Erstmals erschienen im August 2012, im Oktober 2026 neu geschrieben.
Eine Website ist erfolgreich, wenn sie das tut, wofür du sie hast. Das klingt banal. Viele Websites scheitern daran, dass niemand festgelegt hat, was sie leisten soll, seltener an Technik oder Design. Sieben Punkte, an denen du deine eigene prüfen kannst.
1. Sie hat ein Ziel
Was soll ein Besucher am Ende tun? Anrufen, einen Termin buchen, etwas bestellen, sich für den Newsletter eintragen? Schreib es in einem Satz auf.
Aus diesem Satz ergibt sich, was auf die Startseite gehört und was nicht. Eine Praxis will Terminbuchungen, also steht der Knopf dafür oben und nicht auf der vierten Unterseite.
2. Sie beantwortet die Fragen der Besucher
Wer auf deiner Website landet, hat eine Frage. Was bietest du an? Für wen? Wo? Wann hast du offen? Wie erreicht man dich?
Schreib die Antworten so hin, wie du sie am Telefon geben würdest. Kein «Willkommen auf unserer Website», kein Leitbild als Einstieg. Die Besucher sind wegen ihrer Frage da.
3. Sie ist schnell
Niemand wartet gern, auf dem Handy mit schwachem Empfang erst recht nicht. Google misst das Tempo mit drei Kennzahlen, den Core Web Vitals: wie rasch der Hauptinhalt erscheint, wie schnell die Seite auf einen Tipp reagiert und ob beim Laden etwas verrutscht.
Deine eigene Seite prüfst du kostenlos mit PageSpeed Insights von Google. Die häufigsten Bremsen sind zu grosse Bilder, zu viele Plugins und Schriften oder Skripte, die von fremden Servern nachgeladen werden.
4. Sie funktioniert auf dem Handy
Weltweit kommt mehr als die Hälfte der Seitenaufrufe vom Handy, in der Schweiz knapp die Hälfte. Google bewertet deine Website ausserdem anhand der mobilen Version.
Nimm dein eigenes Telefon und versuch, das Ziel aus Punkt 1 zu erreichen. Triffst du die Knöpfe mit dem Daumen? Lässt sich die Telefonnummer antippen? Kannst du das Formular ausfüllen, ohne zu zoomen? Die Grundlagen dazu stehen im Beitrag Was ist responsives Design.
5. Sie wird gefunden
Die beste Seite nützt nichts, wenn niemand sie sieht. Die Grundlagen sind unspektakulär:
- Jede Seite behandelt ein Thema und sagt das in ihrem Seitentitel.
- Die Texte verwenden die Wörter, mit denen deine Kunden suchen. Wie du sie findest, steht im Beitrag Keywords für deine Internetseite.
- Für ein lokales Geschäft ist das Unternehmensprofil bei Google gepflegt.
- Die Website ist in der Google Search Console angemeldet. Dort siehst du, ob Google deine Seiten kennt.
6. Sie schafft Vertrauen
Bevor jemand anruft oder bestellt, prüft er, mit wem er es zu tun hat. Das geht schnell und läuft über Kleinigkeiten:
- ein Name und ein Gesicht statt «Ihr Team»
- eine Adresse und eine Telefonnummer, nicht nur ein Formular
- echte Fotos aus dem Betrieb statt gekaufter Bilder
- Angaben, die stimmen: Öffnungszeiten, Team, Angebot
- eine verschlüsselte Verbindung: die Adresse beginnt mit https
Eine Meldung «Aktuell» mit einem Eintrag von vor drei Jahren kostet mehr Vertrauen als gar keine Meldung.
7. Sie wird gepflegt und gemessen
Updates müssen eingespielt werden, Inhalte veralten, Mitarbeitende wechseln.
Leg fest, wer einmal im Monat nachsieht. Und miss, ob das Ziel aus Punkt 1 erreicht wird: Wie viele Anfragen, Buchungen oder Bestellungen kommen über die Website? Wie du eine Webanalyse einrichtest, steht im Beitrag Google Analytics einbinden.
Wenn du nur einen Punkt angehst, nimm den ersten. Ohne Ziel lässt sich nicht sagen, ob die anderen sechs etwas bringen.