Zoom, doch nicht so gut und sicher?

Geschrieben von
Roger Klein
Zoombombing

Dank Home-Office durch Corona ist Zoom wohl die Software mit den meisten Neukunden weltweit. Dieses Wachstum macht eine Software-Firma angreifbar. Inzwischen stürzen sich Cyberkriminelle und Datenschützer darauf. Laut der IT-Sicherheitsfirma Check Point Research wurden seit Jahresbeginn über 1’700 neue Domains registriert, die das Wort Zoom enthalten. Ein Viertel davon soll allein in der Woche vom 11. bis 18. März eingerichtet worden sein. Mindestens vier Prozent sollen Malware enthalten.

Trotz Homeoffice-Zwang mussten wir alle miteinander verbunden bleiben. Entsprechend gross war der Andrang auf Videokonferenzsysteme wie Teams, Skype und Zoom. Die New York Times berichtete, dass Zoom in den Fokus US-amerikanischer Datenschützer geraten ist. Dazu kommen immer mehr Angriffe von Cyberkriminellen auf das System.

Bekannt wurde auch, dass Zoom Daten an Facebook weitergab — angeblich ohne eigenes Wissen. Nach massiver öffentlicher Kritik entfernte Zoom das verantwortliche Facebook-SDK aus der iOS-Version. Die Datenschutzbestimmungen hatten keinen Hinweis darauf enthalten. Wegen der bisherigen Lücken in Datenschutz und Sicherheit hat sich der New Yorker Generalstaatsanwalt eingeschaltet.

In einem Brief an Zoom verlangten die Behörden genaue Auskunft darüber, welche Sicherheitsanstrengungen Zoom unternommen hat, um den vielen neuen Nutzern echten Schutz zu bieten — besonders beim Thema Privatsphäre. Der Generalstaatsanwalt bezog sich dabei auf das sogenannte Zoombombing: Internettrolle wählen sich mit anstössigen Fotos oder anderen unangenehmen Inhalten in fremde Zoom-Konferenzen ein.

Gegenüber Business Insider erklärte Zoom, dem Büro des Generalstaatsanwalts die entsprechenden Auskünfte erteilen zu wollen. In einem Statement liess das Unternehmen wissen, dass es die Privatsphäre, die Sicherheit und das Vertrauen seiner Nutzer sehr ernst nehme.

Datenschutz ist gerade im Homeoffice sehr wichtig

Die Behörde wies zudem auf ihre Bedenken hin, dass Hacker und Cyberkriminelle sich unerlaubten Zugriff auf die Webcams der Zoom-Nutzer verschaffen könnten.

Cyberkriminelle nutzen aber auch die Popularität anderer Dienste — etwa Google Classroom — um Nutzer auszuspähen oder mit Malware zu infizieren.

Prüf deshalb immer genau, auf welche Internetseite du gelangst und was du installierst. Frag lieber einmal mehr nach oder informier dich bei deiner IT-Abteilung.

Tags: DatenschutzTools
Über die Autor:in

Roger Klein

Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

→ Wir

Hat dich der Artikel ins Grübeln gebracht?

Wir besprechen sowas gerne im Erstgespräch — schreib uns oder ruf an. Unverbindlich, persönlich, in der Regel innerhalb von 24 Stunden werktags.

→ Direkt zum Kontakt

Wenn du gleich noch was Grösseres anschauen willst

rundum.dog — unsere Hunde-Wissensplattform.

Die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform. Unser Eigenprojekt, unser Live-Beweis. Mit ca. einer Million Sessions pro Monat, eigenem KI-Plugin auf Anthropic-API und 17 Custom Post Types.

→ rundum.dog ansehen

Schreib uns oder ruf an.
Wir antworten in der Regel innerhalb von 24 Stunden werktags.

Roger Klein
Geschäftsführer
E-Mail
info@dataloft.ch
Telefon
+41 52 511 05 05
Adresse
dataloft GmbH · Rietweg 1 · 8506 Lanzenneunforn TG