Anlässlich des Welt-Ozean-Tags am 8. Juni spricht Lorna über neue Unterwasser-Street-View-Bilder aus der ganzen Welt und zeigt, was die Kameras unter der Oberfläche eingefangen haben.
Unter der Oberfläche des Ozeans liegt eine Welt, die die meisten von uns nie direkt sehen werden. Schön – und gleichzeitig ernüchternd. Die Aufnahmen zeigen gebleichte, sterbende Korallen und Plastik, das das Meeresleben zerstört. Lorna hofft, dass die neuen Unterwasserbilder auf Street View – jetzt in der Google Earth-Sammlung zu finden – Menschen dazu bringen, sich in den Ozean zu verlieben. In seine Schönheit und in seine Fragilität.
Die neuesten Unterwasseraufnahmen auf Google Street View sind bemerkenswert: Lizard Island am Great Barrier Reef, die Korallenlagunen Neukaledoniens. Wer Korallenriffe bisher kaum kannte, wird von den Farben und der Artenvielfalt überrascht sein. Was dabei wichtig zu wissen ist: Die fluoreszierenden Farben sind kein Zeichen von Gesundheit. Die Korallen fluoreszieren, weil sie sich gegen den wärmer werdenden Ozean zu schützen versuchen. Manche nennen es «den schönsten Tod der Natur».
Andere Bilder zeigen den «Million Dollar Point» im Vanuatu-Archipel im Südpazifik – dort versenkten US-Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg Jeeps und Bulldozer, als sie das Gebiet verliessen. Die Aufnahmen zeigen, wie der Ozean mit dieser Entsorgung umgeht – und er kommt damit durch. Was er nicht wegschafft: die acht Millionen Tonnen Plastik, die jedes Jahr ins Meer gelangen. Das Plastik schadet der Meeresfauna direkt. Und weil Meerestiere es über die Nahrung aufnehmen, landet es am Ende wieder auf unserem Teller.
Mit Google Earth lernen und die Welt verstehen
Mit Google Street View kannst du die ganze Welt bereisen und dabei konkrete Informationen abrufen – interaktiv, direkt, ohne viel Aufwand. Die neuen Unterwasserbilder erweitern das nochmals. Mit wenigen Klicks siehst du Orte, die sonst kaum jemand zu Gesicht bekommt. Vielleicht verliebst du dich dabei in unseren Planeten – und überlegst, wie du ihn schützen kannst. Schon weniger Plastik im Alltag macht einen Unterschied.