Schluss mit Zoombombing? Weitere Massnahmen des Videokonferenz-Anbieters

Geschrieben von
Miriam Schäfer
Zoombombing

Geschäftliche oder auch private Videokonferenzen ungestört und sicher abhalten? Mit Zoom schien das lange kaum möglich. Im Gegenteil – der Anbieter erlangte traurige Bekanntheit mit einem neuen Begriff für eine spezifische Angriffsform: das Zoombombing. Zoom gibt allerdings nicht auf und führt erneut Features für mehr Sicherheit ein.

Zoom – Eine Geschichte von schlechter Presse

Wer Zoom noch nicht kannte, hörte spätestens davon, als der Betreiber sich zunehmend mit Kritik in Sachen Datenschutz und IT-Sicherheit auseinandersetzen musste.

Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – zumindest nicht für die kostenlose Kundschaft. In den USA reagierte man damit, dass Zoom für den Schulunterricht verboten wurde. Im ersten Quartal 2020 kursierten zudem Berichte, wonach rund eine halbe Million Zoom-Account-Daten im Darknet gehandelt wurden.

Zoom lehnte sich trotzdem nicht zurück. Rasch führte der Anbieter einen neuen Passwort-Standard und Warteräume für Konferenzen ein – um die abwandernde Kundschaft zu halten.

Doch das Zoombombing riss nicht ab

Zoombombing beschreibt den Umstand, wenn sich Fremde in eigentlich private Videokonferenzen einschleichen und dort Unheil anrichten. Manchmal blieb es bei Spam-Nachrichten als Schabernack. Oft aber nicht – vom gezielten Hack bis zum Datendiebstahl war alles dabei, sobald der unbekannte Eindringling erst einmal im Meeting war.

Massnahmen gegen Zoombombing

Passwörter als Standard und Warteräume reichten also nicht aus – jedenfalls nicht gegen kriminelle Akteure. Zoom bestätigte seinerzeit, dass man öffentlich geteilte Meeting-Links prüfe und den Account-Inhaber informiere, sofern der Verdacht auf Zoommodbombing bestehe.

Eine neue Pause-Funktion soll nun Abhilfe schaffen. Betätigt der berechtigte Host die Funktion, stoppen sämtliche Chats und Übertragungen. Geteilte Bildschirmansichten und Mitschnitte ebenfalls. Der Host hat damit Zeit, die Konferenz aufzuräumen – verdächtige oder unerwünschte Teilnehmer zu melden und zu entfernen.

Das läuft über das Security-Icon. Vorher musst du die «Melden»-Funktion für deinen Account freischalten. Im Zoom-Support zum Thema «einen Teilnehmer melden» findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Tags: DatensicherheitSoftware
Über die Autor:in

Miriam Schäfer

Social Media und redaktionelle Inhaltspflege rundum.dog seit April 2026. Schreibt für dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, Social-Media-Trends und KI-Themen.

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