Mobile Internetnutzung
Erstmals erschienen im Juli 2015, im Oktober 2026 neu geschrieben.
2015 stand hier, die mobile Internetnutzung steige seit Jahren. Heute ist sie der Normalfall. Das Handy ist für viele das erste Gerät, mit dem sie etwas nachschlagen, und für manche das einzige. Eine Website, die dort nicht funktioniert, funktioniert für die Hälfte der Besucher nicht.
Wie viel heute mobil läuft
Weltweit kommt mehr als die Hälfte aller Seitenaufrufe vom Handy. In der Schweiz ist es knapp die Hälfte. Je nach Branche verschiebt sich das stark: Ein Restaurant oder ein Coiffeur wird eher am Handy gesucht, eine Software für Buchhaltung eher am Schreibtisch.
Wie es bei dir aussieht, zeigt die Webanalyse deiner eigenen Website. Sie ist für dich aussagekräftiger als jeder Landesdurchschnitt.
Google schaut auf die mobile Version
Google liest und bewertet Websites so, wie ein Handy sie sieht. Die Umstellung darauf begann 2016 und ist seit 2023 abgeschlossen. Was in der mobilen Ansicht fehlt, zählt für die Suche nicht, auch wenn es am grossen Bildschirm tadellos aussieht.
Responsives Design ist Aufgabe des Themes
Eine Website für alle Bildschirme zu bauen, ist heute Standard. Das Verfahren heisst responsives Design: Dieselbe Seite ordnet ihre Inhalte je nach Breite des Bildschirms anders an. Mehr dazu im Beitrag Was ist responsives Design.
WordPress erledigt das nicht von selbst. Zuständig ist das Theme, also die Gestaltungsvorlage. Die meisten aktuellen Themes sind responsiv, aber nicht alle sind es gut. Tabellen, eingebettete Karten, lange Formulare und Menüs mit vielen Ebenen sind die Stellen, an denen es am Handy am häufigsten klemmt.
App oder Website
Eine App wird aus dem App Store oder von Google Play auf das Gerät geladen und dort installiert. Eine Web-App läuft im Browser und kann zusätzlich auf dem Startbildschirm abgelegt werden. Für die meisten Betriebe reicht eine gute mobile Website. Eine eigene App lohnt sich erst, wenn Kunden sie regelmässig brauchen, etwa für Bestellungen oder Termine.
Den Unterschied und die Möglichkeiten von Web-Apps beschreibt der Beitrag Web-Apps: ein Trend, der sich fortsetzt.
Ladezeit am Handy
Unterwegs ist die Verbindung oft schwächer als zu Hause, und das Gerät rechnet langsamer als ein Computer. Dieselbe Seite lädt am Handy spürbar länger.
WordPress hilft an zwei Stellen: Es bietet dem Browser Bilder in mehreren Grössen an, und es lädt die meisten Bilder erst, wenn sie in den sichtbaren Bereich kommen. Den Rest musst du selbst im Griff haben: Bilder vor dem Hochladen verkleinern, wenige Plugins, keine Videos, die von selbst starten.
So testest du deine Website
Nimm dein eigenes Handy, schalte das WLAN aus und geh deine Website durch, wie ein Kunde es täte.
- Findest du auf der Startseite ohne Scrollen, was du anbietest?
- Triffst du Menü und Knöpfe mit dem Daumen?
- Lässt sich die Telefonnummer antippen?
- Kannst du das Kontaktformular ausfüllen, ohne zu zoomen?
- Ist der Text lesbar, ohne das Gerät zu drehen?
Für die Ladezeit gibt es PageSpeed Insights von Google, kostenlos und getrennt nach Handy und Computer. Was eine Website darüber hinaus braucht, steht im Beitrag Das macht Websites erfolgreich.
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