Suchmaschinenoptimierung mit neuem Social Media Boost

Geschrieben von
Roger Klein
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Experten bewerten den Einfluss von sozialen Netzwerken auf die Suchmaschinenoptimierung unterschiedlich. Eine indirekte Auswirkung ist aber unbestritten – und sie kann zu erheblichen Effekten führen.

Schon seit Jahren ist die Frage, ob und wie genau sich Social-Media-Kanäle auf SEO auswirken, viel diskutiert. Von Google wurde sie nie wirklich beantwortet. Früher stufte der Algorithmus Social-Media-Verlinkungen noch als direkten Rankingfaktor ein – diesen Einfluss hat Google längst aberkannt. Trotzdem wirken Social Signs auf das Suchergebnis ein. Diese Signs setzen sich aus Shares und Likes auf den verschiedenen Kanälen zusammen. Dass es hier eine tatsächliche Korrelation gibt, ist bereits mehrfach – auch von MOZ – nachgewiesen worden.

SEO als Teil der Social-Media-Strategie

Social-Media-Auftritte hängen enger mit SEO zusammen, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Guter Content generiert mehr Fans und Follower. Diese besuchen die Website, die dadurch an Bekanntheit gewinnt. Ein professioneller Social-Media-Kanal mit hochwertigem Content führt so zu mehr Vertrauen – und zu einem besseren Rang.

Voraussetzung ist die richtige Strategie: Nicht jeder Nutzer spricht derselbe Content an. Wer seiner Community echten Mehrwert bieten will, achtet auf die richtige Ansprache. Das setzt voraus, dass die Verantwortlichen die Zielgruppe kennen, eine Community aufbauen und ein klar definiertes Ziel verfolgen. Ein Content-Plan hilft dabei, unregelmässiges oder übermässiges Posten zu vermeiden. Social-Media-Auftritte lassen sich überdies für die Keyword-Recherche nutzen. Wer weiss, wie und welche Keywords gesucht werden, kann seine Inhalte gezielt anpassen und optimieren.

Social Media: Branded Search Volumen steigern

Social-Media-Marketing ist ein wirksames Mittel, um das Branded Search Volume zu steigern. Wer regelmässig fachlich relevante Inhalte postet, etabliert sich innerhalb einer Community – und erzeugt damit ein hohes Markenbewusstsein. Das führt dazu, dass Nutzer gezielt nach einem Keyword kombiniert mit dem Markennamen suchen. Für die SEO hat das konkrete Auswirkungen: Sowohl die Relevanz der Marke für das Keyword als auch die Relevanz der kombinierten Suchabfrage steigen.

Influencer-Marketing gewinnt parallel dazu an Gewicht. Auf Instagram sind über eine Milliarde Nutzer angemeldet. Laut dem Bundesverband der Digitalen Wirtschaft haben bereits 44 Prozent aller Unternehmen ein festes Budget für Influencer eingeplant. Laut dem Benchmark Report des Influencer Marketing Hub können Unternehmen durch Branding-Kampagnen ihren ROI um das Achtfache steigern.

Mit den Branded Content Ads – bald für Stories und Feed auf Instagram verfügbar – entstehen neue Möglichkeiten. Unternehmen müssen nicht mehr zwischen Influencer und Werbung wählen: Influencer-Content lässt sich direkt als Ad im Feed oder in der Story schalten. Die Kombination aus Kampagnen-Targeting und der Reichweite beliebter Influencer ermöglicht es, auch Nutzer zu erreichen, die weder dem Influencer noch der Marke zuvor gefolgt sind. Das kann die Relevanz einer Marke auch bei Suchanfragen nach dem jeweiligen Influencer erhöhen.

Alternative zum Link Building

Backlinks zu generieren ist seit dem Beginn der SEO eine der aufwändigsten Aufgaben. Eine der beliebtesten Methoden: hochwertige Inhalte über Social-Media-Kanäle streuen. Überzeugen diese, teilen andere Seiten den Content – und sorgen so für Backlinks. Passiert das nicht, bleibt trotzdem ein positiver Effekt: Verweildauer, Shares, Klicks und Kommentare senden positive Signale an die Suchmaschine und erhöhen die Sichtbarkeit.

Dass Nutzer zu Markenbotschaftern werden, ist ein Luxus, den sich Marken erst verdienen müssen. In diesem Zusammenhang spricht man von Earned Media. Die Idee dahinter: Inhalte viral gehen lassen, sodass User sie selbstständig weiterverbreiten oder selbst Content dazu erstellen. Mit Bloggern, Content-Produktionen und exakter Zielgruppenansprache versuchen Unternehmen, diesen Effekt auszulösen. Aufwändige Kooperationen sind immer mit Kosten verbunden – trotzdem lohnt sich eine Earned-Strategie, vor allem wenn User die Inhalte von sich aus weiterverbreiten. Ein professionell produzierter Film in einem Blogbeitrag, der viral geht, wirkt sich positiv auf Backlinks, Zugriffszahlen und Engagement Rate aus. Der entscheidende Vorteil von Earned Media gegenüber Owned Media und Paid Media: Glaubwürdigkeit. Der Nachteil: Ab einem gewissen Punkt ist ein viral gehender Inhalt nicht mehr steuerbar.

Die Kampagne WeAccept von Airbnb ist ein gutes Beispiel dafür. Mit dem Projekt positionierte sich Airbnb während des Super Bowls 2017 gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Der Content auf Instagram und Facebook wurde laut Shortyawards 90.000 Mal geteilt. Allein in der ersten Halbzeit nutzten User #weaccept 33.000 Mal – das ergab 87 Millionen Impressions.

Auch YouTube-Videos auf der eigenen Website sollte man nicht unterschätzen. Die Plattform, die zu Google gehört, ermöglicht Austausch und erhöht Vertrauen, Verweildauer und Traffic. Über YouTube lassen sich Social Signs deutlich verbessern. Kommt es zu einem viralen Effekt, zeigt sich die Verbesserung des Rankings schnell. Videos transportieren Emotionen besser als Texte oder Bilder – das macht ihr virales Potenzial entsprechend grösser.

Was Social Media für die SEO wirklich leistet

Der direkte Einfluss sozialer Netzwerke auf das Ranking hat seine Grenzen. Die indirekten positiven Effekte auf die SEO sind aber unbestritten. Wer eine durchdachte Social-Media-Strategie und hochwertigen Content hat, kann in Sachen Earned Media, Branded Search Volume und Link Building einiges bewegen. Strategien, die sich ausschliesslich auf SEO konzentrieren, und Keyword Stuffing bringen ohne echten Mehrwert nichts. Wer auf nachhaltige Relevanz setzt und Inhalte erstellt, die dauerhafte und aktuelle Interessen der Zielgruppe treffen, wird erfolgreich sein – auch beim Ranking.

Über die Autor:in

Roger Klein

Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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