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Schweizer Regierung formiert weiter zur Abwehr von Cyberangriffen

Geschrieben von
Roger Klein
Cloudspeicher: Handy Display

Als hĂ€tten wir es geahnt: In unserem kĂŒrzlichen Blog-Beitrag haben wir uns intensiv mit der Frage beschĂ€ftigt, ob wir in Sachen Datenschutz sicher aufgestellt sind. Nun kamen binnen kĂŒrzester Zeit weitere brandheisse Neuigkeiten. Der Bundesrat arbeitet an einem Masterplan fĂŒr eine Schweizer Cloud. Unsere Strafverfolgungsbehörden setzen bei ihrer Arbeit vermehrt auf Trojaner. Und St. Gallen will Vorreiter fĂŒr eine ganz neue Strategie zur Abwehr von Cyberangriffen sein.

Der Masterplan zur Abwehr von Cyberangriffen

In den Medienmitteilungen unseres Bundesrats tummeln sich Neuigkeiten, die gern in der Informationsflut untergehen. Anfang April drehte sich alles um die IKT-Strategie — gesetzliche Vorgaben und Regelungen zur Informations- und Kommunikationstechnik. Dabei wurde auch unsere AbhĂ€ngigkeit von auslĂ€ndischen Infrastrukturen moniert. Ein Signal: Der Standort Schweiz ist in Teilen noch nicht wettbewerbsfĂ€hig genug. Bei der Entwicklung von KI oder sicherer Datenverwaltung stehen wir auf dem Weltmarkt eher hinten.

Brauchen wir eine eigene Cloud?

Mit dieser Frage will sich der Bundesrat bis zum nĂ€chsten Sommer priorisiert befassen. Viele europĂ€ische LĂ€nder sind hier schon lange weiter. Öffentliche Cloud-Dienste betreffen nicht nur Behörden — sie betreffen auch alle Privatpersonen. Denn bei der Anbieterwahl greifen wir fast alle auf auslĂ€ndische Offerten zurĂŒck.

Das macht uns technologisch abhĂ€ngig und schrĂ€nkt die DatenverfĂŒgbarkeit ein. Der erkannte Handlungsbedarf mĂŒndet in zwei Ziele: SouverĂ€nitĂ€t stĂ€rken und bestehende AbhĂ€ngigkeiten langfristig minimieren.

Abwehr von Cyberangriffen = Eine hoch priorisierte Aufgabe

Obwohl der Schutz vor Cyberangriffen primĂ€r Regierungsangelegenheit ist, fĂ€hrt der Kanton St. Gallen nun mit einer eigenen Strategie auf. Damit ist er der erste Schweizer Kanton, der eine solche oberste Richtschnur fĂŒr sich definiert — und die vorgestellte Strategie soll nur der erste Schritt von vielen sein. St. Gallen hat gehandelt, was viele zuvor schon vermuteten: Die Bedrohungslage durch Cyberattacken steigt.

Vorstudien der Regierung zeigten, dass der Kanton einen massgeschneiderten Fahrplan braucht. Dabei handelt es sich nicht bloss um eine reine IKT-Strategie. Neben den Regierungsaufgaben werden weitere Akteure einbezogen: kritische Infrastrukturen, die Wirtschaft und nicht zuletzt die Gemeinden und deren Bevölkerung.

Punkt 7 des Gesetzeswerkes definiert die Abwehr von Cyber-Angriffen als „Aufgabe mit hohem Handlungsbedarf“.

Trojaner in unserer Strafverfolgung

Nebenbei kamen wir an einer ÜPF-Statistik (Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr) vorbei. Der Zuwachs von Überwachungsmassnahmen lĂ€sst auf eine klare Ursache schliessen — den besagten Anstieg von Cyberangriffen. Überwachungen in Echtzeit sinken insgesamt, rĂŒckwirkende Massnahmen steigen: Einzelverbindungsnachweise sind ein Beispiel dafĂŒr.

Auch AntennensuchlĂ€ufe fallen in diese Kategorie. Mit neuen Systemkomponenten wurde der Digitalisierung GenĂŒge getan — binnen weniger Stunden lassen sich tausende Mobilfunkzellen analysieren.

Aber warum „Trojaner“? Hierbei handelt es sich um ein Instrument unserer Strafbehörden fĂŒr Online-Durchsuchungen. Die Grundlage ist eine entsprechende Software. Fedpol fĂŒhrte ein Programm namens „Govware“ ein, dessen Codierung der eines Trojaners entspricht. Kurzgefasst: Malware auf der guten Seite des Gesetzes.

Wir bleiben fĂŒr Sie am Ball!

So viele Nachrichten, so viele neue Statistiken, so viele Prognosen — und zum Teil auch WĂŒnsche. Besonders die „Schweizer Cloud“ und der genaue Fahrplan von St. Gallen in Sachen Schutz gegen Cyber-Attacken haben es uns angetan. Setzt der Kanton am Ende ganz neue MassstĂ€be? Sind die Inhalte umsetzbar oder bleiben sie Wunschtraum?

Wie denkst du ĂŒber das Projekt „Swiss Cloud“? Gute Idee zur Förderung unserer WettbewerbsfĂ€higkeit — oder doch Fehlinvestition? Wir sind gespannt auf deine Meinung! Und wir hoffen, du bist es auch — lies in KĂŒrze weitere Insiders und Details zu Cyberangriffen und allen anderen angekĂŒndigten Themen!

Themen: CybercrimeMalwareSchweiz

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Über die Person

Roger Klein

GeschĂ€ftsfĂŒhrer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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