Die Farbpsychologie begegnet uns in vielen Lebensbereichen. Aus der Mode sind Farben gar nicht wegzudenken. Farben machen dabei nicht nur Kleider und somit Leute, sondern auch Logos. Was ist im Bereich Webdesign im Trend? Gibt es allgemeingültige Regeln für die Farbwahrnehmung? Wir finden es heraus.
Logo Farben stehen für Subtext
In der Linguistik steht Subtext für eine zusätzliche Bedeutungsebene. Diese extra Ebene ist nicht textuell zu verstehen — sie lässt sich in vielerlei Form zu einer Kernaussage hinzufügen. Das Verständnis eines Subtexts ist immer individuell: es kommt auf die Interpretation des jeweiligen Empfängers an.
Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten. Die Farbwahrnehmung in der Psychologie verrät uns viel darüber. Persönliche Vorzüge, Lieblingsfarben und die Assoziation mit eigenen Erinnerungen spielen eine Rolle — ebenso der kulturelle Hintergrund.
Farben und ihre Bedeutung
Bei der Auswahl von Logo Farben setzen Marketer oft auf bekannte psychologische Aspekte. Eine Auflistung lässt sich daraus erstellen — als «Pauschalrezept» taugt sie aber nicht.
Rottöne in den Logo Farben
Unter die Rottöne fallen auch Abstufungen wie Orange. Kaum eine Farbe vereint Gegensätze so gut wie Rot: Sie steht für Warnung und potenzielle Gefahr — erregt gleichzeitig aber auch Aufmerksamkeit.
Das beruhigende Blau
Blaue Farbe wirkt allgemein beruhigend. Sie steht für Frische und erzeugt das Gefühl von Verbundenheit — auch für Empathie und Vertrauen ist Blau ein beliebtes Mittel im Logodesign. Kein Zufall, dass Unternehmen wie Facebook, PayPal oder Intel genau darauf setzen. Die Farbwahl wiederholt sich dabei quer durch alle Branchen.
Der Klassiker: Schwarz
Ob Schwarz wirklich als Farbe zählt, ist umstritten — in Logos setzt es sich trotzdem durch, vor allem in der Schrift. Schwarz steht für Unnahbarkeit, aber auch für Seriosität. Oft schwingt das Gefühl von Trauer mit: Schwarz ist die Farbe, die auf Beerdigungen getragen wird.
Braune Logo Farben
Braune Farbe wird im Logodesign selten eingesetzt. Die erste Assoziation ist oft Schmutz. Dabei gehört Braun auch zu den natürlichen Farben — damit lässt sich eine Verbundenheit zur Natur signalisieren.
Grüne Autorität
Grün steht für weit mehr als «nur» Natur: nämlich für Hoffnung. Psychologisch stärkt Grün das Selbstvertrauen und steht für Stabilität. Wer auf Nachhaltigkeit setzt, macht mit grünen Logo Farben kaum etwas verkehrt — Starbucks, Tropicana oder Microsoft mit dem XBOX-Logo machen das vor.
Pinke Logo Farben
Dass Pink nicht zwangsläufig für Naivität steht, beweist die Telekom — wobei die korrekte Bezeichnung dort «Magenta» lautet. Pinke Logos verbinden wir ausserdem oft mit femininen Aspekten wie Fürsorge. Dreht man die Naivität in Richtung Kreativität, ist das pinke Logo gar nicht mehr abwegig.
Das graue Gähnen
Grau steht für Neutralität, schafft Distanz und vermittelt ein wenig Gleichgültigkeit. Dass es auch anders geht, hat Apple mit seinem grauen Apfel-Logo bewiesen. Aus Grau lässt sich mehr machen: Silber ist eine weit beliebtere Wahl in Markenlogos und steht für Erfolg und Leistungswillen.
Das fröhliche Gelb
Auf weissem Hintergrund ist Gelb mit Vorsicht zu geniessen — die Abstufungen von Weiss zu Gelb verlaufen fliessend, sodass das Auge mitunter Schwierigkeiten hat und die Farbe als aggressiv wahrnimmt. Allgemein steht Gelb für Heiterkeit. Wer verbindet gelbe Logos nicht mit Sommer, Sonne und Urlaub?
Die richtigen Farben für Ihr Logo Design
Gleich vorneweg: Die richtige oder falsche Farbe für dein Markenlogo gibt es nicht. Dank technischer Fortschritte stehen heute Tausende von Farbpaletten mit diversen Abstufungen und gestalterischen Möglichkeiten zur Verfügung.
Abhängig von der Zielgruppe macht es aber Sinn, sich mit der Psychologie der Farben und deren Wirkung auseinanderzusetzen. Während jüngere Generationen oft von knalligen Farben angelockt werden, bevorzugen ältere manchmal ruhigere, sattere Töne. Bei der Auswahl kann dich zum Beispiel ein Blick in entsprechende Umfragen inspirieren.