Trotz eines Anstiegs von 207 % seit 2014 taugt Snapchat nicht für jede Marke als Werbekanal – das zeigt eine Studie von Universal McCann.
Das Problem liegt nicht bei der App selbst, sondern bei der Zielgruppe, die sie erreicht. Snapchat gehört zu den meistgenutzten Apps im App Store – aber hauptsächlich von Teenagern.
Konkret: 35 % der 16- bis 19-Jährigen öffnen die App täglich, fast so viel wie bei Instagram. Bei den 20- bis 29-Jährigen sind es noch 10 %. Danach wird die Zahl rasch kleiner. Wer Zielgruppen ab 20 Jahren ansprechen will, kommt mit Snapchat kaum weit.
Laut Studie hat das mehrere Gründe. Der einstige USP – die Story, die nach 24 Stunden verschwindet – ist längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Instagram, Facebook und WhatsApp können das mittlerweile auch. Für Über-20-Jährige spricht deshalb wenig dafür, neben Instagram und Facebook noch eine weitere App zu installieren, die dieselben Funktionen bietet. Was bleibt, sind Geofilter und Lenses – Hasen-Ohren, Hunde-Nase, das kennt man.
Instagram um einiges interessanter für Influencer
Das gleiche Bild zeigt sich bei Influencern. Instagram bietet heute deutlich mehr Möglichkeiten, um für Produkte oder Marken zu werben: grössere Reichweite, Backlinks, Verlinkungen auf andere Kanäle. Das kann Snapchat nicht mithalten – und erklärt, warum sich Influencer mehrheitlich auf Instagram bewegen.
Damit stellt sich für Unternehmen vor jeder Entscheidung dieselbe Frage-Trias:
- Passt die Plattform zur Marke?
- Erreiche ich meine Zielgruppe?
- Ist mein Content für diese Plattform geeignet?
Wer alle drei mit Ja beantwortet, kann Snapchat durchaus einsetzen. Junge, dynamische Marken mit einer Kernzielgruppe zwischen 16 und 19 Jahren finden hier eine echte Nische. Allerdings verlangt die App tägliches Bespielen – Snapchat verzeiht keine Lücken.
Die vollständige Studie gibt es hier zum Nachlesen.