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Google Analytics einbinden: Konto erstellen & Tracking Code implementieren

Roger Klein · 5. Juni 2019 · 4 Min. lesen

Erstmals erschienen im Juni 2019, im Oktober 2026 neu geschrieben.

Google Analytics zeigt dir, wie viele Leute deine Website besuchen, woher sie kommen und welche Seiten sie ansehen. Die Anleitung, die hier 2019 stand, beschrieb Universal Analytics. Google hat diese Version im Juli 2023 abgeschaltet. Heute gibt es nur noch Google Analytics 4, kurz GA4, und dort sieht fast alles anders aus. Was sich im Grundsatz geändert hat, steht im Beitrag Alles, was du über Google Analytics 4 wissen musst.

Brauchst du es überhaupt?

Nicht jede Website braucht Google Analytics. Wenn du nur wissen willst, über welche Suchbegriffe Leute zu dir finden, reicht die Google Search Console. Sie wertet Daten aus der Google-Suche aus. Auf deiner Website läuft dafür kein Mess-Skript, wenn du die Inhaberschaft per DNS-Eintrag, HTML-Datei oder Meta-Tag bestätigst. Ein Einwilligungs-Banner brauchst du dafür nicht.

Wenn du Besucherzahlen willst, ohne Daten an Google zu geben, gibt es schlanke Alternativen wie Matomo oder Plausible. Google Analytics lohnt sich vor allem, wenn du Google Ads schaltest oder einen Shop auswerten willst.

Das Konto gehört dir

Richte Analytics mit deinem eigenen Google-Konto ein, am besten mit einer Firmenadresse und nicht mit der privaten. Agenturen und andere Helfer bekommen von dir eine Freigabe und arbeiten darüber. So behältst du die Daten, wenn die Zusammenarbeit endet. Für uns gilt: Der Kunde hat immer die Hoheit über seine Konten.

Konto und Property anlegen

  1. Öffne analytics.google.com und melde dich mit deinem Google-Konto an.
  2. Klick auf «Messung starten» und gib dem Konto einen Namen, am einfachsten den deiner Firma.
  3. Nimm bei den Einstellungen zur Datenfreigabe alle Häkchen raus. Google weiss schon genug.
  4. Lege eine Property an. So nennt Google die Website, die gemessen wird. Wähle als Zeitzone Schweiz, sonst beginnt der Tag in den Berichten zur falschen Stunde. Als Währung nimmst du Schweizer Franken.
  5. Beantworte die Fragen zu Branche und Zielen. Sie beeinflussen nur, welche Berichte dir zuerst gezeigt werden.
  6. Wähle als Plattform «Web», gib die Adresse deiner Website ein und erstelle den Datenstream.

Am Ende zeigt dir Google eine Mess-ID. Sie beginnt mit «G-».

Die Mess-ID einbauen

Es gibt drei Wege. Nimm einen davon, nicht zwei. Sonst zählst du jeden Besuch doppelt.

  • Über deine Einwilligungs-Lösung. Viele Cookie-Banner für WordPress bauen Analytics selbst ein, sobald du die Mess-ID einträgst. Das ist der sauberste Weg, weil erst nach der Zustimmung gemessen wird.
  • Mit einem Plugin. Site Kit von Google verbindet WordPress mit Analytics und der Search Console, ohne dass du Code anfasst.
  • Von Hand. Google zeigt dir unter «Tag-Anleitung ansehen» ein Stück Code, das Google-Tag. Es gehört auf jeder Seite in den Kopfbereich, direkt nach dem öffnenden head-Element.

Erst fragen, dann messen

Dieser Abschnitt fehlte 2019 ganz. Heute ist er der wichtigste.

Google Analytics setzt Cookies und schickt Daten deiner Besucher an Google. In der Schweiz musst du mindestens offenlegen, dass du Analytics einsetzt, wozu und in welches Land die Daten gehen. Dazu müssen deine Besucher die Messung gut sichtbar und mit wenigen Klicks ablehnen können.

Richtest du dich auch an Kunden in der EU, zum Beispiel mit einem Shop, der dorthin liefert, brauchst du ihre Zustimmung, bevor die Messung beginnt.

Ein Einwilligungs-Banner ist der sichere Weg. Damit erfüllst du die Schweizer Regeln und die strengeren der EU auf einmal.

Praktisch heisst das:

  • Analytics lädt erst, wenn jemand zugestimmt hat.
  • «Ablehnen» ist gleich gut erreichbar wie «Akzeptieren».
  • Die Datenschutzerklärung nennt Google Analytics, den Zweck und die USA als Empfängerland.

Rechne damit, dass ein Teil der Besucher ablehnt. Deine Zahlen sind danach kleiner als die Wirklichkeit. Für Vergleiche über die Zeit taugen sie trotzdem.

Stand Oktober 2026. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel frag eine Fachperson für Datenschutz.

Prüfen, ob gemessen wird

Öffne in Analytics den Bericht «Echtzeit». Ruf deine Website in einem zweiten Browser oder auf dem Handy auf und stimme im Banner zu. Nach einigen Sekunden solltest du dich selbst als Besucher sehen. Wenn nicht, liegt es meist an einem Werbeblocker im Browser oder an einem Cache, der die alte Seite ausliefert.

Vier Einstellungen, die sich lohnen

Alle findest du über das Zahnrad unten links, in der Verwaltung.

  • Datenaufbewahrung verlängern. GA4 behält Detaildaten in der Voreinstellung nur zwei Monate. Stell auf 14 Monate um. Die Standardberichte sind davon nicht betroffen, eigene Auswertungen über mehr als zwei Monate aber schon.
  • Eigene Besuche ausschliessen. Unter den Einstellungen des Datenstreams kannst du internen Traffic definieren, damit deine eigenen Aufrufe die Zahlen nicht verfälschen.
  • Search Console verknüpfen. Unter den Produktverknüpfungen. Danach siehst du in Analytics auch, über welche Suchanfragen die Leute kommen.
  • Ein Schlüsselereignis festlegen. Sag Analytics, was auf deiner Website zählt: ein abgeschicktes Kontaktformular, ein Anruf, eine Bestellung. Ohne das siehst du Besuche, aber nicht, ob sie etwas gebracht haben.
Roger Klein Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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