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Neue Google-Bildersuche: Experten warnen vor Abmahnungen

Seit Februar ist die neue Google-Bildersuche auch in der Schweiz verfĂŒgbar und kann von Jedermann genutzt werden. Einige Funktionen scheinen aber mit dem Urheberrecht zu kollidieren. Experten warnen deshalb vor Abmahnungen.

Geschrieben von
Roger Klein
bild von der Google Bilder suche

Seit Februar ist die neue Google-Bildersuche auch in der Schweiz verfĂŒgbar. Einige Funktionen kollidieren aber offenbar mit dem Urheberrecht – und Abmahnungen sind laut Experten keine Drohkulisse, sondern realistisches Risiko.

Abmahnungen durch neue Funktionen der Google-Bildersuche

Konkret problematisch sind zwei Neuerungen: Bilder werden jetzt in Originalgrösse angezeigt – ohne Urhebervermerk. Und per Klick lassen sie sich direkt speichern oder ĂŒber gĂ€ngige soziale Netzwerke teilen.

google bilder teilen — Neue Google-Bildersuche: Experten warnen vor AbmahnungenDie umstrittene „Teilen“-Funktion der neuen Google-Bildersuche.

FĂŒr Webseitenbetreiber ist das kein Kleinkram: Nutzer können Bilder jetzt in Originalgrösse direkt in der Bildersuche ansehen – ohne die eigentliche Webseite zu besuchen. Google ersetzt damit den Klick zur Quelle und wird selbst zum Content-Anbieter. Klicks und Views gehen verloren.

Wer ein Bild ohne Zustimmung des Urhebers teilt, riskiert eine Abmahnung – möglicherweise auch eine Busse. Dass das ĂŒberhaupt ein Thema ist, wissen die wenigsten Nutzer.

Deutsche VerbÀnde versuchen das Ruder zu drehen

Neun deutsche VerbĂ€nde haben kĂŒrzlich einen offenen Brief an Google geschickt. Die Forderung: Google solle „zu einer rechtskonformen Suchanzeige von Bildern zurĂŒckkehren und insbesondere die Blow-up- und Teilen-Funktion entfernen“.

Brian Scheuch, Rechtsreferendar beim Heise-Verlag, hat die rechtliche Lage analysiert – und kommt zu einem ernĂŒchternden Ergebnis. Da Google Bilder nun in Originalgrösse zeigt und eine Weiterleitung zum Rechteinhaber damit entfĂ€llt, ist unklar, ob die bisher angenommene implizite Einwilligung der Urheber ĂŒberhaupt noch greift.

Besonders heikel: die Teilen-Funktion. Wer auf den Teilen-Button klickt, teilt nur einen Link zur Google-Bildersuche mit stark vergrössertem Bild – nicht zur Originalseite. Scheuch sieht darin eine „öffentliche ZugĂ€nglichmachung“, die den Nutzer in die Haftung nehmen kann. Im schlimmsten Fall droht eine Abmahnung. Erschwerend: Diesen Button haben nicht die Rechteinhaber eingebaut, sondern Google selbst.

FĂŒr Webseitenbetreiber: Die Google-Bildersuche und robots.txt

Ob die neue Bildersuche tatsĂ€chlich gegen das Urheberrecht verstösst, ist noch nicht abschliessend geklĂ€rt. Möglicherweise wird die Einwilligung der Rechteinhaber daraus abgeleitet, dass sie von der Bildersuche wissen und sich dagegen schĂŒtzen könnten – es aber nicht tun.

Der einzige technische Schutzweg fĂŒhrt ĂŒber die robots.txt: Damit lĂ€sst sich Google davon abhalten, die eigene Webseite zu indexieren. Der Preis dafĂŒr ist hoch – die Seite verschwindet aus den Suchergebnissen.

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Themen: Google

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Über die Person

Roger Klein

GeschĂ€ftsfĂŒhrer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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