Viele Marketer investieren viel in den Versand von Newsletters. In den meisten Kampagnen laufen automatisierte Versandzeiten — doch wie unterschiedlich die Ergebnisse im Ländervergleich ausfallen, hat nun eine Studie gezeigt.
Die beste Zeit für den Newsletter
Ursprünglich hiess es, die beste Zeit für den Newsletter-Versand liege morgens zwischen 8 und 10 Uhr sowie nachmittags zwischen 15 und 16 Uhr. Das ergibt Sinn: zu diesen Zeiten öffnen potenzielle Lesende ihre Mails entweder vor oder nach der Arbeit.
Der Newsletter-Anbieter Sendinblue hat eine gross angelegte Studie durchgeführt, um den Ländervergleich für optimale Versandzeiten zu ermitteln.
Grundlagen der Studie
Sendinblue analysierte 4,4 Milliarden Newsletter per E-Mail, versendet zwischen Januar und Mai dieses Jahres. Aus den häufigsten Öffnungszeiten leitete der Anbieter die besten Versandzeiten ab — je höher die Klickraten, desto passender die Uhrzeit. Zwölf europäische Länder flossen in den Vergleich ein.
Schweizer sind bei der Newsletter-Zeit früh dran
Die Schweiz liegt beim frühen Versand ganz vorne. Schweizer Unternehmen verschicken ihre Werbemails im Durchschnitt um 8:36 Uhr — und auch beim Öffnen landet die Schweiz auf Platz 1: Die Kundschaft liest die Mails im Schnitt gegen 10:12 Uhr.
Danach folgen Italien, Spanien und Portugal
Von wegen Siesta: Italiener und Portugiesen öffnen ihre Newsletter im Schnitt gegen 10:36 Uhr, noch vor der Mittagszeit. Die Spanier folgen direkt danach um 11 Uhr. Beim Versand sind sie verhältnismässig früh dran — 9:48 Uhr gilt in Spanien als ideale Zeit.
Deutschland und Österreich lassen sich Zeit
Österreich belegt den letzten Platz, sowohl beim Versand als auch beim Öffnen. Auffällig viele E-Mail-Kampagnen starten dort erst abends gegen 18:12 Uhr. Die Kundschaft liest die Mails im Schnitt um 17:48 Uhr — was beinahe darauf hindeutet, dass ein ganzer Tag verstreicht, ehe die Werbung ihr Ziel erreicht. Die Deutschen versenden bevorzugt um 12:24 Uhr, während Kunden die Mails lieber schon um 11:36 Uhr lesen würden.
Beste Zeit für den Newsletter wird offenbar nicht genutzt
Gerade im Ländervergleich fallen die zeitlichen Differenzen zwischen Versand und Öffnen in Deutschland und Österreich auf. Vergleicht man beide Uhrzeiten direkt, drängt sich die Schlussfolgerung auf, dass mindestens ein Tag verstreicht, bis die Mail überhaupt wahrgenommen wird.
Was lässt sich daraus mitnehmen? Früher ist nicht automatisch besser. Entscheidend sind Gewohnheiten und Verhalten deiner Kundschaft. Je nachdem, wo deine Kunden sitzen, lohnt es sich, die Versandzeiten so anzupassen, dass die Mails möglichst zeitnah geöffnet werden.
Besonders wenn du Sonderaktionen oder zeitlich begrenzte Rabatte per Newsletter kommunizierst, macht die Beachtung der optimalen Öffnungszeiten einen echten Unterschied.