Foldables: Zukunft des Smartphones oder überteuertes Experiment?

Geschrieben von
Miriam Schäfer
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Faltbare Smartphones – meist Foldables genannt – versprechen das Beste aus zwei Welten: die Kompaktheit eines klassischen Smartphones und die Displayfläche eines Tablets. Seit einigen Jahren bringen Hersteller immer neue Modelle auf den Markt. Trotzdem sind viele Nutzer unsicher: Ist diese Technik alltagstauglich? Und lohnt sich der hohe Preis? Wir zeigen dir die Technik hinter den Geräten und wo ihre echten Stärken und Schwächen liegen.

Was genau sind Foldables?

Foldables sind Smartphones mit einem flexiblen OLED-Display, das sich zusammenklappen lässt. Aktuell gibt es zwei Hauptformen:

Book-Style (wie ein aufklappbares Buch)

Aussen normales Smartphone-Display, innen grosses Tablet-Display. Beispiel: Galaxy Z Fold-Serie.

Flip-Style (wie ein Klapphandy)

Normales Smartphone, das sich kompakt zusammenklappen lässt – Fokus auf Portabilität statt Tablet-Ersatz. Beispiel: Galaxy Z Flip-Serie.

Welche Hersteller bieten Foldables an?

Der Markt ist kleiner als bei normalen Smartphones, aber er wächst.

  • Samsung: momentan der Marktführer bei der Foldable-Reihe
  • Google: Pixel Fold-Serie
  • Xiaomi: Mix Fold-Modelle
  • Huawei: vor allem auf dem asiatischen Markt stark
  • Honor: Magic V-Serie
  • Motorola: Razr-Foldables
  • Oppo: Find N-Serie
  • OnePlus: Open

Gut zu wissen: Apple hat aktuell kein Foldable auf dem Markt – entgegen einiger Gerüchte. Branchenberichte gehen aber davon aus, dass Apple dieses Jahr mit einem faltbaren iPhone einsteigt.

Welche Technik steckt in faltbaren Smartphones?

Damit ein Smartphone faltbar wird, braucht es mehrere spezielle Komponenten.

Flexibles OLED-Display

  • Kunststoffbasierte Displays statt Glas
  • Mehrere Schutzschichten
  • Sichtbare Falz meist unvermeidbar

Scharniermechanismus

  • Hochkomplexe Konstruktion – muss tausende Faltzyklen überstehen
  • Bestimmt stark die Haltbarkeit des Geräts

Ultra-Thin-Glass (UTG)

  • Extrem dünnes, biegsames Glas
  • Kombiniert Stabilität mit Flexibilität

Angepasste Software

  • Apps müssen zwischen Smartphone- und Tablet-Layout wechseln
  • Multitasking wird stark beworben
  • Funktioniert je nach App und Anbieter unterschiedlich gut

Vorteile von Foldables

  • Grosses Display im kompakten Gerät: ideal für Lesen, Multitasking, Karten & Navigation, Streaming oder mobiles Arbeiten
  • Produktivitäts-Boost: mehrere Apps gleichzeitig, Split-Screen-Nutzung
  • Technologisch spannend: Foldables sind derzeit das innovativste Segment im Smartphone-Markt

Nachteile von Foldables

  • Sehr hoher Preis: Flip-Modelle liegen im Durchschnitt bei über 1´000 CHF, Book-Modelle kosten rund 2´000 CHF – deutlich mehr als klassische High-End-Smartphones.
  • Mechanisch anfälliger: Bewegliche Teile bedeuten mehr Verschleiss. In vielen Tests zeigen sich die Geräte ausserdem empfindlicher gegen Staub und Sand. Das Display ist weniger hart als klassisches Glas.
  • Dicke, Grösse, Gewicht: Zusammengeklappt sind die Geräte oft dicker als Standard-Modelle. Book-Modelle sind ausserdem relativ schwer.
  • Software noch nicht perfekt angepasst: Manche Apps skalieren im Split-Screen-Modus schlecht. Die Kameraqualität liegt ebenfalls hinter den Top-Flaggschiffen moderner Smartphones.

Für wen lohnt sich ein Foldable?

  • ✔ Tech-Enthusiasten, die gerne neue Geräteformen ausprobieren
  • ✔ Business-User, die viel unterwegs sind und dabei arbeiten oder multitasken wollen
  • ✔ Vielreisende, die ein Tablet-Display möchten, ohne ein zusätzliches Gerät anzuschaffen
  • ✖ Preisbewusste Nutzer
  • ✖ Häufiger Outdoor-Einsatz oder Nutzung an sensiblen Orten (Nässe, Feuchtigkeit, Verschmutzung)
  • ✖ Wer vom Smartphone besondere Robustheit erwartet

FAQ: Foldable Smartphones im Alltag

Gehen Foldables schneller kaputt als normale Smartphones?

Ja, tendenziell schon. Durch das Scharnier und das flexible Display gibt es mehr Schwachstellen als bei klassischen Smartphones.

Zerkratzt das Display bei Foldables schneller?

Ja, meist schon. Flexible Displays sind weicher als klassisches Gorilla Glass und reagieren empfindlicher auf spitze Gegenstände.

Sieht man die Falz im Display?

In den meisten Fällen ja. Bei neuen Geräten ist sie weniger sichtbar, aber unter bestimmten Lichtwinkeln bleibt sie erkennbar.

Wie viele Faltvorgänge halten Foldables aus?

Hersteller geben oft 200’000 bis 400’000 Faltungen an. Das entspricht bei normaler Nutzung mehreren Jahren.

Kann man die Schutzfolie vom Display entfernen?

Nein, bei vielen Foldables ist sie Teil der Displaykonstruktion. Entfernt man sie, kann das Display beschädigt werden.

Verbrauchen Foldables mehr Akku?

Oft ja, weil grosse Displays mehr Energie brauchen. Dafür haben viele Modelle aber auch grössere Akkus.

Warum ist die Kamera bei Foldables oft schlechter?

Der Platz im Gehäuse wird durch Scharnier und Faltmechanik begrenzt – weniger Raum für grosse Sensoren.

Lohnen sich Foldables preislich?

Das hängt stark vom Nutzungsprofil ab. Wer das grosse Display aktiv nutzt, profitiert deutlich. Wer es selten braucht, zahlt viel für wenig Mehrwert.

Lohnt sich ein Foldable als Ersatz für ein Tablet?

Für viele ja – besonders beim Lesen, Reisen oder Multitasking.

Sind Foldables für Kinder geeignet?

Eher nicht. Sie sind empfindlicher und deutlich teurer als normale Smartphones.

Warum bringt Apple noch kein Foldable heraus?

Apple wartet vermutlich, bis Technik, Haltbarkeit und Software ausgereift genug sind, um zum eigenen Qualitätsanspruch zu passen.

Tags: HardwareMobile Geräte
Über die Autor:in

Miriam Schäfer

Social Media und redaktionelle Inhaltspflege rundum.dog seit April 2026. Schreibt für dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, Social-Media-Trends und KI-Themen.

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