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Die „robots.txt“ richtig verstehen und nutzen – nicht nur bei Google

Roger Klein · 25. September 2020 · 2 Min. lesen

Was ist die robots.txt überhaupt genau?

Die robots.txt hilft dem Webmaster – neben anderen Instrumenten – dabei, das Crawling von Suchmaschinen zu steuern. Diese Textdatei muss im Root-Verzeichnis einer Domain oder Subdomain abgelegt sein. Sie erlaubt es, einzelnen Bots den Zugriff zu verwehren oder bestimmte Verzeichnisse auf dem Server zu sperren.

Schlüsselbegriffe sind „Allow“ und „Disallow“ – zum Freigeben und Sperren von Verzeichnissen. Der „User-Agent“ bezeichnet die Bots, auch Crawler genannt, also etwa den Googlebot, BingBot oder Yandex Bot. Mit dem Sternchen * sprichst du alle Verzeichnisse oder alle Bots auf einmal an. Verbindlich sind die Anweisungen übrigens nicht – sie sind eine Empfehlung, keine Pflicht.

Wozu Änderungen an der robots.txt?

Neben der robots.txt gibt es weitere Möglichkeiten, Crawling und Indexierung zu beeinflussen: die Noindex-Anweisung in den Meta-Tags, Canonical Tags und die Einstellungen in der Google Search Console. Ziel ist es, Suchmaschinen bestimmte Inhalte vorzuenthalten und das Crawl- und Index-Budget optimal zu nutzen.

Bei grossen Nachrichtenseiten oder Webshops kann eines dieser Budgets knapp werden. Unnötige Duplikate vermeiden, hochwertige Inhalte in technisch sauberer Form bereitstellen – das bleibt die Grundregel. Neue Rahmenbedingungen bringen manchmal den Wunsch mit sich, die Gesamtkonfiguration anzupassen und auch den Inhalt der robots.txt zu ändern.

Problem Google Cache: Aktualisierung nicht in Echtzeit

Die Datei mit einem Text-Editor wie Notepad++ bearbeiten, abspeichern und per FTP-Programm wie Filezilla hochladen – für einen erfahrenen Webmaster kein Problem. Die Syntax kann im Einzelfall aber knifflig sein, weil die Reihenfolge der Anweisungen je nach Bot unterschiedlich interpretiert wird.

Orientiere dich am Marktführer Google: Dessen Bot prüft zuerst alle „Allow“-Einträge, dann die „Disallow“-Einträge. Andere Bots lesen einfach von oben nach unten. Dazu kommt ein Phänomen, das Gary Illyes – damals führender Mitarbeiter bei Google – im Juli 2020 auf Twitter bestätigte: Die alte robots.txt-Datei bleibt bis zu einem Tag im Google Cache. Die Crawling-Bedingungen ändern sich also nicht sofort.

Aktualisierung des Google Cache möglich

Das Cache-Phänomen ist ärgerlich und sorgt manchmal für Verwirrung. Du kannst die Erneuerung aber forcieren – allerdings nur in der alten Version der Google Search Console, über den robots.txt-Tester. Dort informierst du Google über den Button „Senden“ darüber, dass die Datei gerade aktualisiert wurde. Laut Gary Illyes verkürzt das die Wartezeit.

Roger Klein Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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