Apple hat auf der WWDC eine ganze Reihe neuer Tools und Frameworks angekündigt, mit denen sich Entwickler austoben konnten. Einige davon erleichtern das Coden ungemein.
Die versammelte Entwicklergemeinde zeigte sich überrascht, als während der WWDC-Keynote das Swift-UI-Framework angekündigt wurde — ein deklarativer Ansatz, mit dem sich User-Interfaces mit deutlich weniger Code bauen lassen. Apple hatte aber auch noch andere praktische Werkzeuge und APIs im Gepäck: vor allem solche, die das Portieren von iPad-Apps auf den Mac vereinfachen. Dazu kommen Updates für Core ML und Create ML, AR-Kit 3, Realitykit und der Reality Composer.
Swift-UI: Deklarativ und zeitgemäss

Swift-UI ist eine UI-Entwicklungsumgebung innerhalb von Xcode. Deklarierst du UI-Komponenten für dein Projekt, erscheinen sie sofort auf der rechten Seite — live, ohne Verzögerung. Das Framework setzt stark auf Automatismen: Dark Mode, Internationalisierung, Bedienungshilfen — das alles lässt sich integrieren, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Native Apps für macOS, iPadOS, iOS, watchOS und tvOS sind alle damit machbar.
Xcode 11 kommt mit weniger Code aus
Auch Xcode 11 profitiert davon. Du gestaltest Nutzeroberflächen über ein grafisches Interface, der Swift-Code wird automatisch generiert. Eine Echtzeit-Vorschau zeigt jede Änderung sofort — du kannst jederzeit zwischen grafischer Gestaltung und Code-Ebene wechseln. Das funktioniert auch auf verbundenen iPads, iPhones, der Apple Watch und Apple TV.
iPad-Apps auf den Mac portieren
Bestehende iPad-Projekte öffnest du in Xcode und fügst grundlegendes Fenster-Management sowie andere macOS-Funktionen mit einem Klick hinzu. Die Anpassung für Maus und Tastatur soll genauso unkompliziert sein. Beide App-Versionen teilen sich denselben Quell- und Projekt-Code — das spart bei der Entwicklung ordentlich Zeit.
AR-Kit 3 bietet zahlreiche Neuerungen

Wer AR-Projekte in der Pipeline hat, freut sich über AR-Kit 3. Neu dabei: People Occlusion, Motion Capture, simultane Unterstützung von Front- und Rear-Kamera, Tracking von bis zu drei Gesichtern gleichzeitig. Realitykit ergänzt das um Umgebungen, Kameraeffekte, Animationen, Raumklang und Physik — zugänglich über das neue Realitykit-Swift-API.
Dazu kommt Reality Composer, eine neue App für Mac und mobile Geräte, mit der du AR-Prototypen erstellst — ganz ohne 3D-Kenntnisse. Per Drag & Drop platzierst, drehst und bewegst du 3D-Objekte und Animationen. Das Ergebnis lässt sich über Xcode in jede App integrieren.
Weitere Werkzeuge für Programmierer
Sirikit unterstützt jetzt Musik-, Podcast- und Hörbuch-Apps von Drittanbietern. Mapkit bringt Dark-Mode-Support, Filter für Points of Interest und Vektor-Overlays. Mit Pencilkit integrierst du Apple-Pencil-Support in jede App. Create ML ermöglicht das Trainieren von Modellen ohne Code. Core ML 3 unterstützt jetzt rund 100 Modellebenen und aktualisiert die Modellanpassung direkt auf dem Endgerät.
Massig neue Design-Ressourcen

Die Design-Ressourcen haben ein umfangreiches Update bekommen. Die auffälligste Neuerung: ein Satz von rund 1.000 konfigurierbaren Symbolen plus eine Mac-App namens SF Symbols. Die Symbole integrieren den Apple-Systemfont San Francisco und funktionieren in iOS 13, tvOS 13 und watchOS 6. Die App lässt dich Symbole sortieren, durchsuchen und per Drag & Drop auf den Desktop ziehen, für Xcode aufbereiten oder als Template exportieren — Grundlage für eigene Symbole auf Basis der Apple-Sammlung.
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