Den WordPress Auftritt als statistisches html-file sichern

Geschrieben von
Roger Klein
Internetvergleich Länder

Wer sich entschliesst, seinen WordPress-Auftritt aufzugeben, sucht oft vergebens nach einer einfachen Möglichkeit, die Daten als HTML-Dokument zu exportieren. Wer nur die Inhalte aus dem Editor als Live-Vorschau oder im HTML-Code kopiert, muss sich bei einem Umzug der Webseite später selbst um das komplette Layout kümmern.

Aber nicht nur beim Aufgeben des eigenen WordPress-Auftritts kann eine Offline-Sicherung als Backup sinnvoll sein. Bist du zum Beispiel geschäftlich unterwegs und hast keine Zeit für deinen WordPress-Auftritt, sammelt sich dort mitunter eine Menge Spam an. WordPress-Betreibende tun gut daran, die Kommentare auf dem eigenen Blog regelmässig zu moderieren oder zu löschen — vor allem wenn Werbelinks von Konkurrenzunternehmen darunter kursieren. Die Pflege des WordPress-Auftritts nimmt zwar nicht viel Zeit in Anspruch, ist aber eine kontinuierliche Aufgabe.

Den eigenen WordPress-Auftritt vorübergehend nicht mehr nutzen

Mit dem Export der eigenen Daten vom WordPress-Blog — inklusive des kompletten Layouts — lässt sich der Account später in wenigen Minuten reaktivieren. Kaum jemand löscht seinen WordPress-Auftritt komplett: Die meisten Nutzenden stecken viel Zeit in den Aufbau, und die soll nicht verloren gehen.

Eine serverseitige Ausgabe über PHP ist nicht immer nötig. Sie verbessert die Ladezeiten, wenn Grafiken oder Videos nur auf Abruf geladen werden — statisch eingebettete Inhalte hingegen kommen bei jedem Seitenaufruf komplett.

PHP zeigt nur die Daten an, nach denen jemand wirklich sucht. Für einen Blog ist das meist überdimensioniert. Bei grossen Seiten mit vielen Inhalten verhindert es aber, dass Besuchende wegen langer Ladezeiten abspringen.

Google rein in HTML wäre nicht denkbar. Niemand würde bei jedem Seitenaufruf den vollständigen Inhalt der Suchmaschine laden wollen.

Eigene WordPress-Daten mit einem Widget exportieren

Wer seinen vollständigen WordPress-Auftritt zur späteren Wiederherstellung sichern möchte, sucht oft nach einem passenden Plugin — am besten kostenlos. Bei WordPress selbst leider Fehlanzeige: Weder kostenfrei noch als Bezahlversion lassen sich alle Daten schnell als statischer HTML-Quellcode ausgeben.

Es gibt aber eine andere Lösung: ein Kommandozeilen-Tool namens «Wget». Damit lassen sich komplette Webseiten kopieren und später in exakt derselben Darstellung wiederherstellen.

Die Gründe, die eigene Webseite vorübergehend aus dem Netz zu nehmen, sind unterschiedlich, zum Beispiel:

  • endgültiges Löschen des Blogs — die investierte Zeit soll aber nicht verloren gehen
  • vorübergehende Deaktivierung, weil ein anderes Projekt mehr Zeit beansprucht
  • ausbleibende Motivation zum Weiterbetreiben des Blogs
  • kein Interesse mehr am veröffentlichten Thema
  • Umzug der WordPress-Seite zu einem anderen Anbieter
    • zum Beispiel weil der Quellcode künftig ohne Zusatzkosten vollständig editierbar sein soll

Wie funktioniert Wget?

Nach der Installation von Wget (Download zum Beispiel bei Chip online) startest du das Tool unter Windows über die DOS-Box. Die öffnest du am einfachsten mit der Eingabe von cmd ins Suchfenster im Start-Menü.

Öffne den Ordner, in dem die .exe-Datei von Wget liegt. Ohne eigene Einstellungen findest du das Tool unter c:programme oder c:program files im angegebenen Installationsordner.

Um Wget unter DOS zu starten, gibst du die Parameter -r und -x ein. Ohne diese funktioniert die Ausführung nicht korrekt. Folgender Befehl führt die Website-Sicherung als statisches HTML-File durch:

wget -r -x https://webseite.ch

Der Parameter «-r» sorgt dafür, dass alle Unterordner, das Layout, Grafiken, Videos sowie alle Texte und sonstigen Inhalte gespeichert werden. Mit «-x» bleibt die Verzeichnisstruktur des WordPress-Blogs erhalten. Je nach Umfang der Webseite dauert das Erstellen des statischen HTML-Dokuments einige Minuten bis hin zu mehreren Stunden.

Tipps für die Beschleunigung von Wget

Aktiviere nur die WordPress-Plugins, die du wirklich brauchst. Zu viele aktive Plugins verlängern die Datensicherung spürbar. Ein grosser Zeitfresser sind Plugins aus dem Frontend — etwa erweiterte Kontaktformulare. Auch nicht mehr benötigte Backend-Plugins dehnen die Datensicherung unnötig aus.

Möchtest du die WordPress-Kommentare mitsichern? Wenn nicht, deaktiviere sie vorher: Einstellungen → Diskussion → «Kommentare schliessen, die älter sind als» → 1 Tag eintragen.

Bei älteren Servern kann es sinnvoll sein, zusätzlich den -w Parameter zu setzen. Damit bestimmst du, wie viele Sekunden verstreichen, bevor Wget die nächste Datei herunterlädt. Vor der endgültigen Löschung des WordPress-Auftritts legst du noch ein vollständiges Backup des Weblogs an — damit kannst du den Auftritt später mit wenigen Klicks reaktivieren.

Tags: ToolsWebseiteWordPress
Über die Autor:in

Roger Klein

Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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