Mit diesen Tipps zur Passwort Sicherheit machen Sie es Hackern schwer

Geschrieben von
Miriam Schäfer
Passwort Sicherheit

Die beste Sicherheit im Netz beginnt mit einem starken Passwort. Doch wie erstellt man ein sicheres Passwort, das man sich bestenfalls auch noch merken kann? Nicht alle Internet-User vertrauen auf sogenannte Passwort-Manager. Wir geben daher nachfolgend ein paar einfache Tipps und Strategien für die manuelle Erstellung sicherer Passwörter.

Passwort-Manager: keine Garantie für IT-Security

Passwort-Manager sind Tools oder eigenständige Softwares, die Passwörter anhand eines zufälligen Algorithmus erzeugen und speichern. Der Nutzer muss sich die Daten nicht merken – an sich der grösste Vorteil. So praktisch das klingt: eine Garantie für maximale Sicherheit ist es nicht.

Das Hauptproblem liegt in der Abhängigkeit. Du prägst dir kein Passwort ein. Was passiert also, wenn das Tool nicht mehr ordnungsgemäss funktioniert?

Dazu kommt: Das Management-Tool selbst wird durch ein „Master-Passwort“ geschützt. Gelangen Unbefugte daran, erhalten sie automatisch Zugriff auf sämtliche gespeicherten Passwörter.

Passwort-Sicherheit, Tipp #1

Ein gutes Passwort ist sicher und trotzdem halbwegs einprägsam. Die Länge spielt dabei eine zentrale Rolle – wenn ein Dienst ein Maximum erlaubt, nutz es aus. Eine Kombination aus Zahlen, Sonderzeichen und Buchstaben schützt besser als jedes einzelne Element allein. Misch ausserdem Gross- und Kleinschreibung.

Passwort-Sicherheit #2: keine persönlichen Daten integrieren!

Persönliche Daten sind gut zu merken, machen dein Passwort aber angreifbar. Verzichte auf Geburtsdaten (Jahr/Monat/Tag), Teile deines Vor- oder Nachnamens und andere Personendaten.

Einzigartige Passwörter erstellen

Der wirksamste Tipp bleibt die Einzigartigkeit. Erstelle für jeden Account, der besonderen Schutz braucht, ein eigenständiges Passwort.

Update der Passwort-Sicherheit

Nicht nur Software und Betriebssystem wollen aktuell sein – auch Passwörter. Die gängige Empfehlung: einmal pro Jahr erneuern. Du musst sie dabei nicht vollständig abändern – eine leichte Variation reicht (zum Beispiel Zahlen verschieben, Zeichen tauschen, Gross- in Kleinbuchstaben wandeln).

Mehrstufige Authentifizierung

Die Passwort-Sicherheit bekommt nochmal einen zusätzlichen Boost, wenn du eine mehrstufige Authentifizierung nutzt. Viele Dienste bieten das auch für den „Notfall“ an. Wird ein unbefugter Zugriff entdeckt, musst du zusätzliche Informationen angeben, um dich zu legitimieren – das gilt auch für potenzielle Hacker.

Während der unbefugte Zugriff automatisch blockiert wird, identifizierst du dich per E-Mail, SMS, separater App oder Hardware-Token, der einen einmaligen Zugangsschlüssel erzeugt.

Ihr Passwort ist und bleibt geheim!

Passwort-Sicherheit steht und fällt damit, wie sorglos du mit der Weitergabe umgehst. Das gilt auch für Freunde, Familienmitglieder und vertraute Bekannte – nicht weil diese Personen etwas Böses vorhätten, sondern weil mehr Personen pro Account mehr Einfallstore für Cyberangriffe bedeuten.

Nutz statt gemeinsamer Zugänge lieber „Partner-Accounts“, sofern möglich. Viele Softwares und Web-Accounts ermöglichen es, einer zweiten Person kostenfrei einen eigenen Zugang einzurichten.

Eselsbrücken helfen beim Merken

Möglichst lang, einzigartig, bunter Mix aus verschiedenen Zeichen – so sehen sichere Passwörter aus. Aber wie merkst du dir das Ganze?

Es schadet der Sicherheit nicht, dich bei der Erstellung an Eselsbrücken zu orientieren. Ein paar Beispiele:

  • Assoziation: Woran denkst du, während du dich zum ersten Mal bei einem Dienst registrierst und das Passwort erstellst? Schau aus dem Fenster – was siehst du? Blick dich im Zimmer um – was sticht ins Auge? Das Ergebnis verwendest du natürlich nicht wortwörtlich. Kürz es ab oder bau aus Anfangsbuchstaben ein neues Wort.
  • Eselsbrücken für Zahlenkombinationen: Statt Geburtstag oder Alter probier es mit Stichtagen, die nur dir bekannt sind. Oder wandle Ziffern in römische Buchstaben um. Auch die bildliche Assoziation funktioniert: Wie sieht eine 0 aus? Ein Ball, ein Ei? Die 1 ist vielleicht ein Strich. 5 Finger an einer Hand, 6 Seiten an einem Würfel. Diese Strategie lässt sich endlos weiterspinnen.

 

Egal wie du es machst: Halt deine beste Strategie geheim.

Tags: GuideIT-Sicherheit
Über die Autor:in

Miriam Schäfer

Social Media und redaktionelle Inhaltspflege rundum.dog seit April 2026. Schreibt für dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, Social-Media-Trends und KI-Themen.

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