Wir bei dataloft haben uns schon immer gefragt, welcher Browser für die Webseitenentwicklung am meisten taugt. Ich habe die gängigen Kandidaten unter die Lupe genommen und ihre Funktionen verglichen. Bei uns kann jeder den Browser einsetzen, der am besten zu ihm passt. Manche schwören auf Firefox, andere bleiben bei Chrome. Die Browser von Microsoft kommen meist nur fürs Testing zum Einsatz.
Ich selbst bin vor Kurzem von Chrome zu Firefox Developer gewechselt. Die Vorteile in den Arbeitsabläufen waren schnell spürbar. Was die einzelnen Browser leisten und wo sie in der Webentwicklung punkten, zeigt dieser Artikel.
Liste der besten Browser 2018
1. Mozilla Firefox
2. Google Chrome
3. Opera
4. Microsoft Edge
5. Microsoft Internet Explorer
Google Chrome
Mit Chrome hat Google einen erweiterbaren, effizienten Browser gebaut, der seinen Platz an der Spitze der Webprogramm-Rankings verdient. Laut Browser-Trendanalyse von w3schools steigen die Nutzerzahlen weiter – trotz wachsender Edge-Installationen. Der Grund liegt auf der Hand: Chrome läuft plattformübergreifend stabil, braucht wenig Bildschirmfläche und bleibt für die meisten Entwicklerinnen und Entwickler der Referenz-Browser.
Nicht ohne Schwächen allerdings. Chrome gehört zu den ressourcenhungrigsten Browsern überhaupt. Auf Maschinen mit wenig RAM merkt man das deutlich, und in Benchmarks schneidet er nicht immer besser ab als die Konkurrenz.
Beim Thema Sicherheit treibt Google HTTPS konsequent voran. Künftige Versionen werden noch klarer kennzeichnen, wenn eine Website keine HTTPS-Verschlüsselung nutzt – mit dem Ziel, den Standard im ganzen Web durchzusetzen.
Wie Firefox unterstützt Chrome passwortfreie Anmeldungen via WebAuthn – entweder als vollständiger Passwort-Ersatz oder als zweiter Faktor. Dazu kommen Verbesserungen für Web-App-Entwicklerinnen und -Entwickler: konsistentere Erlebnisse über verschiedene VR-Headsets und die Möglichkeit, Sensor-Inputs wie Umgebungslicht oder Beschleunigungsmesser des Geräts direkt abzufragen.
Firefox und Developer modus
Firefox hat das grösste Update seit 13 Jahren bekommen – und es hat gereicht, um den Browser an die Spitze unserer Liste zu setzen.
Der Mozilla-Browser war schon immer für Flexibilität und Erweiterungen bekannt. In den Jahren vor Quantum hatte er bei der Geschwindigkeit aber spürbar gegenüber Chrome verloren. Mit der Quantum-Version, die erstmals im vergangenen Jahr erschien, wurde die gesamte Codebasis überarbeitet. Das Ergebnis: Geschwindigkeiten auf Chrome-Niveau – und das nicht nur auf High-End-Maschinen. Der neue Firefox geht sparsam mit Arbeitsspeicher um, auch bei vielen offenen Tabs.
Beim Datenschutz sammelt Firefox ebenfalls Punkte. Mozilla ist gemeinnützig und hat schlicht keinen Anreiz, Nutzerdaten zu verkaufen. Das Unternehmen liefert regelmässig Updates zum Schutz der Privatsphäre – in einer Zeit, in der der Umgang mit persönlichen Daten zunehmend unter die Lupe genommen wird. Zuletzt hinzugekommen: passwortfreie Anmeldungen und das automatische Blockieren von Werbetrackern.
Für Entwicklerinnen und Entwickler ist Firefox Developer die am besten konfigurierte und ausgebaute Option.