Marketing und Digitalisierung als Einheit: Von „Querulanten“ zu multidisziplinären Teams

Geschrieben von
Roger Klein
Marketing Digitalisierung

Auf dem Weg der Digitalisierung geht es nicht zuletzt um Innovation. Führende Unternehmen setzen zunehmend auf teils riskante Methoden, um sich von Konkurrenten abzusetzen. Ein deutliches Beispiel ist die Entwicklung der deutschen Automobilindustrie – mit Herausforderern wie Tesla. Aus gewagtem Vorgehen lassen sich nachhaltige Lehren für Marketing und Digitalisierung ziehen.

Erste Lehre: Innovative Lösungen entwickeln

Das Grundkonzept eines jeden Marketings: auf Kundenprobleme mit passenden Lösungen reagieren. Diese sollen so kommuniziert werden, dass Kunden sowohl das Problem richtig einordnen als auch die angebotene Lösung wertschätzen.

Strategische Entscheidungen auf dieser Basis beeinflussen die gesamte Firmenorganisation – mitunter erheblich. Das bringt Ausgaben und Risiken mit sich. Dieses Risiko muss man eingehen, wenn man langfristig vorne mitspielen will.

Das Problem zeigt sich exemplarisch bei deutschen Automobilherstellern: Statt alternative Antriebe zu entwickeln, haben sie Lobbyarbeit für den Verbrennungsmotor betrieben. Marktüberraschungen entstehen plötzlich und erzeugen Veränderungen beim Kundenverhalten – die Corona-Krise ist nur ein Beispiel.

Dazu kommt ein Ökologie-Trend, der den Druck auf Verbrennungsmotoren weiter erhöht. Dass grosse, traditionsreiche Organisationen sich nur langsam verändern, ist verständlich – aber keine Dauerstrategie.

Marketing und Digitalisierung: Nutzung von Automatisierungstools

Digitalisierung bedeutet: Firmen setzen zunehmend Automatisierungstools ein. Die steigern die Effizienz und beschleunigen Arbeitsprozesse – weit über das Marketing hinaus. Trotzdem scheuen viele Unternehmen die Umsetzung. Die Gründe: Implementierungskosten, anfängliche Reibung im Betrieb.

Dazu kommt Widerstand von langjährigen Mitarbeitenden. Manchmal ist es der Aufwand, manchmal die Sorge, durch neue Tools überwacht zu werden. Diese Angst lässt sich nehmen – durch direkte Kommunikation der Vorgesetzten oder anderer zuständiger Stellen. Der Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen für alle Beteiligten und der Notwendigkeit für das Unternehmen.

Die dritte Lehre: Multi-disziplinäre Teams fördern

Multi-disziplinäre Teams bringen innovative Lösungen. Sie sind aber nicht einfach zu führen: Die Heterogenität ist Stärke und Reibungspunkt zugleich – jede Person hat eigene Vorstellungen von «richtig» und «falsch». Das stellt Abteilungsleiter und Vorgesetzte vor echte Aufgaben.

Der Aufwand zahlt sich aus. Unterschiedliche Persönlichkeiten bringen Perspektiven, die homogene Teams nicht liefern. Wer als Vorgesetzte:r sensibel für diese Dynamik ist, kann entstehende Konflikte aktiv nutzen statt nur managen.

Im Alltag wirken manche Mitarbeitende auf den ersten Blick querulantisch. Oft sind genau das die Personen, die den Gesamtprozess voranbringen. Nach aussen wirken sie wie Bremsklötze – dabei spiegeln sie kritische Kundenperspektiven.

Diese «guten Querulanten» gehören aktiv ins Team integriert. Wer nur nickt und Konflikte vermeidet, hilft selten dabei, reale Risiken früh zu erkennen.

Lehre Nummer 4: Schulungen und Coachings

Aus dem Gesagten wird klar: Vor allem Vorgesetzte und Teamleiter brauchen gezielte Förderung – nicht nur technisch, sondern auch auf der Führungsebene.

Multi-disziplinäre Teams zu leiten verlangt Reife, Geduld und Durchsetzungsvermögen. Ausgebildete Coaches schaffen die Grundlage für produktive Zusammenarbeit und ehrliche Reflexion. Die Investition in Führungskräfte-Training rechnet sich.

Was Marketing und Digitalisierung gemeinsam brauchen

Aus kritischen Entwicklungen zu lernen ist kein Eingeständnis von Schwäche – es ist der direkteste Weg, um nicht zweimal in dieselbe Falle zu tappen. Neue Sichtweisen öffnen sich, und damit auch Chancen: für Digitalisierung, für ein wirkungsvolleres Marketing.

Veränderungen kosten. Idealerweise nicht mehr als nötig. Aber wer seine Kunden dauerhaft gut bedienen will, kommt nicht daran vorbei – und es zeigt sich, dass modernes Marketing ohne Digitalisierung schlicht nicht funktioniert.

Digitalisierung ist kein Schicksal, das man erleidet. Sie ist ein Werkzeug: Daten schneller auswerten, gezielter kommunizieren, auf Marktveränderungen früher reagieren. Das ist der Rahmen, in dem Marketing heute stattfindet.

Tags: DigitalisierungOnline-Marketing
Über die Autor:in

Roger Klein

Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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