Für Marken könnte Snapchat in Zukunft deutlich interessanter werden. Die neuen Brand Profile versprechen, die unternehmerische Präsenz nachhaltig zu steigern, und bieten die Möglichkeit, innerhalb der App sogar einen Shop einzurichten.
Die neuen Snapchat Brand Profile – Funktionen und Features
Snapchat hat kürzlich mitgeteilt, dass es in absehbarer Zeit spezielle Brand Profile geben wird. Nachdem das Unternehmen bereits mehrere Beta-Tests abgeschlossen hat, will es die Optionen für Businesses erweitern, die ihre Zielgruppe direkt ansprechen möchten. Im Mittelpunkt stehen Features, die die Präsenz von Unternehmen innerhalb der App stärken. Die neuen Business Accounts bieten Marken konkret drei Möglichkeiten.
- Promotion eigener AR-Lenses
Brands können selbst entwickelte Augmented-Reality-Lenses auf ihrem Profil veröffentlichen. - Erstellen von Highlights
Dieses Feature erlaubt Brands, verschiedene Snaps zu Kollektionen zusammenzufassen und langfristig auf dem Profil zu speichern. Wer eine Brand noch nicht kennt, bekommt damit schnell einen Überblick. - Einrichtung eines nativen Stores
Brands können einen Shop direkt in der App einrichten. User sehen die Produkte und kaufen ohne App-Wechsel.
Erweiterte E-Commerce-Möglichkeiten von Snapchat
Mit den Brand Profilen geht Snapchat einen deutlichen Schritt auf Unternehmen zu — das war in den vergangenen Jahren nicht selbstverständlich. Snapchat betont zwar weiterhin, vor allem für private User attraktiv bleiben zu wollen, die sich auf den Freundeskreis fokussieren. Die E-Commerce-Möglichkeiten werden trotzdem stetig ausgebaut.
Erste Neuerungen stellte Snapchat bereits auf dem Snap Summit zu Beginn des Jahres vor: ein Lens Tool zur Produkterkennung und Shopping Tags in den Stories. Die Brand Profile sind der nächste Schritt. Wer seinen Account bei Snapchat verifiziert, erhält zusätzlich Zugang zu einem professionellen Managing Tool — nutzbar auf dem Desktop und mobil.
Creators und Brands – welche Unterschiede es bei den Profilen auf Snapchat gibt
Die neuen Brand Profile sollen Snapchat auch für Unternehmen attraktiver machen. Optisch erinnern sie an klassische Creator-Profile, doch es gibt deutliche Unterschiede: Brands können innerhalb der App auf einen Shop verlinken, Creator nicht.
Snapchat Brand Profile ähneln ausserdem den Business-Profilen bei Instagram. Dass sich die beiden Plattformen gegenseitig abschauen, ist nichts Neues — Instagram hat das Story-Format von Snapchat übernommen, das bei beiden bis heute grosser Beliebtheit erfreut.
Bislang können nur eine Beta-Testgruppe auf die neuen Profile zugreifen. Snapchat hat aber angekündigt, dass sich das in den kommenden Monaten ändert, sodass alle Marken von den neuen Features profitieren können. In den Markenrichtlinien von Snapchat bekommst du schon einen ersten Vorgeschmack.