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Der Weg zum eigenen Webmaster

Roger Klein · 1. Dezember 2012 · 2 Min. lesen

Erstmals erschienen im Dezember 2012, im Oktober 2026 neu geschrieben.

2012 war es noch nicht selbstverständlich, die eigene Website selbst zu pflegen. Wer einen Text ändern wollte, schrieb oft dem Webmaster und wartete. Heute laufen die meisten Websites auf einem Redaktionssystem, und die Frage hat sich verschoben. Selbst Hand anlegen kann fast jeder. Offen ist, welche Arbeiten du übernimmst und welche nicht.

Was aus dem Webmaster wurde

Der Webmaster war die Person, die eine Website technisch und inhaltlich betreute, oft als Einzige mit Zugang. Das Wort ist selten geworden. Google hat seine «Webmaster Tools» 2015 in «Search Console» umbenannt und 2020 auch «Webmaster Central» in «Search Central», weil sich kaum noch jemand so bezeichnete.

Die Aufgaben sind geblieben, sie verteilen sich nur auf mehrere Rollen: Jemand schreibt, jemand gestaltet, jemand hält die Technik in Schuss. In einem kleinen Betrieb können das dieselbe Person oder zwei sein.

Was du selbst pflegen kannst

Ein Redaktionssystem wie WordPress trennt Inhalt und Gestaltung. Du schreibst in eine Maske, das System setzt den Text ins Layout. Damit lässt sich ohne Vorkenntnisse erledigen, was am häufigsten anfällt:

  • Texte ändern und neue Seiten anlegen
  • Beiträge und Neuigkeiten veröffentlichen
  • Bilder austauschen
  • Öffnungszeiten, Angebote und Teamseiten aktuell halten
  • Anfragen aus Formularen einsehen

Das ist der Teil, der sich lohnt. Niemand weiss schneller als du, dass sich etwas geändert hat, und eine Website mit veralteten Angaben schadet mehr als eine schlichte.

Was laufend erledigt sein muss

Ein Redaktionssystem ist Software, und Software braucht Unterhalt. Das wird am häufigsten unterschätzt.

  • Updates: WordPress, Theme und Plugins erhalten laufend neue Versionen, viele davon schliessen Sicherheitslücken.
  • Sicherung: Eine Kopie von Dateien und Datenbank, die nicht auf demselben Server liegt und deren Wiederherstellung schon einmal geprüft wurde.
  • Zugänge: Für jede Person ein eigenes Konto mit eigenem Passwort und nur den Rechten, die sie braucht.
  • Kontrolle: Jemand merkt, wenn ein Formular nicht mehr ankommt oder die Website nicht erreichbar ist.

WordPress spielt kleinere Sicherheitsupdates von sich aus ein, und für Plugins lässt sich das ebenfalls einschalten. Das hilft, ersetzt aber nicht die Person, die nachschaut, ob danach noch alles läuft.

Was du nicht nebenbei machst

Einige Arbeiten setzen Wissen voraus, das man sich nicht an einem Nachmittag aneignet: Eingriffe in den Code des Themes, der Umzug auf einen anderen Server, die Bereinigung nach einem Einbruch, grössere Umbauten an der Struktur. Hier kostet ein Fehler mehr als der Auftrag an jemanden, der es täglich macht.

Dasselbe gilt für die Wahl des Systems. Welche Kriterien dabei zählen, steht im Beitrag CMS: Welches ist die richtige Wahl.

Wie du die Arbeit aufteilst

Bewährt hat sich eine einfache Teilung: Inhalte pflegst du selbst, Technik und Unterhalt liegen bei jemandem, der dafür zuständig ist und erreichbar bleibt. Halte schriftlich fest, wer was macht.

  1. Wer hat Zugang zum Hosting, zur Domain und zum Redaktionssystem?
  2. Wer spielt Updates ein, und wie oft?
  3. Wo liegt die Sicherung, und wer kann sie zurückspielen?
  4. Wen rufst du an, wenn die Website nicht mehr läuft?

Domain und Hosting sollten auf deinen Namen laufen. Endet die Zusammenarbeit mit der Agentur, behältst du so den Zugang.

Roger Klein Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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