SelbststÀndige, kleine Unternehmen und MittelstÀndler verspielen Chancen durch einen schlechten Internetauftritt. Dabei ist es heute einfacher denn je, die eigene Sichtbarkeit zu verbessern.
Wer hat sich nicht schon mal ĂŒber die schlechte Webseite seines Zahnarztes oder eines Handwerkers gewundert â oder darĂŒber, dass gar keine existiert. Viele SelbststĂ€ndige und kleinere Unternehmen ĂŒberlassen ihren Wettbewerbern das Feld: Sie werden online nicht gefunden, oder potenzielle Kunden verlassen die Webseite genervt wieder. Dabei war es noch nie so unkompliziert, eine gute OnlineprĂ€senz aufzubauen und zu pflegen.
Das Ărtliche hat gemeinsam mit der Search & Information Industry Association (SIINDA) 190.000 deutsche Webseiten untersucht und wichtige Faktoren identifiziert, mit denen kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen ihre Sichtbarkeit erhöhen können. Das ist vielen dringend zu raten, denn die Ergebnisse der Untersuchung aus 2018 sind ernĂŒchternd: Bei 95 Prozent der Webseiten findet sich Optimierungsbedarf. Fast 60 Prozent weisen sogar eklatante MĂ€ngel auf.
Die Probleme sind technischer und inhaltlicher Art. Lesbarkeit auf unterschiedlichen EndgerĂ€ten ist ein Grundpfeiler â und trotzdem haben viele das noch nicht umgesetzt. Ist diese HĂŒrde genommen, wollen Nutzer schnell erkennen, was angeboten wird und ob das Angebot fĂŒr sie passt. Stattdessen wird nicht selten RĂ€tselraten betrieben: Konkrete Informationen sind kaum zu finden. Die wenigsten haben dafĂŒr Geduld.
Schnelle Ladezeiten und klare Inhalte gewinnen
Neben ansprechenden und unkomplizierten Inhalten ist die schnelle Ladezeit einer Webseite zentral. Sie ist um ein Vielfaches wichtiger als das Design. Wer hat nicht schon mal abgebrochen, wenn zuerst eine Animation sekundenlang lĂ€dt, bevor man zum eigentlichen Inhalt gelangt. 20 Prozent der Nutzer klicken weg, wenn die Seite sich nicht innerhalb von drei Sekunden aufgebaut hat. Die Konversionsrate sinkt mit jeder zusĂ€tzlichen Sekunde â und ist die Webseite auf dem Smartphone langsam, verschlechtert das zusĂ€tzlich das Google-Ranking.
@ Das Ărtliche und die Search & Information Industry Association (SIINDA)Neben schnellen Ladezeiten ist eine ĂŒbersichtliche Struktur ein wichtiges Merkmal erfolgreicher Websites. Sitemaps können dabei helfen, finden sich aber nur auf weniger als der HĂ€lfte der analysierten Webseiten.
Veraltet und nicht gesichert
MĂ€ngel zeigten sich auch bei der AktualitĂ€t. 42 Prozent der Webseiten wurden binnen eines ganzen Jahres nicht aktualisiert. Obwohl viele Handel betreiben, bieten nur fĂŒnf Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen einen Onlineshop an.
Ebenfalls ausbaufĂ€hig: Nur 43 Prozent der KMU-Websites sind mit SSL gesichert. Skeptische Nutzer registrieren das â Suchmaschinen behandeln diese Seiten ebenfalls nachrangig.
Und obwohl Suchmaschinen Webseiten mit Videos höher ranken, fehlt bei 92 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen jedes Bewegtbild. Nur ein Drittel nutzt Google Analytics zur Optimierung.

WordPress ist mit Abstand die meistgenutzte Software-Lösung. Solche Programme machen es leicht, Inhalte selbst zu aktualisieren â ohne externe Hilfe â und bringen Suchmaschinenoptimierung gleich mit.

Social Media ist fĂŒr viele noch ein Fremdwort
Am hĂ€ufigsten findet sich bei Handwerkern Optimierungsbedarf, aber auch die Gesundheitsbranche macht besonders viele Fehler bei ihrer InternetprĂ€senz. Gastronomen fĂŒhren hingegen das Feld an â sie sind auch am hĂ€ufigsten in Social Media aktiv.
Die ĂŒberwiegende Mehrheit lĂ€sst die Möglichkeiten jedoch ungenutzt. Empfehlenswert ist die Kombination: Social Media und eigene Webseite. So macht man sich nicht abhĂ€ngig von Plattformen und Algorithmen, nutzt aber die Reichweite von Social Media, um Sonderaktionen und saisonale Themen zu streuen.

Die eigene Webseite bleibt der zentrale Dreh- und Angelpunkt eines erfolgreichen Online-Marketings. Wer hier einige Grundregeln beachtet, erhöht seine Sichtbarkeit und gewinnt neue Kunden.
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