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Sind Websites mit mehreren Unterseiten besser als viele Einzelwebsites – OnePager?

Geschrieben von
Roger Klein
strategische SEO positionierung

Wer eine Website aufbaut, entscheidet frĂŒher oder spĂ€ter: eine einzige Seite, viele kleine Auftritte – oder doch eine HauptprĂ€senz mit Unterseiten? Suchgigant Google hat sich dazu geĂ€ussert. Die Antwort ist weniger eindeutig, als sie klingt – aber es gibt eine klare Tendenz.

Weniger Content ist nicht gleich mehr Content

Inhalte landen auf einer Website entweder direkt auf der Startseite oder verteilt auf Unterseiten. Wie viele davon existieren, liegt beim Inhaber. Im Web gibt es deshalb zahlreiche Einzelauftritte desselben Besitzers – jeder fĂŒr ein anderes Thema, eine andere Kampagne, ein anderes Produkt.

Beim Thema SEO stellt sich dabei regelmĂ€ssig die Frage: Ist es besser, Inhalte unter einer starken Domain zu bĂŒndeln – oder auf mehrere eigenstĂ€ndige Auftritte zu verteilen? Die Suchmaschinenoptimierung allein gibt darauf keine verbindliche Antwort. Es existiert aber die Empfehlung, bestehende Inhalte aus mehreren PrĂ€senzen zusammenzufĂŒhren und ihre StĂ€rken zu bĂŒndeln. Ob Einzelwebsites ohne Verlinkungen oder eine grosse Website mit Unterseiten besser performen: Das hĂ€ngt vom Kontext ab.

Gutes Ranking bei Google fĂŒr Einzelseiten?

Im Webmaster-Hangout vom 12. November diskutierte Google konkret die Frage, ob One Pager – also Ein-Seiten-Webauftritte – gute Rankingchancen haben. Voraussetzung war dabei: Die Themen auf diesen Einzelwebsites werden inhaltlich ordentlich abgehandelt. DĂŒnne Seiten mit wenig oder irrelevanten Informationen standen nicht zur Debatte.

Johannes MĂŒller von Google bestĂ€tigte: Einzelwebseiten können durchaus gut ranken. Gegen PrĂ€senzen, die aus nur einer einzigen Seite bestehen, gibt es grundsĂ€tzlich nichts einzuwenden. MĂŒller betonte jedoch auch, dass es deutlich einfacher ist, eine Website schrittweise aufzubauen und sie ĂŒber die Zeit mit neuen Inhalten zu fĂŒllen. Eine einzige Seite, die kaum Informationen bietet, wird schlicht weniger besucht.

Eine zusĂ€tzliche Einzelwebsite zur HauptprĂ€senz ist laut MĂŒller legitim – wenn sie einen klar definierten Zweck erfĂŒllt. Eine Landing Page fĂŒr ein Event oder eine Werbekampagne zum Beispiel. Generell empfiehlt er aber: auf eine bestehende Website aufbauen, statt fĂŒr jedes Vorhaben einen neuen Auftritt aus dem Boden zu stampfen.

Interessante Inhalte fĂŒr hohen Traffic

MĂŒller fĂŒhrte weiter aus: Eine stabile WebprĂ€senz, die ĂŒber Zeit gewachsen ist, hat einen entscheidenden Vorteil. Besucher kennen die Seite bereits, wissen dass die Inhalte dort interessant sind – und kommen wieder. Das erhöht den Traffic organisch.

Eine Hauptseite mit mehreren Unterseiten erleichtert zudem das Ranking. Die einzelnen Bereiche sind intern verlinkt, ĂŒber eine saubere Navigation erreichbar. Crawler finden sich leichter zurecht und erreichen alle Inhalte. Bei Einzelwebsites ist das wesentlich schwieriger: Verlinkungen zwischen Auftritten sind aufwĂ€ndig, und der Besucher bekommt nicht alle relevanten Informationen auf einmal.

Im Zweifelsfall immer nur eins

MĂŒller hat diese Position ĂŒber die Jahre konsistent vertreten: lieber weniger Websites, dafĂŒr substanziell aufgebaut und laufend gepflegt. Mit seiner EinschĂ€tzung zum Ranking von Einzelauftritten bestĂ€tigte er frĂŒhere Aussagen. Wer unsicher ist – eine Hauptseite mit vielen Unterseiten oder viele kleine EinzelprĂ€senzen – sollte sich fĂŒr weniger, aber umfassendere Webseiten entscheiden. Das ist im Zweifelsfall die bessere Wahl.

Klein und informationsreich

MĂŒllers Empfehlungen spiegeln die allgemeine Haltung von Google wider. Wenige Seiten eignen sich vor allem fĂŒr neue PrĂ€senzen – aber nur, wenn sie sich inhaltlich klar voneinander unterscheiden. Wer eine Hauptseite mit Unterseiten betreibt, sollte diese zunĂ€chst klein und strukturiert halten.

Die tatsĂ€chliche Anzahl der Unterseiten hĂ€ngt von den vorhandenen Kategorien und Unterkategorien ab. Bei einem neuen Auftritt lohnt es sich, mit wenigen Seiten anzufangen. Viele Seiten erschweren es Google, den individuellen Mehrwert jeder einzelnen Page zu erkennen – was direkte Auswirkungen auf das Ranking der gesamten PrĂ€senz hat. Sind keine signifikanten Unterschiede zwischen Seiten erkennbar, sollten sie zusammengefasst werden.

Thin Content wird zu grossem Inhalt

MĂŒllers weitere Empfehlungen betreffen sogenannten Thin Content. Bieten einzelne Unterseiten kaum unterschiedliche Inhalte – etwa Produktseiten fĂŒr Artikel derselben Farbe oder desselben Designs – ist der individuelle Mehrwert schlicht zu gering. Solche Seiten sollten zu wenigen, dafĂŒr umfangreichen Seiten zusammengefasst werden. Der Besucher bekommt mehr, und die resultierenden Seiten haben deutlich bessere Rankingchancen.

Wer mit der Webseite auf gutes Ranking und hohen Traffic abzielt, sollte Thin Content konsequent vermeiden. Sind kleine Seiten mit wenig Inhalt wirklich nötig, sollten sie sparsam eingesetzt werden – als Ausnahme, nicht als Regel.

Themen: ContentGoogleRankingWebseite

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Über die Person

Roger Klein

GeschĂ€ftsfĂŒhrer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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