Google steht mit seinem Namen quasi für eine ganze Kategorie von Produkten: Suchmaschinen für das Internet. Konkurrent Microsoft mit Bing gerät irgendwie immer in Vergessenheit. Doch auch dieses Recherche-Tool hat einige Stärken, von denen selbst Google sich eine Scheibe abschneiden könnte.
Demografie der Bing-Nutzer bietet Chancen
Bing ist im Vergleich zu Google verhältnismässig jung. Die Google-Suche gibt es seit 1997, Bing zog erst 2009 nach. Trotzdem haben beide Suchmaschinen ein breites Netzwerk aufgebaut – wobei Google in puncto Bekanntheit und Partnerseiten klar vorne liegt.
Spätestens bei den demografischen Merkmalen der Nutzer zeigen sich aber deutliche Unterschiede – und die bringen echte Chancen, wenn man sie kennt.
Bing veröffentlichte via Twitter einmal ein Bild mit dem Slogan «bigger than you think». Dazu gab es Zahlen: Fast die Hälfte der Bing-Nutzer ist zwischen 35 und 54 Jahre alt, mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von rund 100’000 US-Dollar.
Klarer Bing Vorteil: Niedrigere Kosten für Ads
Aus dem Marketing kennen wir das Prinzip: Nachfrage treibt den Preis. Mit Bing erreichst du nie dieselbe Reichweite wie mit Google – aber Googles hohe Nutzerzahl und das enorme Suchvolumen treiben die Kosten für Ads entsprechend in die Höhe.
Bing Ads kosten schätzungsweise 8 Dollar pro Klick, Google Ads fast 20 Dollar. Dazu kommt der Faktor des hohen Haushaltseinkommens: Selbst wenn du mit Bing weniger Menschen erreichst, sprichst du eine lukrative Zielgruppe an.
Vorteil von Bing ist Nachteil von Google
Was Bing stark macht, setzt Google unter Druck. Heute setzen viele Marketer auf Google – was die Klickpreise weiter nach oben treibt. Letztlich entscheidet dein verfügbares Marketing-Budget, welche Suchmaschine für dich sinnvoller ist.
PS: Microsoft belohnt Bing-Nutzer
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Microsoft hat ein Belohnungs-System für aktive Bing-Nutzer. Mit Microsoft Rewards spricht der Konzern vor allem jüngere Nutzer aus dem Bereich Gaming an. Wer auf der XBOX Erfolge sammelt oder im Microsoft-Shop einkauft, bekommt Punkte – und die lassen sich gegen MS-Produkte einlösen.
Auch Suchen über Bing werden mit Rewards-Punkten vergütet. Google bietet ein vergleichbares Belohnungssystem für private Nutzer nicht.
Was wirklich zählt bei der Wahl zwischen Bing und Google
Dein Budget beeinflusst die Wahl der richtigen Ad-Plattform erheblich. Der entscheidende Faktor ist dabei die Zielgruppe: Willst du maximale Reichweite, ist Google die richtige Wahl.
Relevant sind auch die angebundenen Systeme. Nutzt du Google-Produkte wie YouTube, Gmail oder Google Shopping, fällt die Entscheidung naheliegenderweise auf Google. Bevorzugst du Yahoo oder AOL, hat Bing weitere Vorteile zu bieten.