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WhatsApp Pay internationales Release wird bald erwartet

Geschrieben von
Miriam Schäfer
WhatsApp Pay

Endlich ist es soweit: Der bekannte Messaging-Dienst WhatsApp bekommt eine neue Bezahlfunktion namens Pay. Der Name ist Programm — kurz, direkt, praktisch. Ob das stimmt, schauen wir uns hier an. Und wir gehen den Bedenken zur Datensicherheit nach, die vor dem Release vielerorts geäussert wurden.

Release beginnt in Brasilien

WhatsApp Pay ist seit kurzem in Brasilien verfügbar — als erstes Land weltweit darf Brasilien das neue Feature in der Praxis testen. Die Wahl des Standorts ist kein Zufall: Laut dem Betreiber selbst treten brasilianische Kunden besonders häufig per WhatsApp mit lokalen Geschäften in Kontakt, bevor sie dort Waren beziehen — das Kaufverhalten passt also zum Feature.

Was kann WhatsApp Pay?

WhatsApp kennt jeder. Pay integriert eine Bezahlfunktion direkt in die App — vermutlich per simplem Update der bereits installierten Version.

Vielleicht kennst du auch die ähnliche Funktion des Mutterunternehmens Facebook: Über den Messenger lassen sich bereits international Zahlungen direkt im Chat tätigen. Facebook nennt den Service ebenfalls Pay — da liegt es nahe, dass WhatsApp Pay dieselbe Namensgebung übernimmt.

Das Verfahren ist simpel. Über den Chat können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen Zahlungen an beliebige Kontakte anstossen. Im Chat-Menü steht dafür ein Währungs-Button bereit, etwa das Dollar- oder Eurozeichen. Betrag eingeben, optional eine Nachricht dazuschreiben — fertig, die Zahlung geht raus.

Benötigte Informationen

Ganz so einfach ist eine Überweisung dann aber doch nicht. Für Facebook Pay gelten diese Voraussetzungen — und höchstwahrscheinlich wird das auch für WhatsApp Pay gelten:

  1. Ein vorhandener Facebook-Account auf Absender- und Empfänger-Seite
  2. Mindestalter von 18 Jahren
  3. eine vorhandene Kreditkarte, z.B. VISA oder Mastercard
  4. alternativ ein mit Facebook verbundener PayPal-Account
  5. unterstützte Währung
  6. die Bezahl-Funktion muss auf Facebook vorab freigeschaltet sein

Um die Funktion freizuschalten, gehst du in den persönlichen Einstellungen auf «Einstellungen und Privatsphäre» in deinem Profil — von dort kommst du in den eigenen Bereich für Facebook Pay.

Wie sicher ist WhatsApp Pay?

Sobald jemand Bankdaten oder Kreditkarteninformationen haben möchte, ist Skepsis angebracht. Gerade im Chat-Kontext denkt kaum jemand sofort daran, «im selben Satz» ein paar Franken mitzusenden.

Facebook hat jedoch mitgeteilt, dass der Sicherheitsaspekt bei der App-Entwicklung allerhöchste Priorität hatte — und weiterhin hat, solange sich die App im Entwicklungsstadium befindet. Unsichere Transaktionen oder unbeabsichtigte Zahlungen sollen in WhatsApp Pay schlicht nicht möglich sein. Jede Zahlung wird entweder per Fingerabdruck-Scan oder alternativ per sechsstelliger PIN autorisiert.

Wer PayPal kennt, weiss, wie das funktioniert: Zahlungen laufen direkt von Konto zu Konto, ohne zwischengeschaltete Stelle. WhatsApp Pay ist — genau wie Facebook Pay oder PayPal — nur eine Schnittstelle, die den Dienst bereitstellt. Ein Angriffspunkt weniger.

Datensicherheit gewährleisten

Solche Zahldienste per App zu nutzen ist nicht verkehrt. Aber du solltest wissen, wem du deine vertraulichen Informationen gibst. Informiere dich vor der Installation neuer Apps über die Berechtigungen, die du ihnen erteilst.

Ausserdem gilt: Die jeweiligen Accounts sind die Grundlage aller Zahlungsmethoden — und damit das schwächste Glied. Verwende für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort und ändere es regelmässig. Wenn du einen Verdacht hast — Virus auf dem Handy, Spam-Eingang, Malware-Alarm — überprüfe alle relevanten Accounts auf ein potenzielles Datenleck.

Themen: AppDatensicherheitUpdates & Releases

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Über die Person

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Erstellt und betreut Fachinhalte für dataloft zu Datenschutz, Online-Recht, KI und digitalen Trends. Verantwortlich für Content, Redaktion und Social Media bei rundum.dog.

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