Wie teuer darf oder soll eine Internetseite sein?
Erstmals erschienen im Mai 2019, im Oktober 2026 neu geschrieben.
Eine Internetseite kostet so viel, wie Arbeit in ihr steckt. Du bezahlst Stunden, kein Produkt mit Preisschild. Hier steht deshalb kein Betrag, sondern wohin die Stunden gehen. So kannst du eine Offerte lesen.
Das schnelle Ende der Skala
So sieht eine WordPress-Website aus, wenn es schnell gehen muss:
- Grundinstallation und Konfiguration: 20 Minuten
- Gratis-Vorlage drauf: 5 Minuten
- ein paar Plugins: 30 Minuten
- Logo und ein paar Bilder: 60 Minuten
- etwas Text schreiben: 60 Minuten
- aufschalten und schulen: 120 Minuten
Das sind keine fünf Stunden, Schulung inbegriffen. Ein Baukasten mit KI stellt dir heute in wenigen Minuten etwas Ähnliches hin. Als digitale Visitenkarte reicht das. Ob es für die Zukunft deiner Firma reicht, ist eine andere Frage.
Am anderen Ende steht eine Website, bei der jedes Element für dich entwickelt wird. Da sind tausend Stunden schnell knapp.
Wohin die Stunden gehen
Zwischen diesen beiden Enden liegt fast jedes Projekt. Den Unterschied machen diese Posten:
- Inhalt. Texte schreiben, Fotos machen, Bestehendes sichten. Das ist oft der grösste Posten und der, den man am liebsten vergisst.
- Gestaltung. Eine angepasste Vorlage ist schnell gemacht. Ein eigenes Design braucht Entwürfe, Rückmeldungen und Umsetzung.
- Funktionen. Shop, Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Mitgliederbereich, Anbindung an deine Buchhaltung. Jede davon ist ein eigenes kleines Projekt.
- Umzug. Inhalte der alten Website übernehmen und alte Adressen weiterleiten, damit Google und deine Kunden nichts verlieren.
- Handwerk, das man nicht sieht. Ladezeit, Bedienung auf dem Handy, Barrierefreiheit, Grundlagen für Suchmaschinen, Datenschutz.
- Schulung. Damit du Texte und Bilder selbst ändern kannst.
Warum Offerten so verschieden ausfallen
Jede Agentur rechnet anders. Ein direkter Vergleich ist kaum möglich, aus drei Gründen.
Die Agenturen sind verschieden gebaut. Gibt es Angestellte, werden Lernende ausgebildet, gibt es ein Büro? Das alles steckt im Stundenansatz.
Die Erfahrung ist verschieden. Müsste ich an meinem Auto die Räder wechseln, bräuchte ich einen halben Tag, weil ich davon keine Ahnung habe. Der Garagist braucht eine halbe Stunde. Bei Websites ist es gleich: Wer Erfahrung hat, schafft in derselben Zeit mehr.
Und die Annahmen sind verschieden. Die eine Offerte rechnet mit deinen Texten, die andere schreibt sie für dich. Vergleiche deshalb, was enthalten ist, und nicht die Summe am Schluss.
Sag, was du ausgeben willst
Stell dir vor, du gehst zum Autohändler und sagst, du möchtest ein Auto mit vier Rädern, Motor und Dach. Er zeigt dir eine Occasion, die noch zehntausend Kilometer hält. Nennst du ihm von Anfang an dein Budget, zeigt er dir andere Wagen.
Beim Auto versteht das jeder. Bei einer Website ist es gleich: Mit deinem Budget arbeiten Leute eine bestimmte Zeit für dich. Wenn die Agentur den Rahmen kennt, kann sie dir sagen, was darin Platz hat und was nicht. Kennt sie ihn nicht, rät sie.
Was nach dem Start weiterläuft
Eine Website ist nach dem Aufschalten nicht bezahlt. Jedes Jahr fallen an:
- Hosting und Domain
- Updates und Wartung
- Lizenzen für Plugins oder Vorlagen
- Zeit für neue Inhalte
Frag danach, bevor du unterschreibst. Eine günstige Website mit teurem Unterhalt ist keine günstige Website.
Fragen an die Agentur
- Was ist in der Offerte enthalten, und was ausdrücklich nicht?
- Wer schreibt die Texte, wer liefert die Bilder?
- Was kostet der Unterhalt pro Jahr?
- Gehören Domain, Hosting und Website mir?
- Wie wird abgerechnet, pauschal oder nach Aufwand?
Wie wir es halten
Wir verkaufen keine Pakete, nennen aber Preise: Eine Website mit 5 bis 15 Seiten kostet bei uns ab CHF 3’500, die Betreuung ab CHF 95 im Monat, beides exkl. MWST. Nach dem Erstgespräch bekommst du eine Offerte, die genau beschreibt, was drin ist. Wünsche, die später dazukommen, offerieren wir separat, bevor wir sie umsetzen.