Social Signals
Erstmals erschienen im März 2014, im Oktober 2026 neu geschrieben.
Als Social Signals bezeichnet man die Reaktionen, die ein Inhalt in sozialen Netzwerken auslöst: Likes, geteilte Beiträge, Kommentare. 2014 stand hier, sie seien eine neue Form von Backlinks und würden einer Website zu besseren Plätzen bei Google verhelfen. Das war schon damals zu einfach, und heute lässt es sich nicht mehr halten.
Woher die Idee kam
2013 veröffentlichte der Anbieter Searchmetrics eine Auswertung, nach der gut platzierte Seiten auffällig viele Likes, geteilte Beiträge und «+1» von Google+ hatten. Daraus wurde in vielen Texten, auch in unserem: Likes bringen Rankings.
Die Auswertung zeigte aber nur einen Zusammenhang, keine Ursache. Ein guter Inhalt wird oft geteilt, und er wird oft verlinkt. Beides hat denselben Grund. Google+ gibt es übrigens nicht mehr, das Netzwerk wurde 2019 für Privatpersonen eingestellt.
Was Google dazu sagt
Google hat mehrfach erklärt, Likes und die Zahl der Follower nicht als Signal für die Platzierung zu verwenden. Dafür gibt es nachvollziehbare Gründe:
- Google sieht vieles nicht. Ein grosser Teil der Inhalte in sozialen Netzwerken liegt hinter einer Anmeldung.
- Die Zahlen lassen sich kaufen. Tausend Likes kosten wenig, und ein Signal, das man kaufen kann, ist keines.
- Die Links zählen nicht wie andere. Links aus sozialen Netzwerken sind in aller Regel so gekennzeichnet, dass Suchmaschinen sie nicht als Empfehlung werten.
Was soziale Netzwerke trotzdem bringen
Dass Likes kein Rankingfaktor sind, heisst nicht, dass die Arbeit dort für die Suche wertlos ist. Die Wirkung läuft über Umwege:
- Besucher. Wer einen Beitrag sieht und klickt, landet auf deiner Website, ganz ohne Suchmaschine.
- Bekanntheit. Wer deinen Namen kennt, sucht später direkt danach und klickt in den Suchergebnissen eher auf dich.
- Echte Links. Jemand mit eigener Website sieht deinen Beitrag und verlinkt ihn. Dieser Link zählt.
- Platz in den Suchergebnissen. Sucht jemand nach deinem Firmennamen, erscheinen deine Profile oft direkt unter deiner Website.
Was das für dich heisst
Kauf keine Likes und keine Follower. Sie bringen weder Kunden noch Rankings, und im schlechtesten Fall entfernt die Plattform sie wieder und schränkt dein Profil ein.
Lass auch die Finger von Werkzeugen, die deine Beiträge automatisch in zwanzig Netzwerke streuen. Ein Profil, das du pflegst, ist mehr wert als fünf, die vor sich hin laufen. Welches Netzwerk zu welchem Publikum passt, steht im Beitrag zur Zielgruppenverteilung auf Social Media, die Grundlagen im Beitrag Was ist Social Media.
Und schreib Inhalte, die jemand weiterschicken will: eine Anleitung, eine klare Antwort auf eine häufige Frage, eine Zahl, die man sonst nirgends findet. Geteilt wird, was dem Empfänger nützt. Wie Suchmaschinen und KI-Assistenten Inhalte heute bewerten, steht im Beitrag über SEO, AEO und GEO.
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