheint die Option „Diesen Prompt als Skill speichern“
  4. Anklicken, benennen, speichern

Gespeicherte Skills erneut aufrufen

Sobald ein Skill gespeichert ist, kannst du ihn jederzeit erneut nutzen:

  1. Öffne Gemini in Chrome
  2. Klicke ins Eingabefeld
  3. Tippe „/“ (Slash) oder nutze das „+“-Symbol
  4. Es öffnet sich deine Skill-Liste
  5. Wähle den gewünschten Workflow aus

Gemini führt den gespeicherten Prompt dann automatisch aus, inklusive Bezug zur aktuell geöffneten Webseite oder ausgewählten Tabs.

Neue Google Features in Fotos & Maps: „Ask“

Neben Änderungen in der Google-Suche und Chrome erweitert Google auch zwei weitere zentrale Dienste um neue KI-Funktionen: Google Fotos und Google Maps. Beide erhalten mit Ask Photos und Ask Maps eine deutlich stärkere Integration von Gemini, wodurch sich Inhalte nicht mehr nur durchsuchen, sondern auch kontextuell „anfragen“ lassen.

Ask Fotos: Bilder mithilfe KI in Google Fotos durchsuchen

Mit Ask Photos verfolgt Google einen neuen Ansatz im Bereich der Bildverwaltung. Die Idee: Statt durch Alben zu scrollen oder nach Stichwörtern zu suchen, können Nutzer ihre Fotosammlung mit natürlichen Fragen durchsuchen. Die KI erkennt dabei Inhalte in Bildern, kombiniert sie mit Metadaten und ermöglicht so eine deutlich intuitivere Suche innerhalb der persönlichen Fotobibliothek.

Beispiele für komplexe Bildsuche-Anfragen wären etwa:

  • Wann habe ich das letzte Mal (oder zum ersten Mal) Urlaub am Meer gemacht?
  • Zeige mir Bilder von meinen Hunden bei Spaziergängen im Schnee.
  • Was habe ich in den letzten Jahren zum Geburtstag an Essen serviert?

Ask Maps: Google Maps wird zum KI-Reiseassistent

Mit Ask Maps entwickelt sich Google Maps von einer klassischen Navigations-App zu einem interaktiven, KI-gestützten Assistenten. Laut offiziellen Informationen von Google wird die Funktion direkt in Maps integriert und basiert auf Gemini-Modellen, die natürliche Sprache verstehen und komplexe Standortfragen beantworten können. (Quelle: https://blog.google/products-and-platforms/products/maps/ask-maps-immersive-navigation/)

Statt wie bisher einzelne Suchbegriffe einzugeben (z.B. „Café Zürich“) kannst du künftig in Maps ganze Fragen stellen, wie etwa:

  • Welche Route zu X hat unterwegs gute Stopps für eine kurze Kaffeepause?
  • Wo kann ich mein Handy laden, während ich einkaufe?
  • Gibt es einen Sportplatz, der lange geöffnet hat und abends beleuchtet ist?

Die KI greift dabei auf umfangreiche Maps-Daten zurück und kombiniert sie mit Bewertungen, Orten, Routeninformationen und Kontextdaten.

Ein zentraler Vorteil ist die Suche per Konversation direkt in der App: Ergebnisse werden nicht nur als Liste angezeigt, sondern als direkt nutzbare Empfehlung inklusive Karte oder Route.

Keine Lust auf KI? Gemini aus der Google-Suche entfernen

Mit der zunehmenden Integration von KI-Funktionen in die Google-Suche rückt Gemini direkt in den Suchergebnissen immer stärker in den Vordergrund. Antworten werden nicht mehr nur als klassische Linkliste angezeigt, sondern durch KI-generierte Zusammenfassungen ergänzt oder ersetzt.

Während ein Teil der Nutzer die schnelleren Antworten schätzt, möchten andere bewusst wieder zur „klassischen“ Google-Suche ohne KI-Zusammenfassungen zurück.

Einen Schalter, um Gemini innerhalb der Google-Suche komplett zu deaktivieren, gibt es zwar nicht. Aber mit ein paar Tricks kannst du die klassische Suchansicht wiederherstellen.

„-noai“ als Suchparameter

Wenn du direkt in Google suchst, kannst du deiner Eingabe einfach den Zusatz „-noai“ hinzufügen.

Beispiel: Suchparameter -noai

Ich habe den direkten Vergleich gemacht und den Suchbegriff einmal mit und einmal ohne -noai eingegeben. Ohne den Zusatz kommt als erster Treffer die sog. Gemini AI Overview. Mit dem Zusatz erscheint das klassische Ranking, ganz ohne KI-Antworten.

Tags: Features & FunktionenGoogleUpdates & Releases
Über die Autor:in

Miriam Schäfer

Social Media und redaktionelle Inhaltspflege rundum.dog seit April 2026. Schreibt für dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, Social-Media-Trends und KI-Themen.

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