Für Betreiber von Webseiten kann ein Domainwechsel im Laufe der Jahre sinnvoll oder gar notwendig sein. Vor allem Firmen sind betroffen, die nach einer Umfirmierung oder Fusion unter einem neuen Namen auftreten und ihren Webauftritt entsprechend anpassen. Die Sorge, durch den Domainwechsel ein erreichtes Top-Ranking bei Google zu verlieren, ist gross. Noch dazu gibt Google selbst an, dass sich die Auswirkungen des Wechsels auf das Ranking nicht eindeutig vorhersagen lassen.
Änderungen in URLs wohl nur mit geringem Einfluss
Über die Jahre hat Google immer wieder verdeutlicht, dass der Aufbau von URLs einen geringen Einfluss auf das Ranking nimmt. Daraus lässt sich allerdings nicht automatisch herleiten, dass die Domain als solche für Top-Rankings bei Suchanfragen irrelevant ist. Das belegt vor allem die praktische Erfahrung vieler Seitenbetreiber, deren Domain exakt den Suchanfragen von Google-Nutzern entspricht.
Vor einem Domainwechsel lohnt es sich, individuell zu analysieren, wie stark diese Einfluss auf die erreichten Positionen bei Suchanfragen nimmt. Der Fall, dass ein Top-Ranking alleine wegen der gewählten Domain erreicht wird, ist zwar selten — aber durchaus denkbar. In diesem Fall drohen ernsthafte Einbussen der Sichtbarkeit.
Domainwechsel bereits vor der Wahl bedenken
Im Idealfall setzen sich Seitenbetreiber nicht erst im Moment eines Wechsels mit dem Thema auseinander. Bei der Planung eines neuen Webauftritts ist eine kluge Wahl der Domain ein langfristiger Schlüssel zum Erfolg. Wer sich auf einen einzelnen Begriff als Domain festlegt, der als Keyword bei Suchanfragen funktionieren soll, limitiert sich für den zukünftigen Webauftritt selbst.
Sinnvoller ist, die Domain als Firmen- oder Markenname anzulegen und über die Inhalte der einzelnen Seiten das Google-Ranking positiv zu beeinflussen. Eine Kombination aus Marke und Keyword ist denkbar, in der Praxis aber weniger anzuraten. Mit einer parallelen Branding-Strategie gelingt es leichter, eine neu eingeführte Marke zu etablieren und als Kernbegriff der Domain zu nutzen.
Einfluss der weiteren Seitenstruktur bei Domainwechsel
Ist ein Domainwechsel durch eine Umbenennung von Firmen oder Vereinen notwendig, bleiben die inhaltlichen Strukturen der Webseite oft weiterhin bestehen. Das Leistungsangebot oder die vermarkteten Produkte bleiben schliesslich gleich — zukünftig nur unter einem anderen Markennamen.
Wer einen Einfluss auf das Ranking durch den Domainwechsel befürchtet, sollte deshalb wenige Anpassungen auf den einzelnen URLs vornehmen. Ist die Umbenennung mit einem komplett neuen Webauftritt verbunden, lässt sich das erreichte Ranking kaum aufrechterhalten. Bleiben hingegen Aufbau und Struktur der Webseite gleich, steigen die Chancen auf einen Erhalt der bisherigen Positionen deutlich.
Durch Routing grössere Verluste vermeiden
Um in der Anfangsphase nach dem Domainwechsel eventuelle Auswirkungen zu überprüfen, ist das Routing ein praktisches Hilfsmittel. Behalte zunächst die alte Domain und setze eine Verlinkung auf das neue Webangebot. Das neue Angebot sollte primär über die neue Webadresse erreichbar sein und entsprechend beworben werden.
Mit dieser Strategie steigen die Chancen, ein bereits erreichtes Ranking zu erhalten. Ausserdem profitierst du vom Nebeneffekt, die alte Domain nicht gleich aufzugeben und statistisch zu überblicken, wie viele Aufrufe über den alten Namen erfolgen. Schliesslich werden nicht alle Kunden den Domainwechsel sofort realisieren.