Google hat gerade seine Hotel-Buchungsseite veröffentlicht – ein Dienst, der direkte Buchungen von Hotelzimmern ermöglicht.
Dass das kommt, war absehbar. Google beschäftigt sich schon länger mit Hotelbuchungen, und wer bereits eine Flugbuchungsseite betreibt, dem fehlt zum vollständigen Reise-Stack eigentlich nur noch die Unterkunft.
In einem Blogbeitrag stellte Google eine Reihe neuer Funktionen in Google Flights and Hotels vor. Bei der Flugsuche erscheint neu die Preisübersicht – bisher nur für Urlaubsreisen im Vorjahr verfügbar. Das Tool zeigt, ob du für ein Ticket zu viel zahlst, ein gutes Angebot hast oder einen Durchschnittspreis bezahlst.
Auf der neu gestarteten Hotelbuchungsseite funktioniert das analog: Du siehst, ob der Preis für dein ausgewähltes Hotel ein Angebot ist – und wie er im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Häusern in der Umgebung abschneidet.
Bist du bereit zu buchen, klickst du auf «Ein Zimmer buchen». Von dort geht es entweder direkt zum Hotel, zu einem Drittanbieter – oder du buchst direkt bei Google. Der Filter «Angebote» nutzt maschinelles Lernen, um Hotels hervorzuheben, bei denen einer oder mehrere Partner Preise anbieten, die deutlich unter dem üblichen Niveau für dieses Haus oder vergleichbare Häuser in der Nähe liegen.
Für Hotels.com und Booking.com ist das ein unangenehmer Schritt. Beide dürften geglaubt haben, den Markt ausreichend gesichert zu haben. Tatsache ist: Wer Reiseinformationen sucht – Ziele, Immobilienbewertungen, Preisvergleiche – landet ohnehin bei Google. Flüge und Unterkünfte lassen sich jetzt auch dort buchen.
Der entscheidende Vorteil von Google: ein riesiger Fundus an Reisedaten, der personalisierte Empfehlungen ermöglicht, die OTAs so nicht haben. Ob das den Wettbewerb langfristig verschiebt, wird sich zeigen – aber die Ausgangslage für die bestehenden Anbieter ist deutlich schlechter geworden.