Google wagt mit „Keen“ einen Start in den Social Media

Geschrieben von
Roger Klein
Google Keen

Area 120 nennt sich der Inkubator von Google. In dieser Ideenwerkstatt sorgen kreative Köpfe für Innovationen und bringen sie zum Testlauf. Keen ist deren neuestes Produkt und ein weiterer Versuch von Google, in Richtung Social Media vorzudringen. Erfolgreichstes Produkt in dem Segment ist bisher YouTube. Keen wirkt wie eine Weiterentwicklung der Google Sammlungen – technisch sind auch Elemente von Google Alerts erkennbar. Die Anwendung erinnert stark an Pinterest: Sammlungen anlegen und mit der Welt teilen.

Kennst du den Spruch aus Zeiten vor der Digitalisierung: «Das spricht sich herum wie ein Lauffeuer»? Die eigentliche Frage lautet: Werden Sammlungen bei Pinterest oder Keen schneller geteilt – und von wem?

Was genau ist Google Keen?

Keen heisst übersetzt «Interesse haben». Auf der neuen Google Plattform legst du für deine Interessensgebiete Keens an – der neue Begriff für die Sammlungen. Diese bestehen aus Texten, Blog-Beiträgen, Amazon-Links, YouTube-Videos und vielem mehr. Ziel ist es, die Anwendung als einen Hafen für die Interessen der Nutzer zu etablieren.

Die Plattform soll helfen, nicht stundenlang im Internet stöbern zu müssen. Zu den erstellten Keens kannst du Freunde einladen. Freunde können die Inhalte wiederum mit ihren Freunden teilen. Deine Sammlungen lassen sich aber auch privat halten. Wenn du deine Google Keens öffentlich zur Verfügung stellst, können interessierte Nutzer dir folgen und erhalten eine Benachrichtigung, wenn neue Inhalte hinzugefügt wurden.

Google hebt bei seinem neuen Tool den Einsatz künstlicher Intelligenz hervor. Damit soll sich Keen deutlich im Bereich Social Media von anderen Anbietern abheben. Dabei kommt Googles Suchmaschine zum Einsatz. Eine Steigerung der Effizienz will das Unternehmen durch Machine-Learning erreichen. Die KI steuert passende Inhalte bei – je mehr Beiträge du hinzufügst, desto treffsicherer werden die Ergebnisse.

Künstliche Intelligenz versus grosse Community: Wettrennen mit Pinterest?

Pinterest ist inzwischen ebenfalls dabei, durch den Einsatz künstlicher Intelligenz die Suchergebnisse für ähnliche Beiträge zu optimieren. Dass der Datenhaushalt von Google unerschöpflich erscheint, ist unbestritten. Pinterest wurde 2009 in Kalifornien gegründet – im Bereich Social Media eine lange Zeit, um eine grosse Community aufzubauen. Diese fügt bei Pinterest seit Jahren Beiträge zu Pinnwänden hinzu, was den Algorithmus mit Daten füttert und effizientere Ergebnisse liefert.

Eine Punkteliste, um den besseren Anbieter zu ermitteln, ist verfrüht. Keen befindet sich noch in Googles Testlabor Area 120. Der überwiegende Teil solcher Neuigkeiten verschwindet in der Bedeutungslosigkeit – erfolgreiche Innovationen kommen aber ebenso von den Machern dort.

Was das für dich bedeutet: Testen lohnt sich. Die Pferde wechseln ist in dieser Phase nicht angesagt. Das Wettrennen zwischen KI-basierter Plattform und vorhandener grosser Community hat gerade erst begonnen. Mal sehen, wer den besseren Brandbeschleuniger hat.

Tags: GoogleKünstliche IntelligenzTools
Über die Autor:in

Roger Klein

Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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