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SEO Text: Ist das Kunst oder kann das weg?

Geschrieben von
Miriam SchÀfer
SEO Text

SEO-, also fĂŒr Suchmaschinen optimierte Texte, gelten teilweise als mit bis zur Unleserlichkeit vollgestopfte Keyword-Schleudern – und damit als qualitativ minderwertig. Stimmt das wirklich? Ist ein SEO Text zwangslĂ€ufig schlechter lesbar? Schau dir diesen Beitrag an und finde es selbst heraus.

Was macht einen SEO Text aus?

Ein auf SEO (Search Engine Optimization) ausgerichteter Text soll die Auffindbarkeit in Suchmaschinen erhöhen. Die Webseite, die den Text veröffentlicht, bekommt im besten Fall eine gute Position im Ranking.

Mehrere Faktoren ordnen einen Text mehr oder weniger eindeutig in die Kategorie SEO ein:

  • SEO lĂ€uft ĂŒber das Setzen von Schlagwörtern (Keywords). Keywords bestehen entweder aus einzelnen Wörtern oder aus ganzen SĂ€tzen.
  • Ein SEO-Text enthĂ€lt einzelne Überschriften und AbsĂ€tze.
  • SEO kommt ohne Linkbuilding nicht aus.
  • Alt-Attribute fĂŒr Bilder tragen manchmal ebenfalls SEO-Werte.
  • Die TextlĂ€nge beeinflusst die SEO-Wertung massgeblich.

Von Keyword-Stuffing und -Kannibalismus

Ein wesentlicher Grund, warum SEO-Texte vielerorts verschrien sind: Keyword Stuffing. Das Dokument ist so vollgestopft mit Schlagwörtern, dass die Lesbarkeit leidet.

Damit komme ich zum Kern meiner Aussage: Dass ausnahmslos jede Person einen hochwertigen Text erstellen kann, ist ein GerĂŒcht. Es gibt sehr viele ausgezeichnete Autorinnen und Autoren – keine Frage. Einen guten SEO Text zu schreiben, ist und bleibt trotzdem eine Kunst.

Ich werde hier nicht zu viele Geheimnisse ĂŒber das Autorentalent verraten. Zum Thema SEO sei nur gesagt: Ich setze in meinen Texten lieber auf Keyword-Kannibalismus als auf Stuffing.

Die Lesbarkeit hat immer oberste PrioritÀt!

Kommen wir zur Lesbarkeit. Schreibende, die ihren Fokus allein auf Keywords setzen, verwechseln ihre Texte offenbar mit WDF-IDF-Werken. WDF, ausgeschrieben «Within Document Frequency», steht fĂŒr die Wortgewichtung innerhalb eines Textes.

FĂŒr ausschweifende, fachliche und erklĂ€rende Texte finde ich dieses Vorgehen in Ordnung. Wenn ich in einem Lexikon nach einem Begriff suche, stört es mich nicht, ihn in unterschiedlicher Satzbildung immer wieder zu lesen. In einem Artikel – Paradebeispiel Blog-Beitrag – sind mir zu viele Keywords schlicht ein Dorn im Auge.

Lesbarkeit und SEO-Wertung in Texten vereinen

Und genau darin besteht die besagte Kunst. Um eine solide Kombination aus Lesbarkeit und SEO-Wertung zu erreichen, mĂŒssen die jeweils geltenden Faktoren berĂŒcksichtigt werden. Die Bewertungskriterien liste ich nachfolgend auf. Zur Info: Ich beziehe die Werte aus dem CMS WordPress und dem Plugin Yoast SEO (Premium).

Lesbarkeits-Bewertung

  • Aktive SĂ€tze sind tausendmal besser als passive. Die «Aktivierung» beim Satzbau erfolgt etwa ĂŒber die Umformulierung von Verben in Nomen. WordPress liefert als Beispiel: statt «Ich werde von meiner Mutter umarmt» die aktive Alternative «Meine Mutter umarmt mich».
  • Wiederholungen sind zu vermeiden – das gilt fĂŒr einzelne Wörter genauso wie fĂŒr SĂ€tze oder Satzteile. DafĂŒr gibt es die ganzen schönen Synonyme.
  • Die LĂ€nge macht’s: Nicht nur der SEO Text im Ganzen, auch SatzlĂ€nge und AbsatzlĂ€nge spielen eine Rolle. Gute Autorinnen und Autoren schaffen eine Kombi aus ausfĂŒhrlichen und knackig kurzen SĂ€tzen.
  • ZwischenĂŒberschriften unterteilen einen Text klar. Sie geben einen Vorausblick auf den nĂ€chsten Inhalt – und regen im Idealfall zum Weiterlesen an.

SEO-Wertung

  • Auch hier kommt die TextlĂ€nge zum Tragen. WordPress (bzw. das Plugin) hĂ€lt Texte unter 300 Wörtern fĂŒr den Aufwand nicht wert. Ich sehe das genauso.
  • SEO-Titel, Meta-Beschreibung und Permalink: Diese drei Felder sind dazu da, vor allem die Keywords unterzubringen.
  • Ein Bild mit Alt-Attribut erzielt eine gute SEO-Wertung, wenn es das Keyword bzw. die Keyword-Phrase enthĂ€lt.
  • Interne und ausgehende Links: Ein Text bekommt eine bessere SEO-Wertung, wenn darin ein paar Links vorhanden sind. Interne Links verweisen auf die eigene Website, ausgehende auf externe Seiten.

Was bleibt – und warum SEO-Texte fĂŒr Menschen entstehen

Dieser Teil fĂ€llt mir ĂŒbrigens immer am schwersten. Ich könnte jetzt noch endlos ĂŒber SEO-Kriterien und TextqualitĂ€t sinnieren. Welche Grösse wĂ€hle ich fĂŒr einzelne Überschriften? Wie lang darf ein Kapitel sein? Habe ich alles gesagt? Wahrscheinlich nicht.

Ich gebe meine SEO-Infos in die Felder des Plugins ein, um eine Bewertung zu erhalten. Mein Text hat eine LĂ€nge von insgesamt 891 Wörtern und enthĂ€lt das Keyword «SEO Text» 14 Mal. Die Wortdichte ist damit mehr als akzeptabel. 3 meiner H2- und H3-Überschriften spiegeln das Thema des Artikels wider. Die Keyphrase steht nicht nur im Titel, sondern auch an dessen Anfang – und ist zusĂ€tzlich im Permalink enthalten. Die Verteilung ist gleichmĂ€ssig. Es gibt eine kleine Einleitung, und auch dort findet sich das Keyword.

Niemand ist perfekt: Ich habe heute keine externen Links gesetzt. Sowohl die LĂ€nge meiner Meta-Beschreibung als auch des SEO-Titels sind zu kurz. Genau an dieser Stelle liegt ein weiteres Geheimnis vom guten Schreiben: PrioritĂ€ten setzen. Solange die Lesbarkeit auf «grĂŒn» steht, darf die SEO-Ampel auch mal orange aufleuchten. Trotzdem erhĂ€lt mein heutiges Werk eine ebenso grĂŒne SEO-Wertung.

Eines noch zum Schluss: Als freie Texterin fĂŒr dataloft richten sich meine Werke – genau wie mein Auftraggeber – an echte Menschen und nicht nur an computerisierte Suchmaschinen. Ich möchte nicht bloss trocken informieren; ich hoffe, dass meine Texte Gefallen finden. Auf der Teamseite von dataloft findest du mich als Kontakt, wenn du mir dein Feedback mitteilen möchtest.

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Über die Person

Miriam SchÀfer

Erstellt und betreut Fachinhalte fĂŒr dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, KI und digitalen Trends. Verantwortlich fĂŒr Content, Redaktion und Social Media bei rundum.dog.

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