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Malware tauscht die Google-Suchergebnisse gegen Bing-Ergebnisse

Geschrieben von
Roger Klein
Google Bing Logos

App Stores, Sicherheitsmassnahmen und Restriktionen machen es Malware zunehmend schwer, auf den Rechner oder das Smartphone zu gelangen. Wenn es trotzdem klappt, entsteht hĂ€ufig grosser Schaden – fĂŒr Nutzende oder immer öfter auch fĂŒr Werbenetzwerke. Jetzt ist eine neue Malware fĂŒr macOS aufgetaucht, die sich bislang nur durch ein kurioses Verhalten zeigt: Sie tauscht Google-Suchergebnisse stillschweigend gegen Bing-Ergebnisse aus.

Malware kann auf viele Arten Schaden anrichten: GerĂ€te unbrauchbar machen, Daten löschen, Lösegeldzahlungen erpressen oder Zugangsdaten abgreifen. Das ist allerdings aufwendig und wenig lukrativ. Deswegen konzentrieren sich viele Entwickler darauf, eigene Werbebanner einzuschleusen – in erfolgreichen FĂ€llen mehrere Millionen Dollar pro Monat.

Die Sicherheitsforscher von AiroAV haben nun eine neue macOS-Malware entdeckt, deren Verhalten zunĂ€chst rĂ€tselhaft wirkt: Sie nistet sich ĂŒber ein aufwendiges Prozedere im Safari-Browser ein und manipuliert die Google-Suchergebnisse. Dabei werden keine verdĂ€chtigen Links eingefĂŒgt – die Ergebnisse werden einfach durch jene von Bing ersetzt. Optische Anpassungen sorgen dafĂŒr, dass das kaum auffĂ€llt.

Technisch lĂ€uft das ĂŒber einen iframe: Die Bing-Suchergebnisse werden direkt in die Google-Websuche eingebunden und ersetzen dort die eigentlichen Algorithmus-Ergebnisse. Wer sehr genau hinschaut, merkt es vielleicht an QualitĂ€tsunterschieden oder fehlenden Google-Elementen – aber ohne gezielten Vergleich bleibt der Austausch unsichtbar.

Was die Entwickler damit bezwecken, ist unklar. Vermutlich ist es ein Test dafĂŒr, wie sich kĂŒnftig andere Inhalte – etwa Links auf Werbeseiten – einschleusen lassen. AiroAV hat bisher keine Hinweise gefunden, dass neben Bing-Ergebnissen weitere Inhalte eingefĂŒgt wurden. Um den Austausch ĂŒberhaupt zu ermöglichen, greift sich die Malware die macOS-Zugangsdaten und installiert ein eigenes Root-Zertifikat.

Betroffen ist derzeit nur Safari unter macOS – die Methode dĂŒrfte aber auf jedem anderen Betriebssystem genauso funktionieren. Apple untersucht bereits, wie sich solche Angriffe kĂŒnftig verhindern lassen.

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Über die Person

Roger Klein

GeschĂ€ftsfĂŒhrer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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