Namhafte SEO-Tools bieten meist integrierte Funktionen für die Keyword-Recherche. Doch oft lohnt sich ein Blick über deren Tellerrand.
Bevorzugte Quellen für die Keyword-Recherche
Wer eine Keyword-Recherche startet, greift meistens zuerst zu eigens dafür entwickelten Tools wie Ahrefs, Moz, SEMrush oder Soovle. Das ist nicht grundsätzlich falsch. Allerdings hat diese klassische Form der Keyword-Suche einen blinden Fleck: Der Fokus liegt allein auf dem Suchvolumen innerhalb der Suchmaschinen.
Warum ist das ein Problem? Manchmal fehlt schon der Ausgangspunkt – die Grundidee für das Schlagwort, nach dem man eigentlich sucht. Viele schauen zuerst bei der Konkurrenz vorbei, um sich zu inspirieren. Doch auch dort bleiben relevante Keywords oft unsichtbar – weil die Konkurrenz sie selbst noch nicht auf dem Schirm hat.
Ideen für Keywords abseits der Suchmaschinen
Keywords sind ein Begriff aus dem SEO. Klar, dass man auf der Suche nach Ideen für die Webseite, den nächsten Blog-Beitrag oder allgemeinen Content sofort zu Tools greift, die Suchmaschinen nach aktuellen Trends durchforsten. Als würde sich alles, was sich im Internet abspielt, allein in einer Suchleiste abspielen. Dabei will doch jeder einmal Trendsetter sein – derjenige, der ein Keyword als Erstes auf der eigenen Seite prägt.
Themenrelevante Foren
Wenn du in einem Thema unterwegs bist, das du kennst, kennst du wahrscheinlich auch die Foren dazu. Such einfach nach früheren Schlagworten kombiniert mit dem Begriff «Forum». Merk dir die Treffer, in denen regelmässig heiss diskutiert wird. Welche Fragen stellen die Leute, die dort nach Rat suchen? Wie ist die Stimmung im Austausch? So entdeckst du neue Keywords direkt bei ihrer Entstehung – und bekommst nebenbei tiefere Einblicke in die Sichtweise deiner Zielgruppe.
Innerbetrieblicher Austausch
Manchmal geht Keyword-Recherche komplett offline: Frag in den Abteilungen nach, die Kundenkontakt haben, was aktuell Thema ist. Auch hier zählt: Welche Fragen kommen immer wieder? Welche Kritiken oder Verbesserungsvorschläge kommen von der Kundschaft?
Oldschool Keyword-Recherche: Fachzeitschriften und Zeitungen
Zugegeben, dasselbe lässt sich natürlich auch online erledigen. Aber manchmal ist es aufschlussreich, welche Themen in Printmedien auftauchen, die in Suchmaschinen angeblich nicht «gut ranken». Bedeutet das zwangsläufig, dass sie niemanden interessieren? Nein. Ein paar Extra-Medien zur Hand zu haben, schadet der Keyword-Recherche nie. So bleibst du auch abseits des Bildschirms auf dem Laufenden – und erkennst Schlagzeilen, bevor sie viral gehen.
Keywords in sozialen Medien auftun
Wer Social Media wie Facebook, Instagram, Pinterest oder Twitter nutzt, könnte über einen Suchbegriff früher oder später auf deine Seite stossen – überlass das nicht dem Zufall. Wenn du deine Zielgruppe kennst, folg relevanten Accounts auf den sozialen Plattformen. Themenrelevante Influencer helfen ebenfalls weiter. Überflieg Beiträge mit besonders vielen Kommentaren. Was gefällt den Leuten, was stösst auf Widerwillen? Daraus lassen sich Keywords ableiten, mit denen du dich auf deiner Webseite vertieft befassen kannst.