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Suchmaschinen in der Schweiz und der Welt

Geschrieben von
Roger Klein
Google Suche

Erstmals erschienen im Mai 2019, im Oktober 2026 neu geschrieben.

In der Schweiz laufen rund vier von fĂŒnf Suchanfragen ĂŒber Google. 2019 stand an dieser Stelle noch eine Zahl ĂŒber 95 Prozent. Dazwischen liegen ein paar Jahre, in denen Bing zugelegt hat und in denen die Suche mit KI dazugekommen ist.

Marktanteile in der Schweiz

Die Zahlen stammen von StatCounter, Stand September 2026, alle GerÀte zusammen:

  • Google: 80,2 %
  • Bing: 12,1 %
  • Yahoo: 2,6 %
  • Yandex: 1,9 %
  • DuckDuckGo: 1,7 %
  • Ecosia: 1,3 %

StatCounter misst Seitenaufrufe auf Websites, die seinen ZÀhler eingebaut haben. Das ist eine Stichprobe, keine VolkszÀhlung. Die Reihenfolge stimmt, die Stelle nach dem Komma solltest du nicht zu ernst nehmen.

Was die Tabelle nicht zeigt: Fragen, die jemand direkt an ChatGPT oder einen anderen KI-Assistenten stellt, tauchen darin nicht auf.

Wer eigentlich sucht: der Index dahinter

Viele Suchmaschinen sehen eigenstÀndig aus, holen ihre Resultate aber bei einem der Grossen. Einen eigenen Index des Webs aufzubauen ist teuer, darum gibt es nur wenige davon.

  • Google und Bing haben je einen eigenen, weltweiten Index.
  • Yahoo und DuckDuckGo beziehen ihre Webresultate zum grossen Teil von Bing.
  • Startpage zeigt Resultate von Google, ohne deine Anfrage mit deiner Person zu verknĂŒpfen.
  • Brave Search und Mojeek haben einen eigenen Index.
  • Ecosia und Qwant bauen seit 2025 gemeinsam einen europĂ€ischen Index auf. Ein Teil der Anfragen wird schon daraus beantwortet, der Rest kommt weiterhin von Partnern.

FĂŒr dich als Website-Betreiber heisst das: Wer bei Google und Bing sauber erfasst ist, wird auch von den meisten anderen gefunden.

Alternativen zu Google

Bing ist die Nummer zwei und auf Windows-Rechnern mit dem Browser Edge voreingestellt. Das erklĂ€rt einen guten Teil des Marktanteils, gerade in BĂŒros.

DuckDuckGo speichert keine SuchverlÀufe und zeigt allen dieselben Resultate. Werbung richtet sich nur nach dem Suchbegriff.

Startpage kommt aus den Niederlanden und eignet sich fĂŒr alle, die Googles Resultate wollen, aber nicht Googles Profilbildung.

Ecosia aus Berlin steckt seine Gewinne in den Klimaschutz, zum grössten Teil in Baumprojekte, und legt seine Finanzen monatlich offen.

Qwant kommt aus Frankreich und setzt auf Datenschutz nach europÀischem Recht.

Swisscows ist ein Schweizer Anbieter aus dem Thurgau. Nach eigenen Angaben verzichtet er auf Nutzerprofile und filtert Gewalt und Pornografie grundsÀtzlich heraus.

Brave Search stammt vom Hersteller des Browsers Brave, lÀsst sich aber in jedem anderen Browser nutzen.

MetaGer wird von einem deutschen Verein betrieben. Seit September 2024 gibt es die Suche nur noch gegen Bezahlung, nachdem der Werbepartner weggefallen ist.

Kagi verlangt ein Abo und zeigt dafĂŒr keine Werbung. Ein Nischenangebot, aber eines mit treuen Nutzern.

Zwei SpezialfĂ€lle: search.ch ist fĂŒr die Schweiz weniger Websuche als Telefonbuch, Fahrplan und Karte. WolframAlpha rechnet Antworten aus Daten aus und liefert keine Seitenliste.

Ausserhalb Europas sieht die Welt anders aus. In Russland fĂŒhrt Yandex, in China Baidu, in SĂŒdkorea ist Naver stark. FĂŒr eine Website mit Schweizer Kundschaft spielen sie kaum eine Rolle.

Suchen mit KI

Die grösste VerÀnderung seit 2019 ist eine neue Art von Antwort.

In Google selbst. Seit MĂ€rz 2025 zeigt Google in der Schweiz ĂŒber vielen Resultaten eine Â«Ăœbersicht mit KI»: ein paar SĂ€tze, die mehrere Seiten zusammenfassen, mit Links zu den Quellen. Seit Oktober 2025 gibt es zusĂ€tzlich den KI-Modus, in dem du nachfragen kannst wie in einem GesprĂ€ch.

In Assistenten. ChatGPT, Perplexity, Copilot und andere durchsuchen bei Bedarf das Web und formulieren daraus eine Antwort. Viele Leute stellen dort Fragen, die sie frĂŒher in eine Suchmaschine getippt hĂ€tten.

Zwei Dinge solltest du dabei wissen. KI-Antworten können falsch sein, auch wenn sie sicher klingen. Schau dir die verlinkten Quellen an, wenn es auf die Antwort ankommt. Ausserdem lesen viele Leute nur noch die Zusammenfassung und klicken nicht mehr auf die Seite, von der sie stammt.

Was das fĂŒr deine Website bedeutet

  • Google bleibt der wichtigste Zugang. Die Search Console zeigt dir, mit welchen Suchbegriffen deine Seiten erscheinen.
  • Bing nicht vergessen. Bei den Bing Webmaster Tools kannst du deine Website ebenfalls anmelden. Der Aufwand ist klein, und Bing beliefert mehrere andere Suchmaschinen mit.
  • Klare Aussagen schreiben. Eine KI-Antwort zitiert SĂ€tze, die fĂŒr sich allein verstĂ€ndlich sind. Wie das geht, steht im Beitrag ĂŒber SEO, AEO und GEO.
  • Nicht fĂŒr jede Suchmaschine einzeln optimieren. Eine Seite, die eine Frage sauber beantwortet und technisch in Ordnung ist, funktioniert ĂŒberall.
Themen: KennzahlenSuchmaschine

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Über die Person

Roger Klein

GeschĂ€ftsfĂŒhrer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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