Google Maps vs. Apple Maps: Streetview & Kartendaten

Geschrieben von
Roger Klein
Google Maps vs. Apple Streetview

Google Maps hilft dir in vielen Lebenslagen und läuft plattformübergreifend auf allen wichtigen Systemen – auch auf dem iPhone. Seit einiger Zeit tritt man dort gegen Apple Maps an, das in den vergangenen zwölf Monaten grosse Fortschritte gemacht hat und nun auch eine der Paradedisziplinen von Google Maps angreift: die Streetview-Aufnahmen. Der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Plattformen wird damit rauer – was der Qualität nur nützt.

Es gibt viele Alternativen zu Google Maps, im Web und als App. Aber nur wenige erreichen eine breite Nutzerbasis; die meisten bleiben in ihren Nischen, in denen sie teilweise sogar besser abschneiden als Googles One-Stop-Shop. Der grösste Mitbewerber ist OpenStreetMap – allerdings nur im reinen Mapping- und Routing-Bereich, ohne kommerzielle Interessen dahinter. Bei Apple sieht das anders aus.

Apple Maps Kamera

Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC hat Apple Anfang der Woche angekündigt, dass Apple Maps eine Streetview-Funktion bekommt – stark angelehnt an Google Maps. Die Aufnahmen sind nicht zugekauft, sondern stammen von Apple selbst: aufgenommen in den vergangenen Monaten mit den typischen Kamerafahrzeugen und Kamera-Rucksäcken. Auch andere Unternehmen wie Bing sind mit solchem Equipment unterwegs; besonders auffällig ist das längst nicht mehr.

Wie stark Apples Streetview-Umsetzung am Ende wirklich sein wird, ist noch offen. Der Umfang wird zu Beginn deutlich kleiner sein als bei Google Maps – das war zu erwarten.

Apple baut aber nicht nur beim Funktionsumfang aus. Auch die Datenqualität steht im Fokus – und zwar nicht mehr im Sinne von Lücken schliessen, sondern mit dem Anspruch, das Kartenmaterial der Konkurrenz zu übertrumpfen. Vor gut einem Jahr wurde bereits angekündigt, dass Apple die Erde künftig selbst vermessen will, statt auf eingekaufte Daten angewiesen zu sein.

Gleichzeitig schafft Apple neue Verbreitungswege für Apple Maps jenseits von iPhone und iPad: Kürzlich wurde eine Kooperation mit DuckDuckGo verkündet, wodurch Apple Maps zum Standard-Kartendienst der Suchmaschine wird. Die Webversion von Apple Maps wurde ausgebaut, sodass Karten auch auf externen Websites eingebettet werden können.

Die eigentliche Frage ist, warum Apple diesen enormen und kostspieligen Aufwand betreibt. Apple ist kein grosser Datensammler – zumindest das eigene Selbstbild – und könnte sich mit den Karten-Apps im App Store, allen voran Google Maps, zufriedengeben. Ein Gewinngeschäft wird Apple Maps wohl kaum werden: Dafür bräuchte es ein Werbenetzwerk oder ähnliche Monetarisierungsstrukturen.

Tags: BetriebssystemeGoogleTechnologien
Über die Autor:in

Roger Klein

Geschäftsführer dataloft GmbH. WordPress seit Version 3, Frauenfeld. Verantwortet bei dataloft Strategie, Architektur und KI-Integration. Baut mit Mattes und Elena rundum.dog, die grösste deutschsprachige Hunde-Wissensplattform.

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