Von 301 bis 503: HTTP-Statuscodes für Broken Links erklärt mit Lösungen

Geschrieben von
Miriam Schäfer
Linkbuilding, Finger zeigen auf Broken Links

Broken Links sind Hyperlinks auf einer Webseite, die nicht mehr funktionieren oder ungültig sind. Klickt jemand auf einen solchen Link, landet er statt beim gewünschten Ziel auf einer Fehlerseite mit einem Fehlercode. Das schadet der Nutzererfahrung und kann die SEO-Rankings drücken. Deshalb lohnt es sich, Broken Links regelmässig zu prüfen und zu beheben. Damit du die Funktionalität deiner Webseite und die Zufriedenheit deiner Besucher sicherstellst, haben wir eine Anleitung mit den wichtigsten Kennziffern für Broken Links zusammengestellt – inklusive Hilfestellung zur Fehlerbehebung.

Von Statuscodes zu Broken Links

Statuscodes und Broken Links sind zwei verschiedene Konzepte, die beide mit der Kommunikation zwischen Client und Server zusammenhängen.

Der Statuscode ist die numerische Kennung, die ein Webserver als Antwort auf eine HTTP-Anfrage zurücksendet. Er zeigt, ob die Anfrage erfolgreich war, ob die Ressource gefunden wurde und ob der Server sie ausliefern konnte – kurzum: was auf der anderen Seite passiert ist.

Ein Broken Link ist ein Hyperlink, der nicht mehr funktioniert, weil die verlinkte Ressource nicht mehr erreichbar ist. Mögliche Ursachen: gelöschte Seiten, verschobene Dateien, fehlerhafte URLs oder Serverprobleme.

Wer auf einen Broken Link klickt, landet auf einer Fehlerseite – dort taucht dann der entsprechende HTTP-Statuscode auf.

Als Webseitenbetreiber hilft es, den Zusammenhang zwischen beiden zu kennen: Du weisst dann nicht nur, dass etwas nicht funktioniert, sondern auch warum.

Broken Links auf Ihrer Webseite erkennen

Um defekte Links zu finden und auszuwerten, gibt es verschiedene Methoden und Tools.

Eine manuelle Prüfung ist möglich – du rufst deine Webseite als Besucher auf und klickst dich durch alle internen und externen Links. Zeitaufwändig und wenig effizient.

Sinnvoller sind spezialisierte Tools: Sie listen alle Broken Links auf einmal auf und zeigen dazu den jeweiligen Statuscode. Die Auswahl ist gross. Häufig genutzte Beispiele: die Google Search Console (liefert Berichte über Crawl-Fehler), Online-Dienste wie https://brokenlinkcheck.com/ sowie Browser-Erweiterungen, die defekte Links direkt markieren.

In diesem Beitrag liegt der Fokus auf der Fehlerbehebung – also dem, was du tust, nachdem du die Broken Links und ihre Statuscodes identifiziert hast.

Schon gewusst? In unserem Wiki findest du ebenfalls ausführliche Erklärungen zu allen möglichen HTTP-Statuscodes.

301 Moved Permanently

Die angeforderte Ressource wurde dauerhaft an eine neue URL verschoben.

Das ist kein Fehlercode im klassischen Sinne, sondern ein Umleitungscode. Eine Seite wurde verschoben – der zugehörige Link muss auf die neue URL zeigen, sonst entsteht ein Broken Link. Der durchschnittliche Besucher sieht den 301-Code in der Regel nicht direkt: Die 301-Weiterleitung läuft im Hintergrund und führt automatisch zur neuen Seite.

302 Found / Moved Temporarily

Die angeforderte Ressource wurde vorübergehend an eine neue URL verschoben.

Ähnlich dem 301, aber temporär. Prüfe, ob die Umleitung noch nötig ist oder ob die ursprüngliche Ressource wieder verfügbar ist. Link gegebenenfalls aktualisieren.

400 Bad Request

Die Anfrage des Clients ist fehlerhaft oder nicht verstanden worden.

Der 400 hat verschiedene Ursachen. Häufig ist die angeforderte URL nicht korrekt formatiert – fehlende Zeichen, zusätzliche Leerzeichen oder ungültige Sonderzeichen. Manchmal liegt es an der Server- oder Anwendungskonfiguration, die eigentlich gültige Anfragen als fehlerhaft wertet.

Prüfe die URL auf Fehler und unerlaubte Zeichen. HTTP-Tester-Tools helfen dabei, die Anfrage manuell zu testen und liefern detaillierte Fehlermeldungen. Serverprotokolle geben ebenfalls Hinweise, warum eine Anfrage zurückgewiesen wurde.

403 Forbidden

Der Zugriff auf die angeforderte Ressource ist verboten.

Besucher brauchen die nötigen Berechtigungen. Gibt es Lese- oder Zugriffseinschränkungen auf einer Ressource, wird die Anfrage abgewiesen. Stelle sicher, dass Nutzer die erforderlichen Zugriffsrechte haben – und verlinke nicht auf Seiten, die zwar du aufrufen kannst, deine Besucher aber nicht.

404 Not Found

Die angeforderte Ressource wurde nicht gefunden.

Der Klassiker unter den Broken Links: Die verlinkte Seite oder Datei existiert nicht mehr. Prüfe den Link und entscheide: aktualisieren (wenn die Ressource an anderer Stelle existiert) oder entfernen (wenn sie veraltet ist und nicht mehr existiert).

429 Too Many Requests

Zu viele Anfragen innerhalb eines festgelegten Zeitraums.

Der 429 zeigt, dass der Client zu viele Anfragen in zu kurzer Zeit gesendet hat. Server setzen diesen Code ein, um Ressourcen zu schützen oder Rate Limits durchzusetzen.

Auf der eigenen Webseite: Sende nicht zu viele Anfragen gleichzeitig an deinen Server. Verteile Änderungen über einen längeren Zeitraum – statt alle Links auf einmal zu aktualisieren, reicht eine tägliche Änderung. Caching reduziert ausserdem wiederholte Serveranfragen.

Bei Verlinkungen auf externe Webseiten: Überlaste den Ziel-Server nicht. Halte dich an die Rate Limits der jeweiligen Seite. Wenn du eine API nutzt oder häufig Anfragen sendest, implementiere eine Backoff-Strategie: kurze Pause nach einem 429, dann weitermachen. Effizientere Abfragemethoden helfen, die Gesamtzahl der Anfragen zu reduzieren.

500 Internal Server Error

Ein allgemeiner Serverfehler ist aufgetreten und die Anfrage konnte nicht bearbeitet werden.

Die Ursachen sind vielfältig: Fehler in der Serverkonfiguration oder in der Webanwendungsprogrammierung.

Auf der eigenen Webseite: Prüfe, ob alle Servereinstellungen korrekt konfiguriert sind und keine Konflikte vorliegen. Untersuche die Webseite auf Programmierfehler – fehlerhafte Skripte oder ungültige Anfragen können den Server überlasten. Wenn du die Ursache nicht findest, wende dich an den technischen Support deines Webhosting-Anbieters.

Bei Verlinkungen auf externe Webseiten: Prüfe, ob die Zielseite selbst Serverprobleme hat. Falls möglich, informiere die Betreiber über den Fehler. Solange der 500-Fehler dort besteht, verwende alternative Links.

503 Service Unavailable

Der Server ist vorübergehend nicht verfügbar.

Der 503 zeigt, dass der Server vorübergehend keine Anfragen bearbeiten kann – wegen Überlastung, Wartungsarbeiten oder anderer temporärer Probleme.

Auf der eigenen Webseite: Überprüfe Serverlast und Ressourcennutzung. Wartungsarbeiten normalisieren sich nach Abschluss meist von selbst – dennoch lohnt es sich, die Serverkonfiguration zu kontrollieren. Wichtig: Informiere deine Besucher transparent über die Nichtverfügbarkeit und nenne eine geschätzte Zeit bis zur Wiederherstellung.

Bei Links auf externe Webseiten: Verwende alternative Quellen, bis die Zielseite wieder erreichbar ist.

Tags: FehlerbehebungWebentwicklung
Über die Autor:in

Miriam Schäfer

Social Media und redaktionelle Inhaltspflege rundum.dog seit April 2026. Schreibt für dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, Social-Media-Trends und KI-Themen.

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