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Was ist Social Media

Geschrieben von
Roger Klein
Google Keen

Erstmals erschienen im März 2014, im Oktober 2026 neu geschrieben.

Social Media sind Plattformen im Internet, auf denen die Nutzer die Inhalte selbst liefern. Sie posten, kommentieren und teilen. Der Betreiber stellt die Technik und entscheidet, wer was zu sehen bekommt.

Das unterscheidet Social Media von Zeitung und Fernsehen. Dort gibt es eine Redaktion, die sendet, und ein Publikum, das empfängt. Auf Social Media kann jeder beides sein.

Was seit 2014 anders ist

Die Erklärung von oben gilt noch. Fast alles andere hat sich geändert.

Die Namen. Google+ wurde 2019 eingestellt. Twitter heisst seit 2023 X. TikTok gab es 2014 noch nicht. Heute orientieren sich die anderen Plattformen daran.

Der Algorithmus entscheidet. Früher sahst du, was die Leute posteten, denen du folgtest, in der Reihenfolge des Erscheinens. Heute wählt die Plattform aus, was sie dir zeigt, und ein grosser Teil davon stammt von Leuten, denen du nicht folgst. Für ein Unternehmen heisst das: Wer dir folgt, sieht deinen Beitrag deshalb noch lange nicht.

Video vor Text. Kurze Hochkant-Videos sind auf fast jeder Plattform das wichtigste Format. Text und einzelne Bilder gibt es weiterhin, sie erreichen aber weniger Leute.

Vieles passiert im Verborgenen. Ein grosser Teil des Austauschs läuft in WhatsApp-Gruppen, Direktnachrichten und geschlossenen Gruppen. Empfehlungen wandern dort weiter, ohne dass du es von aussen siehst.

Werbung ist der Normalfall. Unbezahlte Reichweite für Unternehmensseiten ist klein geworden. Wer verlässlich Leute erreichen will, die ihn noch nicht kennen, bezahlt in der Regel dafür.

Welche Arten es gibt

Die Grenzen verschwimmen, weil jede Plattform Funktionen der anderen übernimmt. Zur Orientierung hilft es trotzdem:

  • Netzwerke rund um Bekannte und Gruppen: Facebook
  • Bilder und kurze Videos: Instagram, TikTok
  • Lange Videos: YouTube
  • Beruf und Geschäft: LinkedIn
  • Kurznachrichten und Tagesgeschehen: X, Threads, Bluesky, Mastodon
  • Ideen sammeln: Pinterest
  • Messenger mit Gruppen und Kanälen: WhatsApp, Telegram, Signal
  • Foren und Gemeinschaften zu einem Thema: Reddit, Discord

Welche Altersgruppe wo unterwegs ist, steht im Beitrag Zielgruppenverteilung auf Social Media.

Was das für ein kleines Unternehmen heisst

Du bist Mieter. Dein Profil gehört der Plattform. Sie kann die Regeln ändern, die Reichweite kürzen oder dein Konto sperren. Deine Website und deine Adressliste gehören dir. Social Media ist deshalb der Ort, an dem du Leute triffst, und die Website der Ort, an den du sie einlädst.

Eine Plattform reicht für den Anfang. Ein Kanal, den du jede Woche pflegst, bringt mehr als fünf, die seit Monaten stillstehen. Ein verwaistes Profil wirkt schlechter als gar keins.

Wähle nach deinen Kunden. Frag dich, wo die Leute sind, die du erreichen willst. Welche Plattform gerade im Gespräch ist, spielt keine Rolle. Ein Handwerksbetrieb im Dorf ist mit einem gepflegten Google-Unternehmensprofil und einer Facebook-Seite oft besser bedient als mit TikTok.

Zeig, was du tust. Ein Foto von der Baustelle, eine Frage, die dir Kunden oft stellen, ein Blick in die Werkstatt. Das ist ehrlicher als Werbesprüche und kostet weniger Zeit als gedacht.

Antworte. Kommentare und Nachrichten sind der Kern. Wer nur postet und nie antwortet, verschenkt den Hauptnutzen.

Mitlesen, auch wenn du nicht postest

Über dein Unternehmen wird gesprochen, ob du dabei bist oder nicht: in Google-Bewertungen, in der Facebook-Gruppe des Dorfes, in Foren. Es lohnt sich, alle paar Wochen deinen Firmennamen zu suchen und die Bewertungen zu lesen. Auf eine Kritik sachlich zu antworten, wirkt auf spätere Leser stärker als die Kritik selbst.

Brauchst du Social Media überhaupt?

Nicht zwingend. Wenn deine Kunden über Empfehlung, Google und deine Website zu dir finden und du ausgelastet bist, ist kein Profil besser als ein halbherziges. Sinnvoll wird es, wenn du etwas zu zeigen hast, das sich gut in Bildern erzählen lässt, oder wenn deine Kunden dort Fragen stellen, die du beantworten kannst.

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Über die Person

Roger Klein

Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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