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Die Corona-Krise beeinflusst auch das Google-Ranking Ihrer Internetseite

Geschrieben von
Roger Klein
SEO statistiken nch positionierung

Dass die Corona-Krise die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflusst, sehen wir nicht nur am Kaufverhalten in SupermĂ€rkten. WĂ€hrend viele GeschĂ€fte geschlossen haben, verzeichnet der Online-Vertrieb teilweise einen Boom. Binnen kurzer Zeit sind zahlreiche neue Onlineshops entstanden – und damit auch neue Internetauftritte. Ob und wie sich das auf das Google-Ranking lĂ€nger bestehender Seiten auswirkt, schauen wir uns hier genauer an.

Starke Schwankungen im Ranking lassen ein Google-Update vermuten

Seit dem 27.03.2020 beobachten Nutzer der Google-Tools aussergewöhnliche Bewegungen in ihren Rankings. Obwohl keine Änderungen an Keywords oder Seiteninhalten vorgenommen wurden, werden Ergebnisse plötzlich deutlich schlechter – oder besser – platziert. Der Verdacht liegt nahe: ein Google-Update mit geĂ€nderten Richtlinien.

Dass keine offizielle BestĂ€tigung vonseiten Google erfolgte, fĂŒhrt allerdings zu einer anderen Annahme: Ein verĂ€ndertes Suchverhalten ist der eigentliche Auslöser. VerĂ€nderte Nachfrage bestimmt das verĂ€nderte Angebot.

Auch Google muss in Krisenzeiten reagieren

Dass die Ranking-VerĂ€nderungen mit einem verĂ€nderten Suchverhalten zusammenhĂ€ngen könnten, bestĂ€tigte Google-Webmaster Johannes MĂŒller am 31.03.2020 in einer offiziellen Hangouts-Besprechung.

Er veranschaulichte dabei, dass auch in Krisenzeiten wie Corona proaktiv daran gearbeitet wird, den Nutzern ausschliesslich relevante und vertrauensvolle Informationen bereitzustellen. Gerade wenn Fake-News Àhnlich schnell kursieren wie HamsterkÀufe, ist das eine notwendige Vorgehensweise, um schÀdlichen Verhaltensweisen entgegenzuwirken.

Bereits 2019 hatte ein Google-Entwickler die Existenz eines Mechanismus bestĂ€tigt, der in Krisenzeiten die Gewichtung der QualitĂ€tsrichtlinien erhöht. Der Algorithmus sorgt dafĂŒr, dass Suchende bevorzugt Ergebnisse von vertrauenswĂŒrdigen Websites erhalten.

QualitÀt geht vor QuantitÀt

Warum fliegen schlechte Ergebnisse nicht einfach komplett aus dem Ranking, statt nur herabgestuft zu werden – zum Beispiel eine Website, die die Corona-Krise fĂŒr Fehlinformationen nutzt? Google-Entwickler Pandu Nayak hat dazu eine klare Antwort: Um Rankings zu verstehen und Algorithmen dauerhaft verbessern zu können, braucht es auch diese «schlechten» Ergebnisse. Und egal wie viele Fehltreffer man entfernt – ihre Entstehung gleicht dem Kopf einer Hydra. SchlĂ€gt man einen ab, wachsen sofort mehrere neue nach.

Das Ă€ndert nichts am Problem, vor dem viele Website-Betreiber gerade stehen: Das Ranking hat sich verĂ€ndert. Namhafte Websites profitieren vermutlich, ohne reagieren zu mĂŒssen. Viele andere wissen nicht, wie sie ihr Ranking wieder in geordnete Bahnen lenken sollen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Gehen wir davon aus, dass Suchmaschinennutzer in Krisenzeiten besonders vertrauenswĂŒrdige Informationen benötigen – und dass sich das aktuell verstĂ€rkt auf das Ranking auswirkt. UnabhĂ€ngig davon, ob das Ranking spontan sogar einen Auftrieb erhalten hat: ZurĂŒcklehnen und auf «nach der Krise» warten bringt nichts. Denn durch die Einhaltung der Google-QualitĂ€tsrichtlinien kannst du deine Platzierung positiv beeinflussen – auch dauerhaft.

  • Schwarze Schafe arbeiten gerne mit automatisch generierten Inhalten. GrundsĂ€tzlich muss daran nichts auszusetzen sein – aber wenn sich Texte zwar lesen lassen, dem Leser aber null Mehrwert bieten, landet die Seite auf einem schlechten Platz.
  • Auf die hohe Gewichtung von Seiten mit qualitativem Inhalt haben wir schon einmal hingewiesen. Das gilt genauso fĂŒr Unterseiten. Mehr Inhalt ist nicht per se gut – Themen sollten gebĂŒndelt und schnell auffindbar sein, ohne zu viele Verweise und Abstufungen.
  • Besser gut geklaut als schlecht selbst geschrieben? Falsch. Der Google-Algorithmus erkennt Kopien. Als echter Urheber solltest du ausserdem prĂŒfen, ob niemand anderes deine Inhalte abkopiert hat.
  • Rankings werden thematisch kategorisiert. Alle gesetzten Links und Backlinks mĂŒssen zum gewĂ€hlten Thema passen. IrrefĂŒhrung wird geahndet. Wenn es nicht passt, kann es weg.
  • Dasselbe gilt fĂŒr verborgene Texte und Links. An wenigen Stellen haben verborgene Inhalte eine Berechtigung – nicht aber, wenn sie nur darauf abzielen, den Google-Algorithmus beim Ranking zu beeinflussen.
  • Die Teilnahme an Affiliate-Programmen ist nicht verboten. Problematisch wird es, wenn der angebotene Inhalt keinen Mehrwert fĂŒr den Nutzer darstellt. Trotz – oder gerade mit – Affiliate-Nutzung solltest du dich mit deinem Angebot von der breiten Masse abheben und thematisch passende Werbemöglichkeiten nutzen.
  • Den rechtschaffenen Seitenbetreiber betrifft dieser Punkt nicht direkt: Dient eine Website dazu, auf illegale Weise Daten zu stehlen oder zu verwenden, erkennt der Google-Bot das. Dazu zĂ€hlt das Aufspielen von Schadsoftware wie Viren oder Trojanern. HĂ€ufig tritt das Problem auch bei gehackten Seiten auf – nutze die dir zur VerfĂŒgung stehenden Google-Tools, um Hinweise auf einen möglichen Hack zu erhalten.

Was Google-Rankings in der Krise stabil hÀlt

Aus den VerĂ€nderungen innerhalb Google wĂ€hrend der Corona-Krise lĂ€sst sich einiges lernen – nicht nur im Hinblick aufs Ranking. In Krisenzeiten steht die eigene wirtschaftliche Sicherheit an erster Stelle. Genau wie wir bei Angebot und Nachfrage situationsgemĂ€ss reagieren, können wir das auch tun, um stabil durch Krisen zu kommen. HĂ€ufig genĂŒgen dafĂŒr kleine Mittel, derer wir uns vorher vielleicht gar nicht bewusst waren.

Um die Ranking-Position zukunftssicher zu gestalten, reicht normalerweise die Einhaltung der oben genannten QualitĂ€tsrichtlinien. ZusĂ€tzlich sollten wir es den schwarzen Schafen erschweren, die Krise fĂŒr sich zu nutzen: Egal ob du selbst unbeabsichtigt gegen Richtlinien verstossen hast oder ein Verdachtsfall eines anderen ÜbeltĂ€ters besteht – meld es. Mittels manueller Massnahmen stehen allen Betreibern Mittel zur VerfĂŒgung, sich selbst hervorzuheben, zu schĂŒtzen und MissbrĂ€uche anderer zu unterbinden – unter anderem ĂŒber Search Console, Spamreport und Reconsideration Request. Die Google-Richtlinien sollen schliesslich nicht schaden, sondern helfen.

Themen: GoogleRanking

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Über die Person

Roger Klein

GeschĂ€ftsfĂŒhrer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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