Kurz nach Beginn der Corona-Krise startete Facebook sein neues Projekt für den Messenger. Die Software „Rooms“ ist ein Tool für Videokonferenzen. Mit einem Live-Broadcast schafft Facebook nun weitere Features, um Unternehmen in der Krise zu unterstützen. Wir stellen dir die neuen Funktionen nachfolgend im Detail vor.
Facebook Rooms
Am 24.04.2020 gab Facebook den Release von Rooms bekannt. Um die Menschen in der Corona-Krise besser zu vernetzen, integrierte die Plattform „Rooms“ in den Messenger.
Direkt vom Messenger aus erstellst du einen entsprechenden Raum. Anschliessend lädst du nach Belieben weitere Teilnehmer ein. Das Tool ermöglicht bis zu fünfzig Personen gleichzeitig. Eine zeitliche Begrenzung für die Video-Anrufe gibt es nicht.
Du musst Personen auch nicht aktiv einladen. Keine kalendarische Planung, keine zusätzlichen Anrufe — optional teilst du den Room einfach über den Facebook News Feed, in einer Gruppe oder als eigenes Event.
An einem Room teilnehmen kannst du auch ohne Facebook-Account. Erforderlich ist nur ein Gerät mit Internetverbindung — Desktop oder Smartphone.
Facebook schützt die Privatsphäre
Gleichzeitig mit dem Release kommunizierte Facebook eine Reihe von Sicherheitseinstellungen zur Privatsphäre. Der Host kann seinen Room mehreren Einschränkungen unterlegen.
- Nach Start der Videokonferenz lässt sich der Room schliessen und wieder öffnen.
- Der Host kann unerwünschte Teilnehmer ausschliessen. Danach schliesst sich der Raum automatisch für neue Teilnehmer — nur der Admin kann ihn wieder öffnen.
- Kein Zwang: Du verlässt eine Facebook-Rooms-Konferenz jederzeit nach Belieben.
- Facebook setzt eigene Standards: Teilnehmer, die gegen die Facebook-Gemeinschaftsstandards verstossen, können gemeldet werden.
- Einzelne Personen lassen sich dauerhaft aus dem Room ausschliessen oder blockieren.
Live-Stream via Facebook Rooms
Neu ist die Integration von Rooms in Facebook Live. Hosting und Teilnahme laufen wie gewohnt. Nach Start der Videokonferenz wählt der Host die Option, die Konferenz live zu übertragen. Die Zuschauer verfolgen den Stream in Echtzeit.
Die bekannten Facebook-Funktionen bleiben auch im Live-Stream erhalten: Kommentare, Reaktionen per Emoji und das Teilen von Inhalten.
Facebook revidiert frühere Entscheidung
Nicht alle dieser Features sind brandneu. Die Funktion, Gäste aktiv in Live-Streams einzuladen, war seit Ende 2019 abgestellt. Zuckerberg begründete das damals mit mangelnder Nutzung.
Auslöser für die jetzt gegenteilige Entscheidung ist die Krise: Kleine und mittelständische Unternehmen — genau wie Werbetreibende — haben seit Jahresbeginn Mühe, ihre Kunden zu erreichen. Einladungen via Live-Stream bringen praktischerweise auch die Möglichkeit mit, „Eintrittsgelder“ zu verlangen.
Vielleicht bieten dir die neuen Features eine willkommene Alternative, verlorene Reichweite zurückzugewinnen — oder weiter zu steigern. Eine Studie zeigt: Video-Content erzeugt im Schnitt mehr Aufmerksamkeit als statische Formate. Nutz das.