Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung sind Gastbeiträge eine verbreitete Methode für Linkbuilding. Konkret: ein werbelastiger Artikel erscheint auf einem externen Blog, darin ein Link zur eigenen Website. Jahrelang war das gang und gäbe. Dann hat Google seine Richtlinien verschärft – und die Praxis ist seither deutlich weniger attraktiv.
Gastbeiträge und Backlinks im Zuge von SEO
Kommerzielle Gastbeiträge dienten vor allem drei Dingen: neue Backlinks aufbauen, Traffic steigern, Zielgruppen ausweiten. Der Blog-Betreiber bekam frischen Content, der Gast-Autor einen Link. Beide profitierten.
Meistens floss eine Gebühr – manchmal auch nicht. Was sich aber geändert hat: Google ahndet das Setzen von Links zu Werbezwecken, weil sie für Nutzende irreführend sind.
Links im Kontext eines Gastartikels müssen deshalb entweder auf «nofollow» oder «sponsored» gesetzt werden. «nofollow» gibt es schon seit Jahren – es kennzeichnet alle Links, die nicht redaktioneller Natur sind. Ziel von Google: verhindern, dass werbelastige Links in Blogs, auf profitorientierten Seiten und in Kommentarspalten weiter das Ranking verzerren.
Viele dieser Links wurden automatisch erzeugt und hatten grossen Einfluss auf das Suchmaschinenranking. Es reichte eine grosse Menge an Backlinks von Seiten mit hohem PageRank – schnelle Ranking-Vorteile waren die Folge.
Gewerbliche Gastbeiträge und deren Einschätzung durch Google
Lange betrachtete Google nur gekaufte Backlinks als klaren Verstoss gegen die Webmaster-Richtlinien. Inzwischen hat der Marktführer das Ziel, Link-Spam breiter zu erkennen. Auch unbezahlte Links in Gastbeiträgen können jetzt zu schlechterem Ranking führen.
Das bedeutet: Beim Linkbuilding via Gastbeiträge ist das Attribut «nofollow» oder «sponsored» Pflicht. Solche Links ignoriert Google – ähnlich wie bei Wikipedia. Gastbeiträge taugen damit fürs Linkbuilding nur noch begrenzt. Die generierten Links verbessern das Ranking der verlinkten Seiten kaum noch.
Was Gastbeiträge heute noch leisten
Gastbeiträge waren lange eine brauchbare Methode, um mehr Nutzende zu erreichen und als neue Kunden zu gewinnen. Angesichts der aktuellen Google-Richtlinien zu Gastbeiträgen stellt sich aber die Frage, ob das Schreiben solcher Artikel überhaupt noch lohnt. Wer Gastbeiträge ausschliesslich fürs Linkbuilding nutzt, für den erübrigt sich das Vorgehen.